Mahnwache vor AfD-Abend in Staudham

Winhart geht gegen Asyl-Helfer vor: „Flüchtlinge als Anschauungsobjekte vorgeführt"

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StaudhamAuf der AfD-Veranstaltung am gestrigen Mittwochabend in der Landwirtschaft in Staudham ging es heiß her. Gleich zu Beginn wurden die etwa 25 AfD-Sympathisanten vor der Wirtschaft von einer kleinen Mahnwache empfangen, unter der sich Vertreter des Wasserburger Patenprojekts Asyl und Personen quer durch die Wasserburger Parteienlandschaft sowie auch einige Flüchtlinge befanden und nicht nur mit Kerzen Licht spendeten …

„Besonders gefreut hat mich die Anwesenheit der Geflüchteten und des Helferkreises, denn die platten Parolen der AfD zerstören ihre Integrationsarbeit. Damit Integration gelingen kann, braucht es Vertrauen und Toleranz. Rechte Hetze und das Schüren von Angst sind da kontraproduktiv“, so Christian Peiker, Ortsvorsitzender der Linken in Wasserburg nach der Veranstaltung.

Sichtlich überrascht war nicht nur der stellvertretende AfD-Kreisvorsitzende Andreas Winhart, der im Saal auf ein sehr buntes Publikum stieß. Wenn man die Besucherzahlen analysiert, stellte man eine deutliche Mehrheit von etwa 35 AfD-Kritikern zu etwa 25 weiteren Gästen fest.

Zu Beginn des Vortrages wurde es kurz unruhig, was wohl den Aussagen der AfD-Führungsspitze in den letzten Tagen zu einem Schusswaffen-Gebrauch an deutschen Grenzen geschuldet war.

Zu einem wirklichen Vortrag kam es immer nur bedingt, da die Teilnehmer dem Referenten zwischendurch kritische Fragen stellten. Daraufhin einigte man sich schnell, eine moderierte Diskussionsrunde zu eröffnen.

Hier machten es die Wasserburger der AfD nicht leicht. Trotz Zwischenrufe aus beiden Lagern blieb die Situation aber insgesamt entspannt und fand auch immer wieder zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurück.

„Es scheint so, dass für den Rosenheimer AfD-Kreisverband Wasserburg ein schwieriges Terrain darstellt und es wohl schwierig wird, hier Fuß zu fassen und das ist auch gut so“, meinte Peiker, der Sprecher der Linken Liste Wasserburg abschließend.

Die AfD selbst wiederum sprach von 35 Veranstaltungsgästen, die sich nur 15 Asylbefürwortern gegenüber gesehen habe. AfD-Sprecher Winhart geht noch weiter und schreibt heute in einer Presseerklärung, zehn Asylbewerber seien in Staudham ‚als Anschauungsobjekt mitgebracht worden‘.

„Diskutieren mit unterschiedlichen Positionen ist das eine, aber die Asylbewerber jetzt für politische Zwecke zu missbrauchen und als Anschauungsobjekt vorzuführen, das geht deutlich zu weit. Die AfD missbilligt das Verhalten der Migrationshelfer und wird den Vorfall auch an entsprechende Betreuungseinrichtungen weitermelden“, so Winhart.

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21 Gedanken zu „Mahnwache vor AfD-Abend in Staudham

  1. Har har har – der Satz ist einfach herrlich witzig “ … die Asylbewerber jetzt für politische Zwecke zu missbrauchen…“ 😀
    Darüber beschwert sich der Herr von der AfD ?
    Na, das ist aber ein dickes Ding 😉

    Die Asylsuchenden haben sich nicht an der Diskussion beteiligt (sie lernen ja erst Deutsch), sondern haben draußen und oder im Gang gewartet.

    Die Zahlen, die die AfD nennt, sind ja komplett Falsch, 35 Gäste und „nur“ 15 Protestler ?
    Da ich selbst anwesend war, kann ich guten Gewissens sagen, dass es viel mehr 65% Protestler zu 35% AfDler war, und im günstigsten Fall 60% zu 40% „für“ die Protestler.
    Ich glaube schlicht und ergreifend, das hier von der AfD die Zahlen stark beschönigt werden.

