Islam bei uns – Chance und Herausforderung

Kirchengemeinde: Auftaktabend zu „Am 7. um 7" voller Erfolg

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Wasserburg – „Am Siebten um Sieben“ – „Am 7. um Sieben“ – „Am Siebten um 7“ – Die Schreibweise ist beliebig, der Inhalt variabel. Die Idee des Vorstandes der evangelischen Kirchengemeinde ist es, ein unverwechselbares Datum zu setzen und regelmäßig einen gemeinsamen Abend zu gestalten. Es soll dabei immer darum gehen, sich genau am 7. des Monats jeweils um sieben Uhr zu treffen und etwas gemeinsam zu gestalten. Unter der Überschrift „Der Islam bei uns – Chancen und Herausforderungen“ fand die erste Veranstaltung großen Anklang.

1SAM_0561Nach einem Stehempfang mit Buffet und Sekt versammelten sich die etwa 40 Besucher im Gemeindesaal und hörten den Vortrag von Islam-Wissenschaftlerin Susanne Odin.

Der Koran als göttliche Offenbarung, die fünf Säulen des Islam in der religiösen Praxis, die Rolle Jesu im Koran, die Scharia und die verschiedenen islamischen Vereinigungen in Deutschland waren nur einige der grundlegenden und sehr interessanten Themen des Referats. In der folgenden Diskussionsrunde wurden dann eher die positiven und auch negativen Erfahrungen im Alltag zwischen Muslimen und Christen besprochen. Hier reichten die Themen von Freundschaft und Nachbarschaft über Missverständnisse der islamischen Kleidung bis hin zum Dschihad.

Insgesamt war es ein gelungener Abend mit vielen neuen Einblicken in die uns oft unbekannte islamische Welt und ein schöner Auftakterfolg für die Veranstaltungsreihe „Am 7. um 7″. Es lohnt sich also ab sofort der Weg in die Kirche oder ins Gemeindehaus. „Wir wollen und werden nicht jedes Mal ein Feuerwerk abbrennen, so die Verantwortlichen.

Der nächste Treff im Rahmen der Aktion ist am 7. November um 19 Uhr im Gemeindehaus in der Surauerstraße geplant

Dabei heißt das Thema: „Von der Gemeinde für die Gemeinde“

Die Gemeinde wird sich dabei mit Edelmetall und dessen Verarbeitung befassen. Genauer: Unter der Leitung des Silberschmieds Caspar Hartle wird an diesem Abend die Arbeit an einem Kelch beginnen, der nach seiner Fertigstellung beim Abendmahl verwendet werden soll. Im Gespräch mit Caspar Hartle entstand die Idee, „dass nicht er für uns, sondern wir für uns aus Silberblech einen Kelch schlagen, als Gemeinschaftsarbeit. Wir hoffen auf rege Beteiligung.“ Natürlich wird Hartle auch wieder einen seiner Kochtische mitbringen, die noch manchem bekannt sein dürften vom Gemeindefest. Für das leibliche Wohl wird also auch gesorgt sein. KR

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