Mariä Himmelfahrt feierlich

Volles Gotteshaus heute in Wasserburg - Vom Brauch des Kräuterbuschen-Bindens

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pfarrei 3Zum heutigen Fest Mariä Himmelfahrt fanden sich wieder viele Gläubige in der herrlich mit reichem Blumenschmuck versehenen Wasserburger Frauenkirche ein. Ein nahezu voll besetztes Gotteshaus: Pfarrer Willibald Mittermeier zelebrierte den feierlichen Gottesdienst und bereits früh sah man die Besucher mit den zum Teil selbst gebundenen Kräuterbuschen in die Kirche gehen. Mesnerin Resi Münchsmayer hatte am Samstag mit vielen weiteren fleißigen Händen und großzügigen Blumen- und Kräuterspendern nahezu 250 Kräuterbuschen gebunden …

 

pfarrei… die im Anschluss nach der Segnung gegen einen kleinen Obulus an die Besucher ausgeteilt wurden. Der Erlös geht zugunsten des Blumenschmucks für die Kirchen in Wasserburg.

Der Brauch des Kräuterbuschen-Bindens geht bis in das Mittelalter zurück. In der Zeit zwischen dem 15. August und dem dem 12.September (Mariä Namen) entfalten die Kräuter auf Wiesen und Feldern ihre stärkste Heilkraft und man hielt die Natur den Menschen gegenüber besonders freundlich gesonnen.

Die in diesen Wochen gesammelten Kräuter galten als besonders heilkräftig, aber nur, wenn sie mit der Hand gepflückt, und nicht mit dem Messer geschnitten waren.

pfarrei 2Die Gründe des Bindens dieser Büschel geht auf die Legende zurück, dass die Jünger Jesu am Grab von Maria, das sie öffneten, nicht mehr ihren toten Leib vorfanden, sondern herrliche Blumen und duftende Kräuter. 77 unterschiedliche Kräuter wurden früher gebunden. Mindestens aber sollten es sieben sein.

Die Büschel werden dann zu Hause in den Herrgottswinkel gegeben, aber auch in den Ställen kann man sie finden, da man auch noch heute fest davon überzeugt ist, dass sie alles Böse fern halten und Mensch und Tier Heilung bringen.

mh

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