    Der Herr Andreas Winhart wirkte auf mich persönlich auch etwas unsicher, daher wurde ihm immer wieder durch einen älteren Kollegen geholfen.

    Der jüngere Herr aus Rosenheim, der im Laufe der Veranstaltung als Verstärkung kam (Jura Student), war da weit aus sicherer im Auftreten

    Im Grossen und Ganzen war es aber eine sehr gute Diskussionsrunde, und gerade die Jüngeren haben sehr gute Fragen gestellt, sehr durchdacht und kritisch, war richtig interessant.

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    1. Carola Sommer

      … die Behauptung des Herrn Christian Peiker, dass dort rechte Hetze betrieben und Ängste geschürt wurden, ist einfach gelogen.

      Dieser Artikel strotzt nur so vor Populismus.
      Und die Aussage, Herr Winhart ging massiv gegen den Helferkreis vor, ist ebenfalls eine reine Lüge.

      Was man doch aus Angst vor anderen Meinungen nicht so alles zusammen fabuliert. Schon traurig.

      Mir geben eher andere Aussagen des Abends zu denken:
      Zitat: „… wenn in Rumänien das Wasser verschmutzt ist, ist das ein Grund auf Asyl in Deutschland …“
      Zitat: „… an einem Tag lieferte ich 24 Essen an die Asylanten aus, am nächsten nur noch 3 … 21 Asylanten waren einfach verschwunden …“
      Zitat: „… die Kosten zahlt doch der Staat …“

      Darüber sollten sie mal EHRLICH schreiben. Über Asylanten, die hier KEIN RECHT auf ASYL haben, über verschwundene Asylanten, die sich dann wahrscheinlich in 5 anderen Städten mit 7 unterschiedlichen Identitäten anmelden und vor allem sollten sie ihre „Anhänger“ darüber aufklären, WER der STAAT ist und woher der STAAT sein GELD bekommt.

      Mit schockierten Grüßen über diesen Artikel
      Carola Sommer

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      1. Herr Peiker wird doch ganz anders zitiert
        „… Rechte Hetze und das Schüren von Angst sind da kontraproduktiv…“
        Dass die AfD dies in einigen Fällen betreibt ist ja kein Geheimnis, es wurde aber mit keinem Wort erwähnt, dass die 3-4 AfD-Sprecher hier gehetzt hätten.

        Meistens sind die Gäste beiderseits etwas lauter geworden oder hatten eine massiv andere Ansicht, aber der Großteil der Teilnehmer beider „Lager“ waren sehr gute Diskussionspartner.

        Die Zitate spiegeln die Meinung der Fragenden wider.
        1. Ist eine Meinung, die man verträten kann oder eben auch nicht.
        2. Hier wäre die ganze Hintergrundgeschichte interessant. Im Grossen und Ganzen ist es aber natürlich fraglich, was da genau los war.
        3. Vollkommen richtig, der Staat sind wir nunmal alle, jeder einzelne Bürger, der Steuern bezahlt.

        Und das bedeutet, dsas auch wir (die nicht AfD-Wähler) ein Anrecht darauf haben, demokratisch zu entscheiden, die Regierung wählen, die unsere Werte am besten vertritt, und letztendlich somit entscheiden, in welche Kanäle das Geld Fließt.

        PS: Kleiner Anlauftipp http://afdodernpd.de/

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        1. Carola Sommer

          Sehr geehrter Herr Hruska,
          jeder der den Artikel liest und nicht dabei war, wird es genau so verstehen, wie ich es dargelegt habe. Nämlich: Die AfD ist eine rechtsradikale Partei, die Ängste schürt
          Was eben NICHT der WAHRHEIT entspricht.

