Kulturschaffende ziehen an einem Strang

„Kulturkreis" als neuer Dachverband für Wasserburg gegründet

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kulturkreis_kDas hat es in der jüngeren Geschichte Wasserburgs noch nicht gegeben: Die Kulturschaffenden der Stadt sitzen an einem Tisch und wollen künftig allesamt an einem Strang ziehen. Was der Wirtschafts-Förderungs-Verband für die Geschäftsleute und der Fremdenverkehrsverband für die Gastronomen ist, soll der neue „Kulturkreis Wasserburg“ jetzt für alle kulturellen Organisationen, Kulturinitiativen, Kulturschaffenden und Künstler sein. Eine Art Dachverband der Wasserburger Kultur also. Gegründet wurde der neue Verein jetzt im Theater BELACQUA. 

Mit dabei sind unter anderem auch der AK68, das „Narrenschiff“, das Kino Utopia und der Theaterkreis.

Initialzündung für die Gründung des neuen Vereins war die Errichtung der Freiluftbühne am Inn für das Wasserburger Bürgerspiel. „Der Theaterkreis hat dabei erste Kontakte zum BELACQUA und zu ‚Wasserburg leuchtet‘ geknüpft. Wir waren uns schnell einig, dass der Spielort am Inndamm für Theater und Musik nahezu ideal ist“, so der Vorsitzende des neuen Wasserburger Kulturkreises, Christian Huber. Deshalb habe man versucht, auch andere Kulturschaffende für den Spielort zu begeistern. „Wir trafen uns ein paar Mal im BELACQUA und stellten fest, dass wir letztlich alle die gleichen Interessen haben.“ Da sei es nahe gelegen, sich endlich zusammenzuschließen, so Huber.

Ziel des neuen Vereins sei es, eine gemeinsame kulturelle Ausrichtung der Stadt zu erreichen, die Öffentlichkeitsarbeit zu konzentrieren und die Kunst- und Kulturschaffenden zu fördern und enger zu vernetzen. „Letztlich wollen wir auch die eine oder andere gemeinsame Veranstaltung initiieren, um die Marke Wasserburg als Kulturstadt zu festigen“, so Huber. Obwohl sich derzeit die Verhandlungen mit den Behörden nicht ganz einfach gestalten, soll auch weiterhin an der Freiluftbühne am Inndamm festgehalten werden. „Es ist einfach unwahrscheinlich schwierig, wie bisher ums Rathaus herum Bühne und Tribünen zu installieren und dort Theater oder Konzerte aufzuführen. Wir brauchen nur an die Anwohner zu denken“, sagte Uwe Bertram vom Theater BELACQUA, der zu einem von sechs Beiräten des Kulturkreises gewählt wurde. Am Inndamm hätte man die nötig Infrastruktur, eine tolle Naturkulisse und „schone“ zudem die Altstadt.

Bei der Gründungsversammlung war man sich einig, künftig die Interessen der Kulturschaffenden auch gegenüber der öffentlichen Hand stärker in den Vordergrund zu rücken. „Kultur gibt’s nicht zum Nulltarif, auch wenn’s bei uns oft so aussieht, weil sich in der Stadt und im Umland unwahrscheinlich viele unentgeltlich und ehrenamtlich engagieren“, so Huber. Rückendeckung bekam er bei der Gründungsversammlung von der Kulturreferentin der Stadt Wasserburg, Edith Stürmlinger: „Ohne die Ehrenamtlichen würde kulturell tatsächlich so gut wie gar nichts laufen.“ Und Jürgen Häuslmann brachte es auf den Punkt: „Deshalb sehe ich den Kulturkreis auch weniger als klassischen Verein, sondern als starke Interessenvertretung.“

Die Gründungsmitglieder des Kulturkreises Wasserburg e.V. (in Gründung): Die Kulturreferentin der Stadt, Edith Stürmlinger, Jürgen Häuslmann für „Die Schranne“, Urs Hasler von „Wasserburg Leuchtet“, Dr. Markus Brezina, Vorsitzender des AK68, Uwe Bertram, Leiter des Theaters BELACQUA, Jörg Herwegh vom „Narrenschiff“ sowie der Vorsitzende des Theaterkreises Wasserburg, Josef Christandl, und Kino-Chef Rainer Gottwald. Zum 1. Vorsitzenden des neuen Vereins wurde Christian Huber vom Bürgerspiel gewählt. Ihm zur Seite stehen Jürgen Häuslmann (2. Vorsitzender) und Urs Hasler (Schatzmeister). Alle anderen wurden stimmberechtigte Beiräte.

Neue Mitglieder aus der Wasserburger Kunst- und Kulturszene sind jederzeit willkommen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 100 Euro im Jahr. Interessenten können sich an den Kulturkreis-Vorsitzenden, Christian Huber, Ledererzeile 56, in Wasserburg wenden. Telefon: 08071/9 20 60 40.

Auf dem Foto von links: Rainer Gottwald, Jürgen Häuslmann, Jörg Herwegh, Dr. Markus Brezina, Sepp Christandl, Edith Stürmlinger, Christian Huber, Uwe Bertram und Urs Hasler (rechts hinten).

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