Lehrer zu Gast in junger, innovativer Brauerei

Wasserburger Delegation in der Camba Bavaria am Dorfrand von Truchtlaching

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAEine besondere Brauereiführung durften die Lehrer des BLLV-Kreisverbandes Wasserburg in der Camba Bavaria am Dorfrand von Truchtlaching im Chiemgau erleben. Hinter den Mauern der alten Mühle befindet sich eine junge, innovative und durchaus exklusive Brauerei mit einer enormen Biervielfalt. Seit 2008 wird hier Bier gebraut, mittlerweile bereits mehr als 50 verschiedene Sorten, vom traditionellen Weißbier über das Camba Pale Ale bis hin zu Camba Oak Aged Bieren, die durch eine mehrmonatige Reifung in Eichenholzfässern unterschiedlichster Herkunft veredelt werden. Die Philosophie der preisgekrönten Brauerei besteht darin …

… die Bierkultur zu wahren, das Besondere in seiner Exklusivität zu erhalten und mit kreativen Bierinnovationen aus aller Welt zu verbinden. Auf diese Weise können zahlreiche Bierspezialitäten mit einer großen geschmacklichen Vielfalt hergestellt werden.

Nach dem Empfang durch eine fachkompetente Biersommeliere und dem Genuss einer kleinen Bierprobe erhielten wir zunächst viele interessante Informationen zur Entstehungsgeschichte der Brauerei. Im Jahr 2003 gründete ein innovativer Brauer, Markus Lohner, der einige Jahre als Braumeister in den USA gearbeitet hatte, die Firma BrauKon, die sich auf die Entwicklung und den Bau von Brauanlagen weltweit spezialisierte.

Fünf Jahre später wurde im Obergeschoß der Mühle ein Brau-Technikum als Forschungs- und Versuchsanlage errichtet, eine ideale Voraussetzung für eine außergewöhnliche Biervielfalt. Die Camba Bavaria war entstanden. Der Name „Camba Bavaria“ wurde dabei bewusst gewählt, bedeutet doch „Camba“ im Keltischen „Braupfanne“ und die Ergänzung „Bavaria“ passt gut zu Truchtlaching, das einer Keltensiedlung entstammt.

Nach dieser informativen Einführung in die Brauereigeschichte führte die Biersommeliere in das Malzlager bzw. in die Mälzerei. Hier wird das Malz, die eigentliche Seele des Bieres, für die Bierherstellung vorbereitet.

Überrascht waren die Wasserburger von der Vielfalt der Malzsorten, die vom Münchner Malz über das Sauermalz bis hin zu Caramel- und Röstmalzen reichen. Die eigentliche Bierherstellung, beginnend mit dem Maischen über das Würzekochen und der Hopfenbeigabe bis hin zur Gärung und Reifung, wurde uns gut verständlich im kleinen Maßstab und mit einfachsten Medien erklärt. Dazu bedurfte es lediglich einer alten Kaffeemühle, eines Feuerzeugs, eines Blechbehälters mit Siebeinsatz, eines Löffels und der erforderlichen Bierinhaltsstoffe Malz, Hopfen, Hefe und Wasser.

Für das Durchspielen des Brauprozesses stellte sich Tobias aus unserer Lehrergruppe als „Braulehrling“ zur Verfügung. Er agierte mit großem Geschick und setzte die Anweisungen der Biersommeliere gekonnt um.

Wie intensiv der Geschmack eines Bieres insbesondere durch die unterschiedliche Beigabe von Bitterhopfen und Aromahopfen beeinflusst werden kann, konnte zum Abschluss der Führung bei einer Probe einer besonderen Bierspezialität direkt aus dem Zwickelhahn erlebt werden..

Das gemütliche Zusammensitzen nach der informativen und interessanten Führung durfte natürlich nicht fehlen. So wurde noch einige Zeit in der Brauereigaststätte mit ihrem urigen Ambiente verbracht, die servierten bayerischen Schmankerl genossen, die umfangreiche Bierkarte studiert und über die verschiedenen Biersorten des Hauses gefachsimpelt.

bg

Foto: Frank Neugebauer

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