          1. Rumänien ist EU Mitgliedsland und die Staatsbürger Rumäniens haben KEIN ASYLRECHT (auch nicht wenn das Wasser dreckig ist)
          2. Sie haben die „Geschichte“ dieses Mannes genau so gehört wie ich. WO SIND DIE 21 VERSCHWUNDENEN ASYLBEWERBER???
          3. Ich arbeite und zahle hier in diesem Land seit 40 Jahren Steuern. Der STAAT sind wir STEUERZAHLER genau. Erklären sie das doch mal den „anderen Gästen“, bei denen es sich um gerade mal aus der Pubertät gekommene Jünglinge handelte, die noch keinen Tag in ihrem Leben etwas zur Sozialgemeinschaft beigetragen haben (und ich hoffe, dass ich nicht irgendwann auf die angewiesen bin)

          Und das bedeutet, dass auch wir, die AfD WÄHLER ein Anrecht drauf haben (ohne spätpubertäre Unterbrechungen), demokratisch zu entscheiden, die Partei wählen, die unsere Werte am besten vertritt und letztendlich somit entscheiden, dass wir keinen Bock mehr haben, noch höhere Sozialabgaben zu bezahlen.

          Grüße
          Carola

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          1. Wenn nicht rechtsradikal, was dann?

            Ganz ohne Grund fordert Gabriel wohl keine Überwachung durch den Verfassungsschutz.

            Bernd Lucke wirft der AfD „hässliche Politik“ vor. Ich glaube nicht, dass er nur beleidigt ist, sondern schockiert.

            Schockiert, dass „seine“ Alternative zur echten NPD-Alternative geworden ist.

            Deutlich rechts von der Mitte war schon Luckes AfD, das hätte eigentlich schon reichen sollen.

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          2. Die AfD ist eine Rechte Partei, das stimmt schon!
            Aber sie ist keinesfalls radikal, die Gewalt geht meist doch von der SPD bezahlten Antifa aus, nicht von der AfD!
            Sie sollten sich besser informieren! (…)

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          3. @ Roland,7. Februar 2016 um 10:48,
            ich nehme Ihren Rat ernst und will mich besser informieren.
            1) Die Gewalt gegen Asylbewerberheime geht also nach Ihrer Erkenntnis meist von der Antifa aus. Bitte nennen Sie mir Ihre Quellen. Ich leite diese an das BKA weiter. Dieses tappt bei der Aufklärung meist im Dunklen.

            Meine Quelle u.a. „Deutlich mehr Anschläge auf Asylbewerberheime. Gewalt gegen Flüchtlinge”, tagesschau. de 13.1.2016
            https://www.tagesschau.de/inland/anschlaege-asylunterkuenfte-bka-101.html

            2) Ebenso würde mich die Quelle für Ihre zweite Behauptung „von der SPD bezahlte Antifa” interessieren.

            Ich finde es pfundig, dass Sie anscheinend als Insider in beiden Punkten so gut Bescheid wissen.

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          4. Lila Laune Bär

            Zu Punkt 3. : Dass du mit deinen Steuergeldern Kriege und Waffenexporte finanziert hast, war dir doch auch scheiß egal oder ?

            Außerdem ist dir hoffentlich bewusst, dass Konzerne und Superreiche in Deutschland Steuern hinterziehen, mit denen man fast 100 Jahre 1 Mrd. Flüchtlinge über die Runden bringen könnte. Warum schreist du nicht dagegen ? Hab leider noch kein Flugblatt von dir gesehen. (…)

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          5. Guten Tag lieber Lila Laune Bär,

            beim Lesen Deines Beitrags bin ich grade kurz ins Stutzen gekommen. Ich bin nicht so fit in Mathe, vielleicht kannst Du mir kurz bitte helfen?

            Also: Wenn wir mal annehmen – nur mal so damit wir eine Zahl haben, mit der wir rechnen können – dass es 1 € pro Tag kostet, einen Flüchtling „über die Runden zu bringen“ wie Du so schön sagst, dann würde uns dieser Flüchtling 365 €/Jahr „kosten“.
            Nehmen wir die 1 Mrd. Flüchtlinge und 100 Jahre, wie von Dir beschrieben, bin ich bei 365 * 1 000 000 000 * 100 = 36 500 000 000 000 €. Ich glaube, die Zahl spricht man “ 36,5 Billionen Euro“.
            Der gesamte Bundeshaushalt 2015 betrug 0,299 Billionen Euro. Deutschland erwirtschaftet etwa 3,6 Billionen Euro BIP im Jahr… Das heisst also, die „Konzerne und Superreichen“ hinterziehen das 10fache dessen was in diesem Land erwirtschaftet wird an Steuern?

