Klartext Polizeichef: Für Sperrzeit um 2 Uhr!

Altstadt: Alkohol und wachsende Respektlosigkeit größte Sorge

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PolizeichefKlartext sprechen – das tat Wasserburgs Polizeichef Manfred Brandt gestern bei einem Gespräch mit der Wasserburger Stimme. Wie er die Situation in der Altstadt – die beklagten Ruhestörungen in der Nacht, die Randale und den Vandalismus (wir berichteten) – beurteilt und was er als Gegenmaßnahmen vorschlägt: www.wasserburger-stimme.de …

Nein, eine Videoüberwachung, die immer wieder gefordert wird –  ist nicht der Wunsch des Polizeihauptkommissars. Brandts Lösung: „Die Sperrzeit sollte in der Altstadt auf 2 Uhr festgelegt werden.“

Sorgen bereite ihm der Werteverfall bei den jungen Menschen. Die Respektlosigkeit. In Wasserburg herrsche eine Unkultur, was das Provozieren der Polizei angehe. Und „geradezu pervers“ findet er es, einfach nur auszugehen, um sich einen Rausch anzutrinken. Das „Vorglühen“ sei mittlerweile krankhaft …

Er wolle nichts verallgemeinern, betonte der Polizeihauptkommissar. „Aber einige wenige reichen, um eine ganze Schar zu vereinnahmen und zu bestimmen, wodurch man zu einer Gruppe gehört, oder eben nicht. Eine Sperrstunde um 2 Uhr, das sei nach Meinung von Brandt die einzige Chance, nachts in der Altstadt einigermaßen für Ruhe zu sorgen.

Dass das den Gastronomen in der Altstadt nicht passen werde, das sei ihm auch klar. Leider gebe es auch hier schwarze Schafe, die nicht in der Lage seien, unmittelbar vor ihren Lokalen für Ruhe und Ordnung zu sorgen. „Niemand sagt etwas, wenn es mal a bissal lustig hergeht. Aber Randale und Vandalismus und Herumgegröle – das geht nun mal zu weit.“ Türsteher seien das Mindeste, was man von Lokalen in so einer engen Wohnbebauung erwarten könne.

Seit es das Rauchverbot in den Gaststätten und Bars gebe, habe sich der Lärm nun mal auf die Straße und vor die Lokale verlagert. Und jetzt, wenn das Frühjahr und der Sommer bevorstehe, werde sich das noch zusehend verstärken.

Zum Thema mangelnde Präsenz der Polizei in der Altstadt legt der Polizeichef auch die Stirn in Sorgenfalten. Zum einen fragt er: „Mit welchem Personal?“ Zum anderen sei es eine Tatsache auch in Wasserburg, dass das Verhalten der Jugendlichen gegenüber den Ordnungshütern unglaublich negativ sei. Allein das Tragen der Uniform würde zu noch mehr Lärm in der Altstadt beitragen. Buh-Rufe seien noch das Harmloseste. Schon 13-Jährige würden die Polizei auf offener Straße anpöbeln. Die Gesellschaft habe sich hier extrem verändert. Der Alkoholkonsum tue sein Übriges – er gehöre ja fast schon zum guten Ton.

Leider nicht selten mit den schlimmsten Folgen. Denke man nur an den Sturz einer 16-jährigen Gymnasiastin vom beliebten Treffpunkt auf dem Parkhausdach an der Kellerstraße Das Mädchen war mit einer Clique auf dem Dach des Gebäudes, rutschte ab und verletzte sich lebensgefährlich. Das Unglück ereignete sich im vergangenen Jahr (wir berichteten).

Sicherheitsgespräch im Rathaus nächste Woche

In der kommenden Woche findet das alljährliche Sicherheitsgespräch der Stadt gemeinsam mit der Polizei und den Gastwirten im Wasserburger Rathaus statt. „Wir werde sehen, was dabei herauskommt“, sagte Brandt. Es sei wichtig, sich zusammen zu setzen und gemeinsam zu reden.

