ISEK: Die heiße Phase beginnt

Erste Bürgerinformation im Rathaus zum Wasserburger Entwicklungskonzept

image_pdfimage_print

20161025_205304Über zwei Jahre wurden im Rahmen des so genannten „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ – kurz ISEK – Bürger befragt, Autos gezählt, Straßen foto- und kartografiert und die gesamte wirtschaftliche, verkehrstechnische und soziale Lage der Stadt Wasserburg analysiert. Zu jedem Thema erstellte ein Expertenbüro Statistiken, anhand derer Zielsetzungen für das weitere Vorgehen festgelegt werden sollen. Die ersten, umfassenden Ergebnisse wurden am Dienstagabend im Rahmen einer Bürgerinformations-Veranstaltung im Wasserburger Rathaus präsentiert.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Michael Kölbl und durch den Städteplaner Michael Leidl legte Robert Ulzhöfer vom Büro „Stadt-Land-Verkehr“ die Ergebnisse zum Schwerpunktthema Verkehr in Wasserburg vor.

Besonders interessant: Die Zählungen zu Wasserburgs „Nadelöhr“, dem Brucktor. 130 Schüler der Wasserburger Realschule und des Gymnasiums zählten 14 Stunden lang Fahrzeuge, die das Brucktor passierten.

Das Ergebnis: Rund 15.500 Autos fahren täglich über die Innbrücke und sorgen somit für einen nahezu konstant durchlaufenden Verkehr. Lärm und Staus sind nur einige Probleme, die in diesem Zusammenhang von den Bürgern angesprochen wurden und die in die Analyse mit einfließen.

Im Anschluss an die Verkehrsanalyse wurden durch Dr. Robert Leiner die durchweg positiven Ergebnisse der Bürgerbefragung präsentiert (wir berichteten). Das Resümee der Bürger: Das positive Image der Stadt soll erhalten werden.

Einziger Kritikpunkt der Bürger: In der Altstadt fehlt ein Biergarten.

Der dritte Teil der Präsentation, die städtebaulich-räumliche Bestandsanalyse durch Michael Leidl, zeigte auf, inwieweit sich die baulichen Strukturen in und um die Stadt in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Außerdem ging Leidl auf folgende Punkte ein, die in der Altstadt noch verbesserungswürdig sind: Die Barrierefreiheit, das Hinweissystem und die Beschilderung zur Orientierung in der Stadt, die Darstellung und Präsentation der historischen Stadtmauer, die Beleuchtung in der Stadt, potenzielle Möglichkeiten für Wasserspiele und eine zeitgemäße Architektur bei zukünftigen Baumaßnahmen.

Im Anschluss an die Präsentation kam der eigentliche Part der Bürgerbeteiligung: Im Foyer des Rathauses wurden Stellwände aufgestellt, die diverse Anhaltspunkte der Präsentation veranschaulichten und Raum ließen, eigene Notizen oder Bemerkungen aufzuschreiben. Das Analyse-Team stand außerdem für Fragen und Anregungen der Anwesenden zur Verfügung.

Die Ergebnisse der Stellwände und das Feedback der Bürger soll als Grundlage für die nächste Phase des ISEK dienen.

Nun stehen weitere Bürgerversammlungen mit Beteiligungsmöglichkeit sowie Versammlungen der ISEK-Lenkungsgruppe an, um Ziele und Strategien für Wasserburg finden zu können. Die heiße Phase von ISEK hat begonnen …

HF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.