            Hilf mir doch mal bitte beim rechnen.

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          6. Hallo – von der Aussage dieses Roland’s nehme ich dringend Abstand.
            Hier gibt es zweimal den gleichen Namen …

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    2. Franz Stemmer

      Zitat „Die Asylsuchenden haben sich nicht an der Diskussion beteiligt (sie lernen ja erst Deutsch), sondern haben draußen und oder im Gang gewartet.“ Zitat Ende

      Dem Artikel um 17:06 Uhr vom 04. Februar 2016 entnehme ich:
      Zitat: „Ein Mitarbeiter der Stiftung Attl sagte zu dem gestrigen Abend, dass die unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge der Stiftung Attl da waren, um zu lernen, dass es in Deutschland Meinungsfreiheit gibt. Darüber wollten sie heute in der Einrichtung sprechen.“ Zitat Ende

      Meine Frage dazu ist jetzt:
      Hat der Mitarbeiter der Stiftung Attl gelogen? Wie sollen denn minderjährige Flüchtlinge erfahren, dass es in Deutschland Meinungsfreiheit hat, wenn sie der Diskussion selbst nicht mal beiwohnen durften?

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      1. Der Lernfaktor ist doch sehr ersichtlich, die Jugendlichen sehen, dass hier eine offene Diskussion zwischen verschiedenen Parteien und deren Meinungen geführt wird.
        Was leider nicht in jedem Land auf unserem Planeten der Fall ist.

        Zudem empfinde ich es als sehr angemessen, dass auch Asylsuchende anwesend waren, da die AfD gerade in diesem Bereich stark aktiv ist (auf Wählerfang)

        Es ist sogar ein ausgezeichnetes Beispiel für unsere demokratischen Werte und die Meinungsfreiheit, hier sitzen und stehen sich verschiedenste Menschen und ihre Meinungen gegenüber und stellen sich einer Offenen Diskussion.

        Da der Platz im Raum sehr begrenzt war, da bereits voll mit anderen Anwesenden, mussten sich die meisten auf dem Gang aufhalten oder im Türrahmen.

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        1. Franz Stemmer

          Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich sage Ihnen aber ganz offen, dass ich selbst mit bestem Willen nicht glauben kann, dass die minderjährigen Flüchtlinge unbegleitet gewesen sein sollen.

          Das ergibt sich schon rein aus der Logik heraus aus folgenden Punkten:
          1. Sprechen sie kein Deutsch bzw. sind erst dabei es zu erlernen. Wenn man noch nicht mal in der Lage ist Deutsch zu sprechen, kann ich von einem „bereits lesen können“ noch weniger ausgehen. Es muss also jemand nicht nur explizit darauf aufmerksam gemacht haben, sondern ihnen auch gezeigt haben, wo sich dieser betreffende Ort befindet.
          2. Ist es völlig unverantwortlich, Minderjährige in einer Wirtschaft oder andernorts zu dieser späten Tageszeit unbeaufsichtigt zu lassen. Wenn das rauskommt, dann zieht das womöglich einen Skandal nach sich!
          3. Ist der Weg von Attel nach Staudham auch nicht mit einem Gang zum nächsten Zigarettenautomaten zu vergleichen. Wollen Sie mir ernsthaft vermitteln, dass die Jugendlichen allein zu Fuß da hinmarschiert sind und sie wussten womöglich intuitiv, wohin sie der Weg führt?

          Ich bin einiges gewöhnt, aber bei einer derartig widersprüchlichen Berichterstattung verlieren bei mir nun auch die regionalen Medien den noch verbliebenen letzten Funken der Glaubwürdigkeit!