Verändertes Ausgehverhalten

Gestern wurde eine aktuelle Studie der bayerischen Polizei zur veränderten Qualität der Alkohol-Konsumpraktiken und des Ausgehverhaltens von jungen Menschen veröffentlicht. Nach Ansicht der Psychologin, Dr. Figen Özsöz, unter deren Federführung eine Studie der kriminologischen Forschungsgruppe der Bayerischen Polizei gestern veröffentlicht wurde, gibt es eine veränderte Qualität der Alkohol-Konsumpraktiken und des Ausgehverhaltens von jungen Menschen. Demnach bestimme in der heutigen Generation vielfach das Rauscherlebnis den Anlass und die Art des Konsums. Vor allem kristallisiere sich meist eine Risikogruppe heraus, die regelmäßig große Mengen Hochprozentiges trinke, um sich gezielt in einen tiefen Rauschzustand zu versetzen.

Hinzu komme, dass junge Menschen früher ihre ersten Alkoholerfahrungen eher im privaten Rahmen gemacht haben, heute dagegen bevorzugt auf öffentlichen Plätzen trinken. Generell werde eine Tendenz erkennbar, sich über einen längeren Zeitraum hinweg im alkoholisierten Zustand im öffentlichen Raum aufzuhalten, so heißt es in der Studie weiter.

Alkohol immer und überall verfügbar

Einen nicht ganz unwesentlichen Einfluss scheine hierbei die aktuell fortschreitende Ausweitung der Verfügbarkeit von Alkohol – gefördert durch Billigangebote, durchgängige Verkaufszeiten an Tankstellen und Sperrzeitverkürzungen für Gaststättenbetriebe – zu haben.

Die neuen Trink- und Freizeitgewohnheiten der Jugend würden ein hohes Risikopotenzial beinhalten. Neben einer Alkoholvergiftung, die eher junge und unerfahrene Konsumenten treffe, wachse allgemein die Gefahr gewalttätigen Handelns.

Noch viel mehr als früher müsse die Prävention zum Schwerpunkt sozialer Arbeit gerade an Schulen werden, so der dringende Appell.

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25 Gedanken zu „Klartext Polizeichef: Für Sperrzeit um 2 Uhr!

  1. Wasserburger Jugend

    Sperrstunde bedeutet, die Straßen sind noch voller und die Leute noch früher besoffen, da soll der Hr. Polizist mal nach England fahren und sich anschauen wie es da auf den Straßen zugeht.
    Zur Respektlosigkeit ist zu sagen so wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus, wenn ich anlasslose „Routinekontrollen“ durchführe und die Menschen dabei so dermaßen von oben herab behandle, brauch ich mich nicht wundern, wenn die Jugend eine Ablehnung gegenüber der Staatsgewalt bekommt. Die Cops von heute müssen lernen, dass eine Uniform jemanden noch lange nicht zu einer „Respektperson“ macht, Respekt muss man sich erarbeiten und gerade die Wasserburger oder auch Rosenheimer Polizei tut nichts dafür.

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    1. Gast bei Fichter

      sag mal, wie alt bist du denn?

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      1. Wasserburger Jugend

        Was spielt das für eine Rolle?

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        1. Schon mal Ärger mit der Polizei gehabt, da du diese so negativ beurteilst????? Respekt sollten die Jugendlichen gegenüber der Polizei haben, nicht umgekehrt…… tststs

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          1. Die Polizei muss einfach akzeptieren, dass die grundsätzliche Obrigkeitsgläubigkeit unserer Vorgängergenerationen ein für alle mal vorbei ist.
            Wie „Wasserburger Jugend“ richtig sagt, macht eine Uniform (oder die Tatsache, dass jemand am längeren Hebel sitzt) niemanden zu einer Respektsperson.
            Die Älteren unter uns mögen das seltsam finden, aber langfristig wird sich auch die Polizei schlicht und einfach einen anderen Umgang angewöhnen müssen, um die jungen Menschen von heute zu erreichen und zu konstruktiven Lösungen zu kommen.
            Denn Respekt beruht nun mal auf Gegenseitigkeit, egal ob Polizist oder nicht.

