Knappes „Ja“ zur Sonnenblume

Bauausschuss genehmigt neuartige Solaranlage für Wohngebiet in Attel

image_pdfimage_print

maxresdefault

Mit vier gegen drei Stimmen hat der Wasserburger Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung eine neuartige Solaranlage im Wohngebiet oberhalb der B15 in Attel genehmigt. Dort sollen auf drei Grundstücken so genannte „Smartflower“-Anlagen (Foto) aufgestellt werden. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus, nachdem sowohl die Verwaltung, als auch der Bürgermeister ihre Bedenken geäußert hatten. „Das fügt sich nicht …

… in die umliegende Bebauung ein“, so Helmut Schmid vom städtischen Bauamt. „Mit fast fünf Metern Höhe – im komplett ausgefahrenen Zustand – ist das schlichtweg ein Fremdkörper.“ Und Bürgermeister Michael Kölbl blies ins gleiche Horn: „Außerhalb von bebaubaren Flächen ist das städtebaulich meiner Meinung nach nicht vertretbar.“

Das sahen die Stadträte quer durch die Fraktionen allerdings anders. Sowohl Norbert Bourtesch (Bürgerforum), als auch Christian Stadler (Grüne) und Wolfgang Schmid (CSU) nannten die Anlage eine interessante, technische Neuerung zur alternativen Energiegewinnung, die eine Chance verdient habe.

Man dürfe sich neuer, umweltfreundlicher Technik nicht verschließen. „Die Smartflower ist so neu, dass wir gar nicht wissen können, ob sie sich in die umliegende Bebauung einfügt oder nicht“, ergänzte Stadler.

Friederike Kayser-Büker (SPD) wollte wissen, in wieweit die Anlage auch sicher sei. Immerhin könne man durch die Sonnenkollektoren hohe Temperaturen generieren. CSU-Stadtrat Andreas Aß sagte, dass er zu wenig Informationen über die Anlage habe. Er brauche Bedenkzeit. Die wollte wiederum Bürgermeister Kölbl nicht einräumen, „denn die Anträge müssen innerhalb von zwei Monaten nach Eingang bei der Verwaltung behandelt sein. Sonst gilt das Einvernehmen der Kommune automatisch als erteilt.“

Nachdem sich auch die Nachbarn mit den Anlagen einverstanden erklärt hatten, stimmten vier der sieben Ausschussmitglieder für die Errichtung der Anlagen, drei dagegen. Die letzte Entscheidung hat jetzt das Landratsamt. HC

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.