Kellerstraße: Dem Parkhaus geht’s nass nei

Wasserburger Hauptausschuss berät über Sanierung und neue Dachkonstruktion

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ansicht parkhausDem Parkhaus an der Kellerstraße geht’s nass nei! Seit 20 Jahren. Ein teures Problem für die Stadt, die alle Jahre Schäden durch Feuchtigkeit, Eis und Schnee beheben muss. Obendrein fallen in dem dachlosen Gebäudekomplex im Winter 137 Stellplätze weg, weil die obersten drei Etagen bei Glätte nicht genutzt werden können. Ein weiterer finanzieller Verlust. Damit soll jetzt Schluss sein. Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann stellte bei der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses einen ersten Planentwurf vor, wie das Parkhaus mit Dach aussehen könnte. Die Sache wird allerdings nicht ganz billig.

Unsere Skizzen zeigen erste Überlegungen zum Thema ….

Rund 1,5 Millionen wird die Stadt wohl in die Hand nehmen müssen, um das komplette Parkhaus endlich in einen ganzjährig nutzbaren Zustand versetzen zu können – und das offene Treppenhaus wetterfest zu gestalten.

„Wir brauchen die Parkplätze vor der Altstadt dringend“, sagte Bürgermeister Michael Kölbl. Durch den Wegfall der Stellplätze am neuen H&M seien bereits jetzt zu wenig Stellplätze vorhanden. Das Parkhaus werde bestens genutzt. „Wenn wir draußen zu wenig Möglichkeiten zum Parken haben, fahren die Bürger in die Altstadt rein. Wir brauchen die Parkplätze das ganze Jahr über, um unser Park-Konzept fortführen zu können.“ Die ständigen Sanierungsmaßnahmen seien zudem eine Belastung für den Haushalt.

Oliver Winter, CSU, drückte es so aus: „Ein Parkhaus, das sagt schon das Wort, ist ein Haus. und ein Haus braucht ein Dach. Die Kosten dafür sind zwar der Wahnsinn, wir kommen aber um die Maßnahme nicht herum.“ Das Parkhaus an der Kellerstraße sei nach wie vor ein Fremdkörper im Stadtbild. „Vielleicht können wir da auch gleich was in Sachen Verschönerung unternehmen.“ Er regte an, eine „filigrane Lösung mit einer Folien-Konstruktion wie dies am Bahnhof in Rosenheim ausgeführt ist“, zu prüfen. Den Vorschlag nahm die Stadtbaumeisterin in ihre Planungen mit auf.

Auch für Edith Stürmlinger (Bürgerforum) ist klar: „Das Dach muss her. Die Baumaßnahme ist unumgänglich.“  Es sei von Anfang an ein Konstruktionsfehler gewesen, das oberste Parkdeck nicht zu überdachen. Sie halte besonders die Maßnahme, das offene Treppenhaus in die Planungen mit einzubeziehen, für sinnvoll. „Was uns da schon alles bei Schnee und Eis passiert ist.“ Stürmlinger wünschte sich eine Visualisierung der geplanten Maßnahme, was die Stadtbaumeisterin zusagte: „Vielleicht bauen wir in diesem Fall sogar mal wieder ein Modell.“

Werner Gartner (SPD) sagte bei der Diskussion: „Das Parkhaus hat man damals aus ästhetischen und aus Kostengründen ohne Dach gebaut. Hinterher ist man immer schlauer. Wir müssen zwar jetzt viel Geld in die Hand nehmen. Das Parkhaus ist aber enorm wichtig. Wir brauchen die Stellplätze das ganze Jahr über. Das sieht man daran, wie voll es fast jeden Tag ist.“

Der Hauptausschuss beauftragte das Bauamt ohne Gegenstimme, die Planungen voranzutreiben. HC

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