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  2. Wolfgang Smasal

    Polizeichef Brandt hat zweifellos recht, dass mit der derzeitigen Personalstärke eine Ausweitung der Kontrollen nicht machbar ist. Ich bin jedoch ein Gegner der Sperrstunde weil dies nur bedeuten würde, dass die überwiegend jungen Leute nach z.B. Rosenheim fahren müssten. Fürs Erste sollte es reichen das Alkoholverbot in der Altstadt strenger zu kontrollieren und Platzverweise auszusprechen. Die Polizei ist hier gefordert. Dass unsere Ordnungshüter immer wieder Ziel von hirnlosen Pöblern und Angetrunkenen werden ist leider Realität aber ich denke für den Großteil der Wasserburger sprechen zu dürfen wenn ich sage, dass sich die Polizei nicht vor Halbwüchsigen zu verstecken braucht. Wir waren alle mal jung und haben auch mal gefeiert aber Respekt vor der Polizei hatten wir immer. Wenn das heute nicht mehr so sein soll dann müssen die betreffenden Leute diese Lektion eben noch lernen.

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    1. Wasserburger Jugend

      Inwiefern meinen sie dass mit “ ihre Lektion lernen“ ?

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  3. Peter Fichter, Gastronom

    Zur Forderung von Herrn Brandt fällt mir folgendes Lied des österreichischen Komponisten Georg Kreisler ein: Schützen wir die Polizei!

    http://www.youtube.com/watch?v=evIhyiEv7Rw

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    1. Gast bei Fichter

      sonst nix????

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  4. Liebe Wasserburger Jugend! Meine Jugend liegt ja schon ein paar Jahre zurück aber auch zu unserer Zeit gab es Phasen in denen es in Wasserburg ganz schön rund ging. Das war immer so und das wird immer so sein denn die Jugendlichen einer jeden Generation werden von den Älteren als die schlimmste aller Zeiten eingestuft.
    Respekt ist heute ein Wort das von der heutigen Jugend sehr strapaziert wird. Respektvoller Umgang untereinander sollte selbstverständlich sein und muß nicht erst erarbeitet werden. Respekt ist etwas was von Anfang an da ist, was man aber auch verlieren kann.
    Das Problem das Ihr angesprochen habt ist bekannt. Bei genauerer Recherche der angeblich „anlasslosen Routinekontrollen“ tauchten immer wieder die gleichen Namen von Polizisten der PI Wasserburg auf die mit ihrem Benehmen aus der Rolle fielen. Seit einiger Zeit scheint es aber um die Herren ruhig geworden zu sein. Dieses Handeln muß nicht sein und hier ist die Polizei in der Pflicht sowas abzustellen. Inzwischen sind Polizeibeamte aufgetaucht die einen sehr guten Draht zu den Jugendlichen haben. Darum denkt daran das es sehr viele Polizisten gibt die einen absolut guten Job machen und denen eine ruhige Nacht und ein netter Ratsch auch lieber ist als sich mit ein paar Chaoten rumzuärgern. Versetzt Euch mal in die Situation, in der sich der Polizist bei einem präventiven Rundgang blöd anmachen lassen kann aber jeder heil froh ist wenn er fünf Minuten später dann für Ordnung sorgt weil die Gewalt eskaliert ist und ein paar Hirni’s mit Fäusten und Messern aufeinander los gehen und er nebenbei riskiert selbst verletzt zu werden. Liebe Wasserburger Jugend, das ganze geht auch in die andere Richtung. Ihr seht ja in der obigen Aussage des Herrn Brandt das er den Werteverfall pauschalisiert und allen jungen Menschen ankreidet. Ich weiß, nicht alle von Euch fallen aus der Rolle und die Anzahl derer mit schlechter Kinderstube sind überschaubar und bekannt. Deckt und toleriert nicht das Missverhalten Einzellner und lasst Euch da nicht mit rein ziehen. Es gibt durchaus Polizisten die Euer Freund und Helfer sein wollen und nicht die Spassbremsen die Euch das Fortgehen versauern. Bedenkt das Sie es sind die regelmäßig das Leid erleben wenn sie wegen Körperverletzung oder einem schweren Verkehrsunfall, sogar mit Todesfolge, aufgrund von Alkohol- oder Drogeneinfluß ermittel müßen. Oft genug erwischt es dabei dann einen Unschuldigen und viel zu oft einen jungen Menschen.
    Also, bitte einfach mal „krasser Reespekt“ vor der Arbeit der Polizei, wenn es auch bei manchen Beamten schwer fällt, und „krasser Reespekt“ von Polizei kommt bestimmt zurück.
    Da ist sich ganz sicher…
    da Dieda

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    1. Wasserburger Jugend

      Dito!
      Eigentlich ist dem nichts hinzuzufügen.

