MVV-Tarif bis Wasserburg beschlossen!

Kreistag einstimmig dafür - Bürgermeister: „Richtungweisender Beschluss!"

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bahn„Das ist ein echtes Highlight für den Altlandkreis Wasserburg!“ Bürgermeister Michael Kölbl machte heute Mittag kurz nach der Sitzung des Rosenheimer Kreistages keinen Hehl daraus, dass ihn diese Entscheidung besonders freut. Einstimmig hatten die Kreisräte beschlossen, den Tarif des Münchner Verkehrsverbundes (MVV), der derzeit von München bis Tulling gilt, künftig auf die Bahn-Strecke bis Reitmehring auszudehnen. Noch vor Wochen hatte es so ausgesehen, als ob dieses Vorhaben komplett scheitern könnte.

Doch dann schaltete sich das Verkehrsministerium ein (wir berichteten) und die Bürgermeister des nördlichen Landkreises Rosenheim einigten sich gleichzeitig über alle Parteien hinweg auf eine gemeinsame Linie. Heute gab’s schließlich grünes Licht aus dem Sitzungssaal des Landratsamtes. Dort war gestern der Kreisauschuss dafür, heute der ganze Kreistag. „Der MMV-Tarif kann kommen“, so Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl. „Am Sonntag wird der neue Stundentakt in Richtung München eingeführt. Dann gibt’s die neue Bus-Linie nach Eiselfing und jetzt auch noch diese gute Nachricht. Das ist echt ein Freudentag für die Stadt und den Altlandkreis.“

Wie geht’s jetzt weiter? Zunächst müssen die einzelnen Gemeinderäte die Finanzierung – die Einführung des Tarifes kostet Landkreis und Kommunen immerhin 120.000 Euro jährlich – bestätigen. Das dürfte aber keine allzu große Hürde sein, weil das bereits vorberaten ist und Einigung besteht. Dann muss der MVV-Tarif organisatorisch und technisch eingerichtet werden. Die Südostbayernbahn hat dafür bei den jüngsten Baumaßnahmen von Ebersberg bis Wasserburg die Weichen bereits gestellt (wir berichteten).  „Wenn alles gut geht, haben wir in einem Jahr den Tarif“, so Kölbl.

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12 Gedanken zu „MVV-Tarif bis Wasserburg beschlossen!

  1. Das ist nun mal wirklich eine gute Nachricht für den Raum Wasserburg. Ich danke allen Entscheidungsträger für diesen Beschluss. Besonders Herr Bürgermeister Kölbl hat sich dabei große Verdienste erworben. Durch die Einbeziehung in den MVV wird Wasserburg noch attraktiver. Ich hoffe die Bürger nehmen für eine Fahrt Richtung München künftig den ÖPNV und nicht das Auto. Warum aber die Einführung ein ganzes Jahr dauert, ist mir absolut unverständlich. Die technischen Voraussetzungen sind durch die seit Jahren von der Südostbayernbahn durchgeführten Baumaßnahmen doch grundsätzlich schon vorhanden. Es fehlen wohl in erster Linie nur noch die Fahrkartenautomaten.

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    1. Der Anschluß an das MVV-Netz ist bestimmt eine gute Sache, wenn der Fahrpreis stimmt. Mit der Dauer der Länge der Entscheidungen wer wo und wann wo hin und wie viele , das entscheidet bei unserem Staat immer noch der(das Amt) der bezahlt . Auch wenn der Arbeiter(Beamte) nur Zahlen auf dem Tisch hat und von der Tatsache (der arbeitet sowieso in der Stadt(München) und wohnt auch dort) wahrscheinlich keine Ahnung hat oder es ist ihm wurscht.
      Ich hoffe nur, dass die Unterstützer der Bahnlinie Wasserburg-Bahnhof nach Wasserburg-Stadt keine Hoffnung zu Weihnachten haben, dass die Streckentrasse auch wir alle bezahlen. ODER??
      a bisserl woas zoin ma doch gern, aber ned füarn schmarrn
      besinnliche Adventszeit und frohe Weihnachten

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      1. Na ja – dass der Bahnhof in Reitmehring als Wasserburg-Bahnhof bezeichnet wird, ist für Wasserburger Pendler doch eh ein Witz (zumindest in der jetztigen Situation)

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      2. Was will der Autor uns mit diesen Zeilen sagen????
        Wer anderen „keine Ahnung“ vorwirft, sollte aufpassen, in welchem Glashaus er sitzt.

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  2. Die Anliegergemeinden des Filzenexpress´ haben die Zeichen der Zeit erkannt: Sie wollen gemeinsam dem MVV beitreten, was die Bahn insgesamt attraktiver macht. Vor einem Jahr hätte noch niemand daran geglaubt ! Aber warum integriert man nicht auch gleich die Wasserburger Altstadt in den MVV-Tarif ? Der Filzenexpress endet weiterhin vier Kilometer vor den Toren Wasserburgs und wird in wenigen Tagen schon wegen des neuen Stundentaktes unter der Woche stark an Attraktivität gewinnen. Dies wirft die zweite Frage auf, wann die Stadt Wasserburg auch die ihr gehörende Altstadtbahn wieder in Betrieb nimmt. Dies würde noch mehr Anreize für Pendler und Ausflügler schaffen, die Wasserburger Altstadt mit dem Zug anzufahren und die Parkplatzsituation entschärfen. Ein über die nötigen Fachkenntnisse verfügendes Konsortium aus Pro Bahn, Bayernbahn, Rhein-Sieg-Bahn und Innrail hat ja in diversen Veranstaltungen überzeugend dargelegt, dass die Reaktivierung der Altstadtbahn zu einem Bruchteil der in einem externen Gutachten behaupteten Kosten machbar ist.

