Klimawandel: Packender Vortrag von Prof. Graßl

Abend der Initiative Energiedialog 2050 der Stadt begeisterte

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Bild PresseinfoWasserburg – Lang anhaltender Applaus für diesen packenden Vortrag: Über den Klimawandel hat Prof. Dr. Hartmut Graßl die zahlreichen Zuhörer im Rathaussaal von Wasserburg informiert – und vor allem begeistert. Graßl kam auf Einladung des Energiedialog Wasserburg 2050 in die Stadt. Der gebürtige Berchtesgadener lebt in Hamburg und hat im Laufe seiner langen Karriere als Wissenschaftler und Klimaforscher viele Regierungen beraten. Dieses tiefgründige Wissen und seine Erfahrung konnte man eindrucksvoll in seinem Referat erleben.

„Die Erde tritt in eine neue geologische Epoche ein, auch Anthropozän genannt, während der die Entwicklung des Planeten überwiegend durch die Effekte der Aktivitäten des Menschen kontrolliert sein wird, vor allem durch die Emissionen von Kohlendioxid“, war die zentrale Botschaft von Graßl. Verständlich und wissenschaftlich begründet erklärte er den aufmerksamen Zuhörern zunächst den Treibhauseffekt und welche Klimaänderungen, wie zum Beispiel der Anstieg des Meeresspiegels, beobachtet werden.

Besonders interessant wurde es beim Rückblick auf die politische Entwicklung, bei denen er mit Hintergründen aus seinen persönlichen Gesprächen, z. B. mit Helmut Kohl, deutlich machte, wie schwierig es ist, einen globalen Konsens zu finden. Aber auch die erreichten Erfolge wurden von ihm erwähnt. Herausgehoben wurde hierbei das Montrealer Protokoll, welches ein Verbot der FCKW und in der Folge die Erholung der Ozonschicht brachte.

Plädoyer für Photovoltaik

Entgegenwirken könne man dem Klimawandel am besten durch einen hohen Anteil von regenerativer Energie. In Bayern biete sich aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung vor allem Photovoltaik an, stellte Prof. Graßl fest. Die Zwischenspeicherung der Energie sollte dazu mit sehr effizienten Pumpspeicherkraftwerken erfolgen. Gegenüber dem bayerischen Ministerpräsidenten, Horst Seehofer, habe er angeregt, gemeinsam mit Österreich eine regionale Energieversorgung aufzubauen.

Zum Abschluss des Vortrags gab es lange anhaltenden Applaus des Publikums und einige Fragen, die Prof. Graßl, ausführlich beantwortete. Weitere Informationen auch unter: www.energiedialog-wasserburg.de   -ck-

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