Musikalische Sommerträume

Schnaitsee erlebt tolles Open-Air-Spektakel – Queen-Song der Top-Höhepunkt

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MV KOnzert Kult 15 058Schnaitsee – „Ein Traum mit Musik auf unserem Rathausplatz. Sowas hat Schnaitsee wohl selten erlebt“, zeigten sich Bürgermeister Thomas Schmidnger und seine Frau Anita nach dem Auftakt in das Kulturfestival „Kult ´15“ richtiggehend verzaubert vom Erlebten und Gehörten an diesem  Abend. „So kann das Festival weitergehen. Jetzt freuen wir uns schon auf das Theaterspektakel `Der Watzmann ruft`, das ab dem Donnerstag hier zu sehen sein wird“, so Schmidinger.

Der Abend war aber auch phänomenal. Alles passte. Der Musikverein unter der Leitung von Rupert Schmidhuber hatte ein rundum perfektes Musikprogramm vorbereitet, das Zusammenwirken mit der Rockband „Battlecreek“ war optimal und die laue Sommernacht tat dazu ihr Übriges. Auch am nächsten Tag, mit etwas Abstand, waren die Stimmen, die von den über 600 Zuhörern kamen durchwegs überschwänglich: „Das war die Schnaitseer Nacht schlechthin. Die Sänger waren einfach Klasse und rissen uns alle mit in eine lockere, mediterrane Feierstimmung. Und der Pep durch die drei Rockmusiker schäumte die gute Laune im Publikum förmlich auf“ so war die Stimmungslage unter den Gästen. „Wir hoffen, dass dieser Event bei uns auf dem Schnaitseer `Festivalplatz` kein einmaliges Erlebnis war, sondern dass es weitere Konzerte geben kann.“ Monika Wagner bedankte sich beim Gartenbauverein für den Blumenschmuck, sowie bei der Gemeinde und bei den Anliegern für das große Entgegenkommen und besonders bei Hans Wagner, der die Bühne gebaut hatte.

Sie führte auch zusammen mit Jörg Schmitt mit viel Esprit und Humor durch das Programm, das traditionell mit dem „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik startete. „Wir sind heute eure Gladiatoren. Wir kämpfen für euch. Wir wollen für euch siegen und eine große Freude bereiten“ konstatierten die Moderatoren zum Auftakt. Und so konnten die Gäste beim „Böhmischen Traum“ von Norbert Galle im warmen Sommerabend dahin schmelzen und sich ihren Gefühlen und Träumen widmen. Schon seit langem ist Wolfgang Kinzner einer der besten Sänger in Schnaitsee und bereichert die Musik mit seiner unvergleichlichen Stimme. Beim „Nessun Dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini stellte er dieses Können zum ersten Mal an diesem Abend unter Beweis. Dass Christoph Müller dem in nichts nachsteht und dass er ebenso ein vielseitiger Künstler auf mehreren Instrumenten und zudem ein begnadeter Sänger ist, bewies er ausdrucksstark bei „Burn“ von Deep Purple. Beschwingt mit dem Medley „Best of Udo Jürgens“ wurden die Zuhörer in die Pause geschickt.

„Land of Hope und Glory“  von Edward Elgar eröffnete den zweiten Teil, der eigentlich nur Höhepunkte für die Besucher parat hatte. Simone Meisl und Andrea Kebinger bewiesen, dass auch die Damen des Musikvereins mitreißende Stimmen haben. Beim „It´s raining Man“ bewiesen die beiden jungen Sängerinnen dieses eindrucksvoll.

„Musik war meine erste Liebe, Musik wird auch meine letzte Liebe sein… ja John, wem sagst du das“ kündigte Monika Wagner „Music“ von John Miles an. Das Orchester bewies selber, dass für alle Ensemblemitglieder diese Musik auch ihre große Liebe ist.

Der große Auftritt für Monika Wagner kam bei der Bond-Melodie „Skyfall“. Von Anna Wittenzellner am Piano begleitet, schmetterte sie den Song ins faszinierte Publikum. Schon nach diesem Stück und nicht erst wie sonst am Ende eines Konzert üblich, wurden von ihr Zugaben gefordert. Aber das Programm ging weiter und da kamen die Rockmusiker von „Battlecreek“ richtig in Aktion. Mit ihren Gitarren rockten Chris Meisl und Nodeng Gerhartsreiter bei „Stareway To Heaven“ über die Bühne. Christoph Müller und Korbinian Kebinger sangen den Led-Zeppelin-Hit. Danach setzte das Orchester und die Band gemeinsam mit dem Gesangsquartett Wolfgang Kinzner, Christoph Müller, Tobias Kinzer und Korbinian Kebingen den krachenden Höhe- und Schlusspunkt. „Bohemian Rhapsodie“ war ein würdiges Ende eines unvergesslichen Abends beim Schnaitseer „Open-Air- Festival“.

Mit minutenlangen stehenden Ovationen dankten die Gäste den Akteuren für dieses tolle Musik-Erlebnis. „Was muss man da in die Stadt zu Konzerten fahren, wenn es so etwas auch bei uns im Dorf gibt“ fragten sich danach viele begeisterte Zuhörer

Und ob dieser Begeisterung legten die Musiker noch „Thank you for the Music“ von Abba als Zugabe drauf, bevor die Gladiatoren, die alles gegeben hatten, siegreich aus der Arena auszogen.

 

UK/FU

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