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  3. Der Filzenexpress bis Wasserburg ist eine gaanz andere Geschichte.
    Dass sich der MVV bis Reitmehring durchsetzt ist schon mal eine tolle Sache und ist es ist sicherlich als Palungszeit der deutschen Bahn ein Augenzwinkern….. Zeitgleich zum Stundentakt nach München wäre es aber doch das Tüpfelchen auf dem „i“ gewesen!
    Wenn man sich nämlich die Preise anschaut und vergleicht – z.B. von Edling Bahnhof bis zum Ostbahnhof München ,dann kann man nur sagen – „gut isses“, wenn in Zukunft alles zum MVV Bereich gehört. Bisher müsste man z.B. – um am günstigsten zu fahren – in Tulling (bis dorthin kostet es von Edling aus 2,40€) ganz schnell aus dem Zug springen und ein paar Streifen abstempeln (eine 10erStreifenkarte kostet „nur“ 12,50) und dann wieder einsteigen…. und wenn man dieses nicht schafft, zahlt man als DB Kunde wesentlich mehr für diese Strecke… – oder wird erwischt als Schwarzfahrer…. Wer wissen will, wieviel es mit der DB von A nach B kostet kann ja mal selbst recherchieren.
    Das Tüpfelchen auf dm „i“ wäre da 2015 doch schon sehr schön gewesen!

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    1. Momentan kostet die einfache Fahrt mit der Bahncard 50 von Wasserburg Bfh (Reitmehring) bis München Ost 5,90€
      Wenn Wasserburg nun zum MVV gehört ist es dann überhaupt noch möglich mit Bahncard zu zahlen weil wenn nicht dürfte das Ticket nach München Ost um einiges teurer werden oder ?

      Von Tulling aus mit Streifenkarte 3 Zonen= 6 Streifen = 7,50 €
      Wasserburg sind dann auch noch 3 Zonen ?
      Gesamtnetzkarte ist zwar genauso teuer wie hin und zurück mit Bahncard 50 aber das bringt nur was wenn man am gleichen Tag zurückfährt.

      Ich seh irgendwie keinen Vorteil bei der MVV zugehörigkeit .
      „die Einführung des Tarifes kostet Landkreis und Kommunen immerhin 120.000 Euro jährlich“
      dann höhere Fahrtkosten für Bahncard 50 inhaber

      Hab ich was übersehen ?
      mfg

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      1. Nun ja Catweazle , das was Sie schreiben, ist relativ. Die Bahncard 50 kostet ja erstmal pro Jahr 255.-€
        Wenn ein Erwachsener (und Jugendliche ab 15 Jahren) in Edling an den Bahnsteig geht und als Ziel Ostbahnhof eingibt, zahlt er 11,80 € – einfach! Da ist der MVV doch eindeutig günstiger, vor allem für Schüler!
        Bei häufigerer Nutzung mag die Bahncard zumindest für Jugendliche kostengünstiger sein (25% Ermässigung), aber bei spontanem Entschluß ist das ganze doch mit der DB eine teure Angelegenheit!

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      2. Da hat der Catweazle schon Recht: für Bahncardinhaber, die Einzelfahrtkarten kaufen, ist das jetzt tatsächlich ein Nachteil. Dafür ist der Vorteil für Monats- oder Jahreskarteninhaber und auch für Gelegenheitsreisende ohne Bahncard umso größer. Eine Einzelfahrkarte mit Bahncard geht nur, wenn Start oder Ziel außerhalb des MVV-Tarifgebietes liegen. Nachdem die MVV-Zone ab Ende 2015 in Reitmehring (Wasserburg Bf) endet, aber der Haltepunkt Altstadt (Wasserburg Stadt) nach wie vor existiert, dürfte die günstigste Lösung für Bahncardinhaber sein, die Tickets dann ab Wasserburg Stadt zu lösen.

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      3. Die Single-Tageskarte für das MVV Gesamtnetz kostet aktuell 12 € – da sieht Catweazles Rechnung schon ganz anders aus.

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        1. Hoppla – habe meinen letzten Beitrag leider versehentlich zu früh abgeschickt.
          Hier nun vollständig:
          Catweazle beschreibt wohl einen im Verhältnis zu allen Reisenden sehr seltenen auftretende Konstellation:

          * Bahncard 50-Inhaber (naja – nicht ganz so selten)
          * Hin- und Rückreise nicht am selben Tag (schon seltener)
          * Fahrt endet offenbar am Ostbahnhof, keine Weiterreise im MVV-Innenraum (entsprechendes MVV-Ticket müsste ja weiterhin bezahlt werden, noch seltener).

          Für die meisten Wenigfahrer dürfte die Tageskarte das Ticket der Wahl sein, Vielfahrer haben eh eine Monats- oder Jahreskarte.

          Die Single-Tageskarte für das MVV Gesamtnetz kostet aktuell 12 € – da sieht Catweazles Rechnung schon ganz anders aus.

          Bei Fahrten über München hinaus kann man ja ab Wasserburg weiterhin das Ticket mit Bahncard 50 kaufen.

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          1. Ok danke für die Infos .

            Bis München hbf kostet es mit Bahncard 50 auch 5,90 also mitten rein ins Zentrum
            aber so wie es ausschaut ist es doch für viele eine gute Ersparniss
            also nix böse lästern ^^
            Und mit der Alternative von Wasserburg inn-stadt aus ein Zugticket zu lösen passd´s ja wida 🙂

            ps: bahncards für uralte Catweazles kosten nur die hälfte 😉

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