Jetzt beginnt das Leben ohne Martinshorn

Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer übergab sein Amt an Richard Schrank

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Berthaler Schrank Ruhsamer_kDie 117 Freiwilligen Feuerwehren und eine Werksfeuerwehr im Landkreis Rosenheim haben seit heute,  Dienstag, einen neuen Chef. Der Kolbermoorer Richard Schrank (Mitte) übernahm das Amt des Kreisbrandrats von Sebastian Ruhsamer (rechts). Von Landrat Wolfgang Berthaler gab es zum Abschied viel Lob.

 

 

Berthaler sprach von einem Freund, der sich durch seine Art und seine Arbeit viel Anerkennung erwarb. Ruhsamer traf, trotz der oft notwendigen Eile, nie eine Fehlentscheidung und er hatte das Glück, dass keiner der Einsatzkräfte zu Schaden kam. Dieses Glück wünschte der Landrat auch seinem Nachfolger Richard Schrank.

Um den jetzt ehemaligen Kreisbrandrat Ruhsamer zu beschreiben, reicht ein Blick in das Jahr 2002. Damals brach er seinen Kroatien-Urlaub ab, fuhr fünf Stunden hach Hause und half beim Hochwasser in Prien. Durch seine umfassende und vielfältige Einsatzerfahrung wusste Ruhsamer selbst in schwierigen Lagen immer Rat. In seine 18-jährige Amtszeit fielen drei Katastrophenfälle, einige Unwetter wie im vergangenen Jahr in Riedering, drei Busunfälle auf Autobahnen und zahlreiche Großbrände.

Auch unabhängig von den Einsätzen kann sich die Bilanz von Sebastian Ruhsamer sehen lassen: 193 Neufahrzeuge wurden angeschafft, darunter 37 Mehrzweckfahrzeuge, 72 Löschfahrzeuge und sechs Drehleitern. Sie kosteten 40 Millionen Euro, wovon der Freistaat 8,2 Millionen übernahm, den Rest zahlten die Gemeinden. 30 Feuerwehrgerätehäuser wurden neu gebaut und 28 erweitert oder umgebaut.

Sebastian Ruhsamer organisierte 24 Hilfstransporte nach Rumänien und fuhr selbst mit. Er sorgte dafür, dass die Ausbildung der Feuerwehrleute deutlich ausgebaut wurde, unter anderem fanden zehn Feuerwehr-Symposien unter seiner Leitung statt. Zudem gelang es ihm als ersten Kreisbrandrat, alle 46 Gemeinden im Landkreis von einer Mitgliedschaft im Kreisfeuerwehrverband zu überzeugen.

 

Sein Nachfolger Richard Schrank, zuletzt Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kolbermoor, tritt in große Fußstapfen. Er kann aber auf das Vertrauen seiner Kameraden bauen, denn Schrank machte sich nicht nur innerhalb der Feuerwehren einen Namen, sondern auch in seiner Heimatstadt Kolbermoor, beispielsweise durch seine umsichtige Führung während der Hochwasser-Katastrophe vor einem Jahr. Das Vertrauen seiner Kameraden spiegelt sich zudem im Ergebnis der Wahl zum Kreisbrandrat im Mai wider. Trotz dreier Gegenkandidaten stimmten von den anwesenden Kommandanten von 112 Freiwilligen Feuerwehren sowie dem Leiter der Werksfeuerwehr von Mondi in Raubling 65 für Schrank.

 

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