„Müssen handeln“: Ludwig schreibt an Seehofer

Flüchtlingsstrom: Hilfe ja, aber ein Landkreis könne nicht alles alleine machen

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LudwigMdB Daniela Ludwig (CSU) reicht es jetzt: Angesichts der drastischen Zunahme von illegal eingereisten Flüchtlingen in der Region Rosenheim fordert sie am heutigen Freitag sofortige politische Konsequenzen! Sie hat sich schriftlich an Ministerpräsident Horst Seehofer gewandt. „Es kann so nicht weitergehen“, betont Ludwig. „Hier geht es um drei Probleme: Alle Einrichtungen und Behörden in unserer Region, die mit dieser Problematik zu tun haben, sind am Ende ihrer Kapazitäten. Zum zweiten bedürfen die Flüchtlinge aber unserer Hilfe. Und drittens dürfen wir auch die Bevölkerung nicht überfordern …

… ich will nicht, dass die Stimmung bei uns kippt.“

Von Seehofer verlangt Ludwig eine gleichmäßige Verteilung der Flüchtlinge im Freistaat. „Wir haben in Stadt und Landkreis Rosenheim aktuell allein 400 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge aufgenommen, sie müssen sozialpädagogisch betreut werden. Alle Jugendhilfe-Einrichtungen sind belegt. Andere Landkreise haben gar keine Flüchtlinge aufgenommen. Das geht so nicht,“ sagt Ludwig.

Es müsse Zuweisungen durch das Bayerische Sozialministerium geben. Es könne nicht sein, dass ein Landkreis alles alleine macht!

 

MdB fordert mehr Personal für Bundespolizei – umgehend!

Vom Bund fordert Daniela Ludwig umgehend mehr Personal für die Bundespolizei Rosenheim. „Das Personal muss kurzfristig, sofort aufgestockt werden, die Mittel für die Bundespolizei müssen erhöht werden.“ Auch auf europäischer Ebene muss es nach Ansicht der CSU-Politikerin Maßnahmen geben. „Dazu gehören beispielsweise auch Kontrollen in österreichischen Zügen. Mittelfristig brauchen wir eine einheitliche europäische Flüchtlingspolitik.“

 

„Diese Menschen brauchen uns!“

Sehr am Herzen liegt Daniela Ludwig, dass es hier um das Schicksal vieler Menschen geht. „Die Flüchtlinge sind überwiegend hilfsbedürftige und traumatisierte Menschen, denen wir ein menschenwürdiges Verfahren zukommen lassen müssen. Sie bedürfen unserer Unterstützung. Und auch auf unsere Bevölkerung müssen wir Rücksicht nehmen. Deshalb stehen wir politisch und moralisch in der Pflicht. Wir müssen das Problem sofort angehen und lösen.“

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