          Anmerkung der Redaktion:

          Als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden Kinder/Jugendliche bezeichnet, die noch nicht volljährig sind und ohne sorgeberechtigte Begleitung aus ihrem Heimatland in ein anderes Land flüchten. Die Minderjährigen werden beispielsweise alleine von ihren Familien nach Europa geschickt, sie haben ihre Angehörigen zuvor im Krieg verloren oder verlieren sie während der Flucht.

          Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden zunächst vom örtlich zuständigen Jugendamt in Obhut genommen. Daran schließt sich ein sogenanntes Clearingverfahren an.

          Die Stiftung Attl hat ein Clearinghaus für unbegleitet, minderjährige Flüchtlinge. Auch wenn die Jugendlichen an dem Abend in Begleitung von Mitarbeitern der Stiftung Attl da waren, bleiben sie doch ‚unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge‘ in der Fachsprache.

          Mit Hilfe des Clearing-Verfahrens soll der Hilfebedarf des Jugendlichen festgestellt werden. Das Clearingverfahren klärt Fragen wie beispielsweise: Wie ist seine psychische und körperliche Verfassung, sein Gesundheitszustand?Welche Informationen gibt es zur Identität des minderjährigen Flüchtlings?Hat der Minderjährige Familienangehörige (z.B. Eltern, Onkel, Tantel, Cousin/Cousine oder erwachsene Geschwister)in der Bundesrepublik oder einem anderen Land und ist es gegebenenfalls möglich, die Familie wieder zusammenzuführen?
          Welche Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe benötigt der unbegleitete minderjährige Flüchtling im Alltag?Welche Art der Unterbringung ist für den Flüchtling geeignet und wo kann er wohnen?Wer übernimmt fortan die Begleitung zum Leben in der neuen Heimat? Welche Perspektiven hat der Flüchtling und wie können diese genutzt und ausgebaut werden? Die notwendigen weiteren Schritte werden in einem Hilfeplan festgelegt. Meist wohnen die Jugendlichen dann bis zum 18. Lebensjahr in einer sozialpädagogischen Wohngruppe.
          Ich hoffe, ich konnte helfen. Renate Drax

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          1. Renate Drax Beitragsautor

            Als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden Menschen bezeichnet, die noch nicht volljährig sind und ohne sorgeberechtigte Begleitung aus ihrem Heimatland in ein anderes Land flüchten. Die Minderjährigen werden bei-spielsweise alleine von ihren Familien nach Europa geschickt, sie haben ihre Angehörigen zuvor im Krieg verloren oder verlieren sie während der Flucht.

            Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden zunächst vom örtlich zuständigen Jugendamt in Obhut genommen. Daran schließt sich ein sogenanntes Clearingverfahren an.

            Die Stiftung Attl hat ein Clearinghaus für unbegleitet, minderjährige Flüchtlinge. Auch wenn die Jugendlichen an dem Abend in Begleitung von Mitarbeitern der Stiftung Attl da waren, bleiben sie doch ‚unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge‘ in der Fachsprache.

            Mit Hilfe des Clearing-Verfahrens soll der Hilfebedarf des Jugendlichen festgestellt werden. Das Clearingverfahren klärt Fragen wie beispielsweise: Wie ist seine psychische und körperliche Verfassung, sein Gesundheitszustand?Welche Informationen gibt es zur Identität des minderjährigen Flüchtlings?Hat der Minderjährige Familienangehörige (z.B. Eltern, Onkel, Tantel, Cousin/Cousine oder erwachsene Geschwister)in der Bundesrepublik oder einem anderen Land und ist es gegebenenfalls möglich, die Familie wieder zusammenzuführen?
            Welche Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe benötigt der unbegleitete minderjährige Flüchtling im Alltag?Welche Art der Unterbringung ist für den Flüchtling geeignet und wo kann er wohnen?Wer übernimmt fortan die Begleitung zum Leben in der neuen Heimat? Welche Perspektiven hat der Flüchtling und wie können diese genutzt und ausgebaut werden? Die notwendigen weiteren Schritte werden in einem Hilfeplan festgelegt. Meist wohnen die Jugendlichen dann bis zum 18. Lebensjahr in einer sozialpädagogischen Wohngruppe.
            Ich hoffe, ich konnte helfen.

