Meggle: „Für die Zukunft optimal gerüstet“

Seit 2012 bereits über 70 Millionen in Standort Reitmehring investiert

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butterei„Wir sind für die Zukunft optimal gerüstet.“ Diese erfreuliche Bilanz zog Toni Meggle bei einem mehrstündigen Rundgang durch das Firmenareal, zu dem die Unternehmensleitung Vertreter der Presse geladen hatte. Über 70 Millionen Euro hat MEGGLE in den vergangenen beiden Jahren in den Standort Wasserburg investiert, an dem fast 900 Mitarbeiter tätig sind. Insgesamt beschäftigt Meggle 2500 Menschen auf der ganzen Welt. Und das Wasserburger Unternehmen hat noch einiges vor …

 

Toni Meggle, Vorsitzender des Aufsichtsrates, ließ es sich nicht nehmen, die Pressevertreter zusammen mit seiner Frau Marina, mit Drs. Sil H. van der Ploeg, MBA dem Vorsitzenden des Vorstands, und mit Thilo Pomykala, Geschäftsleitung Marketing, Vertrieb, Produktentwicklung Consumer Products und Pressesprecher der MEGGLE-Gruppe, persönlich über das Gelände zu führen. Die Journalisten staunten nicht schlecht beim Gang durch die Produktionsanlagen, die hochmodernen Verpackungsstraßen (Foto oben), Trocknungsanlagen und durch das Kraftwerk.

Denn obwohl MEGGLE nach wie vor in der Öffentlichkeit hauptsächlich mit Butter in Verbindung gebracht wird, verbirgt sich hinter der Firmengruppe und hinter dem Standort Wasserburg längst viel mehr – wie auch hinter der Firmenphilosophie, die Toni Meggle beim Abschlussgespräch formulierte: „Im modernen Management ist der Begriff Nachhaltigkeit seit längerem sehr modern. Mir persönlich ist sogar noch eines wichtiger: Die gesellschaftliche Verbundenheit eines Unternehmens zur Heimat und zu den Menschen am Standort.“

Der verantwortungsvolle Unternehmer sei dazu verpflichtet, erfolgreich zu wirtschaften und sich über das reine Zahlen der Steuern hinaus sozial und gesellschaftlich zu engagieren. „Und das beschränkt sich nicht nur aufs Hallo-Sagen, sonder bringt auch finanzielle Verpflichtungen mit sich“, so Meggle.

Der Aufsichtsratsvorsitzende lobte bei seiner Bilanz vor allem seine Mitarbeiter, ohne deren Engagement das Unternehmen heute nicht so da stünde, wie dies der Fall sei. Ein besonderes Lob gab es für das Management um Vorstandsvorsitzenden Drs. Sil H. van der Ploeg MBA, das bei aller Komplexität der Unternehmensgruppe nie die wesentlichen dinge aus den Augen verliere. „Wie solide wir wirtschaften zeigt das große Vertrauen, dass die Banken in unsere Führungsmannschaft und unser Unternehmen setzen. Wir sind wieder mit Tripel-B-Plus geratet worden, was das beste Rating für eine Firma unserer Größe bedeutet“, so Toni Meggle.

Und das plant MEGGLE mittelfristig in Wasserburg:

Durch den Wegfall der Milchquote in 2015 erwartet man eine Erhöhung der verfügbaren Rohstoffmenge. Gleichzeitig steigende Qualitätsanforderungen aus dem pharmazeutischen und Lebensmittel-Bereich erfordern auch weiterhin Investitionen in Verarbeitungskapazität und Prozesstechnologien.

MEGGLE wird daher in den kommenden Jahren erhebliche Investitionsvolumen, sowohl im Bereich der Molkenverarbeitung – und damit in funktionale Produkte wie Lactose, agglomerierte Compounds und teilentzuckertes Molkenpulver – als auch in die Herstellung von Endverbraucherprodukten – wie moderne Mischstreichfette und Butterspezialitäten – aufwenden.

In Planung befindliche Beispiele dafür sind:

• Zentrale Lactose-Abfüllung

• Erweiterung der Lactose-Raffination und -Trocknung

• Sprühtrocknungsaggregate

• Prozess- und Abfüllanlagen für Butter und Aufstriche

„Dabei wird auch stets der Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekt beachtet. Bei der Planung und Umsetzung der Investitionsprojekte wird nicht nur auf die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Emissionswerte geachtet, sondern die Zielsetzung der Unterschreitung dieser Werte verfolgt. Für eine kontinuierliche Senkung des spezifischen Energieverbrauchs wurde 2013 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt“, so Firmensprecher Thilo Pomykala. HC

Der Rundgang

1. Derzeit wird eine neue Produktionslinie gebaut. Der wachsende Marktanteil an so genannten Mischfetten macht diese Investition nötig.

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2. Auch in die zentrale Kälteanlage wurde kräftig investiert. Kühlung ist bei Lebensmitteln das A und O.

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3. Auch hier wird seit kurzem ganz neue Technik eingesetzt: Ein Blick in die Ultrafiltrationsanlagen, mit denen Eiweißkonzentrate hergestellt werden.

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4. Um die Kapazität, die Ausbeute und die Qualität weiter zu steigern, wurde in eine weitere „Zuckerstraße“ auf dem neuesten Stand der Technologie investiert. In dieser Prozesslinie wird die kristallisierte Lactose aus der Molke abgetrennt und gewaschen. 

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5. Millionen-Investition ins Abwasser: Durch die stetige Steigerung der Rohstoffmengen und die damit verbundene Erhöhung der Abwassermengen war eine Erweiterung der Werkskläranlage notwendig.

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