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    2. Der Respekt vor der Arbeit der Polizei und den Polizisten wäre wünschenswert und angebracht.
      Aber hier geht es nicht allein darum. Es geht auch um den fehlenden Respekt vor den Anwohnern,
      den Bürgern der Stadt, die den Lärm, den Dreck, die Zerstörungen und all diese
      Begleiterscheinungen hemmungslosen Trinkens aushalten müssen.

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  5. Herrengasse....

    Als Anwohner muss ich leider sagen das eine Sperrstunde auf 02.00 Uhr nichts bringen wird. Man verlagerd das Problem nur nach vorne. Man sollte eher mal die einschlägig bekannten „Problem“Lokal wie M14 und Sonderbar in Regress nehmen. Wenn „Auflagen“ wie ein Türsteher und des schließen der Türen in der Herrengasse ab 24.00Uhr nicht ernst genommen werden, sollten man da mehr durchgreifen. Die Präsenz der Polizei ist nicht wirklich das Problem sondern das ignorante Verhalten der Wirte. Wenn Auflagen nicht fruchten (die eine Stadt Wasserburg nicht mal annähernd kontrolliert), sollte man vielleicht andere Schritte in Erwägung ziehen wie Geldstrafen oder den Entzug der Konzession oder ähnliches. Vielleicht sollte sich der Stadtrat (sind ja eh bald Wahlen, man will ja schließlich keine Wähler verlieren) selber mal ein Bild davon machen und nach 24 durch die Stadt gehen, als darüber zu diskutieren ob man eine Sperrstunde einführt, die rein Rechtlich eh nicht durchsetzbar ist.

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  6. Sabine Riemer

    Respekt lernt man zu Hause und zwar vor 3Uhr morgens und vor dem 13 Lebensjahr!
    Respektlosigkeit ist das Versäumnis der Eltern seinen Kindern zu lehren, dass man auch cool sein
    kann, ohne andere in irgendeiner Weise zu verletzen – egal ob sie eine Uniform tragen oder nicht.
    Zusätzlich schlimm, wenn denen, die das größte Mundwerk haben, auch noch der Mumm fehlt, Fehler einzu-
    gestehen….

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  7. Ein kleiner Denkanstoß :
    Ich bin ja nicht vor Ort- aber aus der Ferne betrachtet denke ich die Situation schreit nach einem Dialog mit den Jugendlichen und vor allem nach einen Raum für die Jugend.
    Ich denke an meine Jugend und wie gut es war , dass wir ein Jugendzentrum hatten…

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    1. Liebe Leute, und vor allem lieber Hr. Brandt,
      aus meiner Sicht der Dinge bewirkt eine Sperrstunde bereits um 2.00 Uhr keinerlei Veränderung der Problematik. Denn was hierdurch versucht wird, ist nichts anderes als eine Sympthombehandlung. Das wäre das gleiche, wie wenn ich versuche eine Entzündung mit Schmerzmitteln und Fiebersenkern zu behandeln. Das mag eine Zeit lang ganz gut funktionieren, aber das Grundproblem ist damit nicht aus der Welt geschafft und holt einen früher oder später mit meist schlimmeren Auswirkungen wieder ein. Ich selbst bin in Wasserburg aufgewachsen und hatte in der Vergangenheit auf Grund von Fehlern, die ich gemacht habe, immer wieder Kontakt mit der Polizei, dabei ist mir aufgefallen, die meisten Polizisten verhalten sich korrekt und respektvoll, werden aber von einigen wenigen beeinflusst. Und waren es nicht ihre Worte Hr. Brandt – aber einige wenige reichen, um eine ganze Schar zu vereinnahmen und zu bestimmen, wodurch man zu einer Gruppe gehört, oder eben nicht. Wenn sie das schon so sehen, was soll denn dann erst ein Jugendlicher denken??? Versteht mich bitte jetzt, nicht falsch, ich will nicht der Polizei den schwarzen Peter zuschieben, sondern lediglich darauf aufmerksam machen, dass es immer 2 Ansichten gibt und auf jede Aktion auch eine Reaktion erfolgt. Sind wir mal ganz ehrlich, auch wir haben uns als Jugendliche betrunken, teils auch bis zum Erbrechen, weil wir unsere Grenzen nicht kannten und weil wir es nicht durften. Genau das macht doch einen Jugendlichen aus, er testet seine Grenzen und sammelt Erfahrungen. Dabei übt doch gerade das Verbotene einen besonderen Reiz aus. Wenn also um 2.00 Uhr Sperrstunde ist, um zu verhindern, dass Jugendliche gröhlend und sturzbetrunken durch die Stadt ziehen, ist doch genau das interessant. Ausserdem verlassen dann alle zur gleichen Zeit die Lokale, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Konflikte, Schlägerein und Randale ergeben, eher steigt als abnimmt.