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          2. Franz Stemmer

            Vielen Dank, das erklärt schon einige Dinge. In dem Artikel von 17:06 Uhr vom 04. Februar 2016 heisst es in den Kommentaren, dass es keinen Bus gegeben habe. Das scheint mir aber jetzt bereits geklärt.

            Mich würde jetzt vor allem noch interessieren, wie Sie denn nun das Kerzenlicht und eine Mahnwache mit dem Lehrstoff in Verbindung bringen wollen. So stand in dem anderen Artikel:
            Zitat: // Monika Rieger, Sprecherin des Patenprojekts Asyl Wasserburg
            Ein Mitarbeiter der Stiftung Attl habe gegenüber Monika Rieger zu dem gestrigen Abend gesagt, dass die unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge der Stiftung Attl da waren, um zu lernen, dass es in Deutschland Meinungsfreiheit gibt. Darüber wollten sie heute in der Einrichtung sprechen. // Zitat Ende

            Wie genau erklären Sie denn die Mahnwache, wenn die Jugendlichen denn sonst nicht aktiv teilgenommen haben sollen? Also für mein Verständnis ist das eindeutig eine Instrumentalisierung und möglicherweise sogar ein eklatanter Verstoß gegen die Fürsorgepflicht.

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    3. Vielleicht solltet ihr Linken und Grünen mal aus eurem Dornröschenschlaf aufwachen!

      Wäre es nicht besser, Hunderttausenden Flüchtlingen, die in Deutschland keine Chance auf Asyl haben, erst gar nicht Anreize zu geben, sich auf eine gefährliche und beschwerliche Reise zu begeben…?

      Würde das nicht die Situation wirklich hilfsbedürftiger Asylbewerber verbessern, die hier nun Monate lang verharren müssen, weil ein Land langsam im Chaos versinkt…

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      1. Das BAMF und seine nachgeordneten Behörden versinken im Chaos, nicht „ein Land“. Das schlägt sich bisher nämlich ganz wacker.
        Aber davon abgesehen haben Sie Recht: Es wäre durchaus sinnvoll, möglichst viele Menschen davon abzuhalten, sich auf den gefährlichen Weg zu machen, weil sie keine Chance auf Asyl haben. Damit wäre auch den tatsächlich Schutzbedürftigen geholfen.

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        1. Ganz stimme ich ihnen nicht zu, Polizei Grenzschutz etc. Ist auch alles schon am Limit, wenn man bedenkt, dass alleine im Januar 15.000 Menschen über die Grenzen Deutschlands gekommen sind – ohne von zuständigen Stellen erfasst worden zu sein – geschweige denn, ärztlich untersucht sind. Sich dann zwar
          selbstständig bei den Ämtern gemeldet haben – trotzdem frage ich mich ehrlich gesagt schon, wie hoch die Dunkelziffer derer sein mag, die sich hier illegal aufhalten.

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          1. Lila Laune Bär

            Ist das nicht nachvollziehbar ? Ich bin jetzt mal geradeaus und ehrlich. ICH würde mich auch nicht zwangsläufig melden, wenn ich wüsste, dass das die Folge haben kann, dass ich wieder abgeschoben werde, nachdem ich mein Leben riskiert habe um nicht im Bürgerkrieg oder an Unterernährung zu krepieren 😀

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      2. Das wäre auch unser Wunsch, dass es kein Mensch nötig hat, zu fliehen . aber da ist die Politik zu ändern und nicht mit Waffengewalt.

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        1. Rainer Franzolet

          Na ja, wenn Propaganda auf Fakten trifft. Es ist schon erstaunlich, was Grüne und rote Ideologen so alles zusammendichten, um ihr Weltbild zu stützen.

          Fakten und Rationalität bleiben da einfach auf der Strecke.

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