Kreditverträge vom Anwalt prüfen lassen

Unsere Experten-Kolumne heute vom Wasserburger Rechtsanwalt Wernthaler

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ra_wernthalerIn diesen Tagen hat das höchste deutsche Gericht für Zivilstreitigkeiten, der Bundesgerichtshof, bestätigt, dass die Banken bestimmte Bearbeitungsgebühren zu Unrecht erhoben haben. Außerdem hat das Gericht entschieden, dass die Kunden berechtigt sind, diese Gebühren für alle seit November 2004 abgeschlossenen Kreditverträge zurückzufordern. Allerdings endet die Frist, bis zu der man diese Ansprüche geltend machen kann, am 31.12.2014. Dabei geht es im Einzelfall um keine kleinen Summen, weiß unser Wasserburger Experte, Rechtsanwalt Bastian A. Wernthaler. 

Wernthaler nennt ein Beispiel: „Als sich Hans M. im Frühjahr 2006 einen neuen BMW 525 kaufen wollte, ist er zu seiner Bank gegangen und hat einen Kredit über  30.000 Euro erhalten. Damals musste er eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 1.000 Euro zahlen. Auch wenn er diesen Kredit inzwischen zurückgezahlt hat, kann er 1.000 Euro heute zurückfordern. Das hat folgenden Grund: Wer privat einen Kredit bei seiner Bank, z.B. für den Kauf seines Autos oder für seine Wohnungseinrichtung, erhalten hat, hat dafür fast immer neben den Zinsen auch eine Bearbeitungsgebühr bezahlt. Dieses Entgelt betrug oft bis zu 4% der Kreditsumme. Bei einem Kredit in Höhe von 30.000 sind das immerhin 1.200 Euro.“

Der Rechtsanwalt weiter: „Der Bundesgerichtshof hat jetzt bestätigt, dass die Banken diese Gebühren zu Unrecht erhoben haben. Außerdem hat das Gericht entschieden, dass die Kunden berechtigt sind, diese Gebühren für alle seit November 2004 abgeschlossenen Kreditverträge zurückzufordern. Diese Entscheidung gilt für jegliche Art von privaten Krediten und Darlehen – also auch für Baufinanzierungen – aller Kreditinstitute. Es empfiehlt sich in jedem Fall, einen Kreditvertrag schnellstmöglich von einem Anwalt prüfen zu lassen. Der Anwalt wird dann dafür sorgen, dass die Verjährung nicht eintritt.“

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