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  8. Das Problem ist nicht eine fehlende Sperrstunde, sondern die mangelnde Durchsetzung der bestehenden Regelungen durch die Wasserburger Polizei, Stadt Wasserburg und Landratsamt Rosenheim.
    Die Zustände vor den Lokalen der wenigen Problemwirte sind glasklare Verstöße gegen deren jeweilige gaststättenrechtliche Genehmigung, das Bundesimmissionsschutzgesetz und die Wasserburger Sondernutzungssatzung.
    Dazu kommen noch Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz und das Rauchverbot in einzelnen Lokalen.
    Dem Landratsamt Rosenheim liegen nach eigenen Angaben jedes Jahr Berge von Anzeigen gegen die immergleichen Wasserburger Wirte vor. Da stellt sich halt die Frage, warum das für diese Problem-Gastronomen nicht irgendwann auch Konsequenzen hat.
    Die selbstmitleidigen Ausführungen des Wasserburger Polizeichefs sind ein Armutszeugnis für eine Führungskraft. Wenn die Wasserburger Polizei schon die bestehenden Regelungen nicht durchsetzen kann, wozu dann zusätzlich auch noch eine Sperrzeit einführen? Dieser Vorschlag ist doch allzu offensichtlich nur ein Ablenkungsmanöver Herrn Brandts, der zunächst vielleicht besser seinen eigenen Laden in Ordnung bringen sollte. Zum Schluss ein Zitat zweier Randalierer, frisch ausgestattet mit Getränken einer Wasserburger Wirtschaft, gebrüllt um 4.00 Uhr früh in der Altstadt: ‚Geil, des kannst in München nicht bringen!‘ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen, Herr Brandt!

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  9. Sperrstunde um 2? Wie jetzt schon öfter gesagt wurde, wird das wohl langfristIg genau gar nix bringen. Viel mehr sollte man sich fragen, warum den Jugendlichen/jungen Erwachsenen bis jetzt noch keine alternative geboten wurde, um oben genanntes Problem zu umgehen? Noch ein Verbot wird rein gar nix bringen und den „nicht vorhandenen“ Respekt sicher nicht wieder bringen. Eher im Gegenteil.
    Zwischen Polizei und den Jugendlichen sollte es eine parteilose Instanz geben, die für Kommunikation zuständig ist. Als exekutives Organ wird man sicher nicht der beste Freund der „Säufer“.
    Stichwort dabei: mehr Prävention, mehr soziale Arbeit, denn die Bedürfnisse beider Parteien sind wichtig, nicht nur die der Anwohner…

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  10. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das Rauchverbot in Kneipen und Discotheken ziemlich lächerlich und unnütz ist !!! Es ist ausschlaggebend für laute und randalierende Personen vor den Lokalitäten verantwortlich !!! Das Rauchverbot hat meiner Meinung nach nichts im NACHTLEBEN zu suchen !! Und schürt die Gewaltbereitschaft gegen den Staat und deren Mitarbeitern sehr !!!

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  11. Wenn man eine intelligente Lösung für dieses Problem finden will, sollte man das Rauchverbot in Kneipen und Discos lockern. „Raucher-Clubs ab 18 “ oder “ nicht Rauchern den Zutritt verbieten “ Ich weiß, von was ich rede, ich habe selbst eine Disco und an dem ganzen Problem ist einzig und allein der “ Freistaat “ Bayern schuld !!! Sie haben es in der Hand „“ noch mehr Verbote – noch mehr Gewalt !!! Der Schuss geht gewaltig nach hinten los !!!

