Interessante Reise in die Vergangenheit

Mit Ferienprogramm der „Freunde und Förderer der Mittelschule" ins Wegmachermuseum

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DSCN2059Einen gemeinsamen Tag mit einer interessanten Führung durch das Straßenwärtermuseum am Herder verbrachten die Wasserburger Ferienkinder mit den „Freunden und Förderern der Mittelschule“. Im Museum lagern die verschiedensten Exponate aus dem Bereich der ursprünglich 22 Straßenmeistereien zwischen Würzburg und Berchtesgaden. Seit 1977 wird fleißig gesammelt. Egal ob eine alte, 18 Tonnen schwere Dampfwalze aus dem Jahr 1900, oder modernstes Gerät zur Höhenvermessung – Lorenz Grasberger, ehemaliger Straßenmeister und begeisterter Museumsführer, wusste zu allem etwas zu erzählen und freute sich über das rege Interesse und die schlauen Fragen der Gruppe.

ferienprogramm 2016 011Die Kinder kennen nun den Unterschied zwischen Teer und Bitumen, haben die verschiedenen Antriebsarten von Schneefräsen kennen gelernt, haben alte und neue Brückenbaupläne gesehen. Sie wissen wie man eine Fahrbahn vorbereiten muss, wie viel Muskelkraft früher von Nöten war, und dass die alten Römer noch heute unsere Fahrbahnbreite bestimmen.

Nach all diesen und vielen mehr Informationen war erstmal eine gemütliche Brotzeit nötig. Nachdem sich alle mit ein paar Wiener Würsteln gestärkt hatten, ging die Reise weiter zur Innbrücke an der B304. Ein beeindruckendes Bauwerk, das es seit 1987 gibt und einen Großteil des Verkehrs von der Innenstadt fernhält. Und auch hier gab es jede Menge zu erzählen.

Bewaffnet mit Taschenlampen ging es in den etwas unheimlich anmutenden Unterbau der Brücke. Beim Durchwandern von Ost nach West konnte man deutlich die Vibrationen spüren, wenn oben ein Lkw über die Brücke donnerte. Durch die Belüftungslöcher konnte man immer wieder unten den Inn sehen. 15 Meter unterhalb des Wassergrundes sind die mächtigen Pfeiler der Brücke verankert. Sie ist so stabil gebaut, dass auch bei einer maximalen Belastung von 120 Tonnen in der Brückenmitte nur ein Durchhang von fünf Zentimeter auftritt.

Interessant für die Teilnehmer waren auch die Veränderungen der Brückenmaße während der Jahreszeiten die durch bewegliche Rollenlager und Dehnungsfugen ausgeglichen werden. Zurück zum Ausgangspunkt auf der anderen Seite des Inns ging es dann oben über die Brücke, von wo aus alle noch mal den wunderbaren Blick auf Wasserburg genießen konnten.

Den Abschluss dieser interessanten Reise von der Vergangenheit bis in die Gegenwart fand die Gruppe beim Huberwirt am Kellerberg, wo sich Sylvia Sonnenholzner mit einer kleinen Auszeit für die unheimlich kurzweiligen Einblicke in die Welt der Straßenmeisterei bedankte und die Kinder sich mit einem  kühlem Eisbecher das Ende des Ferienprogrammtages versüßten. SYL

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