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    1. Das Rauchverbot wurde auf demokratischem Wege eingeführt. Warum soll man an dieser positiven Errungenschaft rütteln, nur weil Gastronomen ihre Kundschaft nicht im Griff habe?

      Die Lösung ist doch ganz einfach: Nehmt Wirten, die sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben halten, die Konzessionen weg. Und bei den ganzen randalierenden Schwachköpfen sollte man mit Platzverweisen anfangen. Und wem das nicht langt, dem gewährt man eben einen Hotelaufenthalt in einer Ausnüchterungszelle …

      Es ist jedenfalls immer wieder albern, wenn sich Täter als Opfer stilisieren möchten …

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  12. Wenn die Nachtschwärmer Respekt vor den Beamten haben sollen, dann sollte das auch auf Gegenseitigkeit beruhen. Ich erinnere mich an einen noch recht jungen Beamten, vier silberne Sterne, wurde mittlerweile versetzt, der zeigte diesen Respekt, den er als Freund und Helfer haben sollte, nicht sonderlich. Nicht nur Freunde und Bekannte, auch ich selbst machte diese Erfahrung. Und dann war da noch die maßgebliche Attacke auf einen Mitfünziger an Silvester 12/13, die für Furore sorgte. Man bemerke: so wie man in den Wald hinein ruft, so kommt es auch wieder raus. Allerdings ist ebenfalls zu sagen, dass es bei der Wasserburger Polizei auch Beamten gibt, mit denen man auf freundliche, recht spaßige Weise kommunizieren kann, wenn man sich entsprechend verhält und zudem Mist gebaut hat.

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  13. Die selbstmitleidigen Ausführungen des Wasserburger Polizeichefs sind ein Armutszeugnis !

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  14. Es ist doch sehr schön, mit welcher Unsachlichkeit hier argumentiert wird… hier werden Fälle zitiert, von denen man aus den Medien liest und dann noch mit dem eigenen Stammtisch-Jura verbunden… Keine Ahnung von irgendeinem Gesetz, aber immer kräftig mitdebattieren… Lächerlich!!!

    Hier kann ein renomierter Wasserburger Wirt und CSUler als Statement einen Link posten, der nichts mit der Thematik zu tun hat und nur hilflose Möchtegern- Kreativität zeigt… Das ist alles was sie zu sagen haben?? Sehr Schade!!

    Thema Sperrzeit: hier wird gejammert und zwar auf allerhöchstem Niveau!!! Die Stadt traut sich keine Entscheidungen und schon gar keine Bußgelder zu verhängen, die Wirte jammern um ihre Einkünfte (schauts mal wie die großen Städte Rosenheim, München, Augsburg, Nürnberg mit Sperrzeiten umgehen…) und dann soll die Polizei wieder alles richten… Lärm ist Wirt- Sache!!! Der beste Wirt braucht keine Polizei!!!!!! (getreu nach dem Motto sollte man mal nachzählen, wie oft die Polizei vor den einschlägigen Lokalen auffahren muss…)

    Und noch etwas zum Thema Polizei:
    Wenn man sie braucht, weil einem Böses getan wurde, dann aber bitte voll durchgreifen! Wenn man selbst etwas angestellt hat, dann soll sie doch bitte absolut nachsichtig sein. Richtig reif ist das nicht gerade…

    Die Polizei muss nicht Respekt vor alkoholisierten, randalierenden und aggressiven jungen Menschen zeigen, sondern sie in ihre Schranken weisen. Dafür ist die Polizei da!!!! Es soll nämlich auch junge Menschen geben, die feiern und Spaß haben und nie mit der Polizei in Berührung kommen. Diese Menschen verdienen Respekt!!!
    Und ich hoffe inständig, dass es immer noch die Mehrheit ist…

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  15. Warum eigentlich nicht einmal auf politischer Ebene die naheliegende, aber unaussprechliche Ursache für den ganzen Zirkus diskutieren? Das unsägliche, absolut realitätsferne totale Rauchverbot in Bayern jagt doch erst das ganze Volk auf die Straße! Meines Wissens nach gibt es in sämtlichen anderen Bundesländern Lösungen wie Raucherzimmer oder ausgewiesene Raucherkneipen – wäre interessant zu wissen, ob es dort auch derartige Probleme mit jungen Leuten gibt, die draußen herumlärmen.

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