Innbühne: Ein „unglaublich“ schöner Abend

Einmaliges Ambiente bei der Eröffnung der „1. Wasserburger Nächte"

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25Was war es für ein unglaublich schöner Abend gestern. Mit sehr vielen Unglaublichkeiten“. Erst regnete es unglaublich stark, dann strahlte unglaublich schön ein Regenbogen vom Himmel über dem ruhig dahin fließenden Inn – und beruhigte wettermäßig die Veranstalter und auch die Besucher: Das Kultur-Fest am Wasserburger Fluss, es konnte tatsächlich losgehen. Uwe Bertram, Leiter des Theaters Belacqua (rechts), und der Wasserburger Kabarettist und Theatermacher Jörg Herwegh wischten gemeinsam die regennasse Bühne trocken, um dann gemeinsam – fröhlich und sehr charmant – durch das unglaubliche Programm“ zu führen …

Alle Fotos: Renate Drax

26Mit dem „Abend der Unglaublichkeiten” begannen gestern die „1. Wasserburger Nächte” an der Innbühne am Gries. Zahlreich hatten sich die Besucher – mit Regenjacken und Schirmen bestens ausgestattet – schon frühzeitig eingefunden. Nein, die Veranstalter wollten diese Eröffnung nicht ins Belacqua not-verlegen wegen des unbeständigen Wetters. Und die Besucher in bester Stimmung am romantischen Inn gaben ihnen gerne recht.

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Moderator Uwe Bertram.

Unglaublich war von vorneherein schon mal eins: Die Tatsache, dass sich alle Kulturschaffenden zu den Wasserburger Nächten zusammengefunden haben. Darauf ist der Veranstalter, der neu gegründete Kulturkreis, „scho a bissal stolz“.

Tanz, Theater, Videokunst, viel Musik und ein einmaliges Ambiente! Erstmals waren die soundgewaltigen Realhörner des Eggenfeldener Tonkünstlers Andreas Plodek zu hören. Sein Hornsignal war das akustische Zeichen für den Start des Festivals gestern.

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Die Gruppe der Stadtkapelle Wasserburg.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch eine Gruppe der Stadtkapelle Wasserburg, die festlich bayerisch gewandet das Programm eröffnete und auch immer wieder zwischendurch die verschiedenen Kultur-Höhepunkte miteinander musikalisch in der bayerischen Heimat am Inn verband. Eine schöne Idee.

34Gänsehaut-Feeling als sie einmarschierten – schwarz gekleidet im leuchtenden Scheinwerferlicht: Die zahlreichen Mitglieder des Bürgerspiel-Chors vom vergangenen Jahr, die das „Non nobis Domine” von der Wallenstein-Aufführung sangen.

 

Alle Inszenierungen und Darbietungen am Inn übrigens – während der gesamten Wasserburger Nächte – werden quasi durch zwei große technische Klammern zusammengehalten:

 

41Durch die außergewöhnliche Soundanlage der „Realhörner“ und durch Helium-Licht-Ballons, die das äußere Symbol der 1. Wasserburger Nächte sind. Schirmherr Bürgermeister Michael Kölbl (auf unserem Foto ganz links) ließ gestern am Eröffnungsabend einen Ballon in den Wasserburger Himmel steigen.

 

 

 

 

 

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Der Chor „ZappnDudapp” unter der Leitung von Ernst Hofmann hatte bei seinen Darbietungen sogar eigens ein Weltmeister-Lied – zur Freude der Besucher – ganz aktuell ins Programm genommen …

43Eleganz und Grazie zauberten die Tänzerinnen Karolina Billing, Angelica di Sannio und Marina Schröter mit ihrer Tanzperformance auf die gefährlich nasse Bühne, die trotz minutenlangen Wischens selbst durch Leiterin Uta Ziegler persönlich – nicht wirklich trocken werden konnte. Zum Glück ging alles gut und es gab nur Begeisterung …

 

 

 

 

45Dann ein musikalischer Hochgenuss: Peter Ludwig und Sarah Kober eroberten die Herzen am Inn im Sturm. Mit Stücken wie Kapverden und Zirkus. Ausdrucksstark die Klangfarben des Spiels von Pianist Peter Ludwig in der dunklen Nacht – den Fluss im Blick – brachen wie Wellen daraus die Töne der jungen Saxophonistin Sarah Kober in feinsten, gefühlvollen Phrasierungen. Ein besonderes Erlebnis für die Musikfreunde im Publikum.

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48Sehr viel zu lachen gab es auch: Der Wasserburger Theaterleiter und Kabarettist Jörg Herwegh präsentierte sein kurzes Eröffnungsstück: „Der Untergang der Stadt Wasserburg oder: Schmeißt endlich die Theaterleute raus!” Er bekam einen Seitenhieb von seinem Komoderator Uwe Bertram: „Bei Herwegh fragt man sich, wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ Denn Herwegh schlüpfte in so viele Rollen innerhalb von wenigen Minuten, dass man fürchten musste, er sei dem Wahnsinn nahe. Aber selbiger gehört nun mal a bissal zu Unglaublichkeiten von Kulturschaffenden. Darauf wurde im Laufe des Abends – nicht nur im Theater des Kabarettisten – auch in Bezug auf Christian Huber, den Initiator und Vorsitzenden des neuen Kulturkreises hingewiesen. Seinem „kulturellen Wahnsinn“ quasi sei es zu verdanken, dass alle endlich gemeinsam unter einem Dach so unglaublich wunderbare Abende wie den gestrigen erleben und gemeinsam gestalten könnten. Er kam gemeinsam mit Kulturreferentin Edith Stürmlinger (Foto unten) auf die Bühne, die im Namen von Karl Valentin daran erinnerte: Kunst ist schön, aber viel Arbeit!

 

50Hubers ganz besonderer Dank galt Bürgermeister Michael Kölbl und dem Stadtrat, die sich auf diesen Wahnsinn eingelassen hatten und – vorab – ihre große Unterstützung zeigten. Darüber habe man sich sehr gefreut. Nicht zu vergessen die Sponsoren, ohne die man hier gar nicht stehen könne: Allen voran die Sparkasse Wasserburg, die Firmen Bauer und Meggle sowie die Firma Schechtl aus Edling.

 

46Zum Ende gab’s ein spektakuläres 3D-Mapping von Gerhard Höberth und Eva Wackerle von „Wasserburg leuchtet” – begleitet vom Sound der Realhörner, für die der Wasserburger Musikproduzent Christian Beilfuss eigens die Musik kreiert hatte. Fasziniert der Blick des Publikums auf die Farbenspiele zur Musik. So was sieht man normal nur in New York, hatte Uwe Bertram von erstaunten Besuchern gehört. Dieser erleuchtete Zauber-Würfel stand gestern mitten auf der Bühne – der Inn im dunklen Hintergrund der Nacht …

Nach einem beeindruckenden Hornkonzert – erneut im Farbenspiel – folgte die After-Show-Party, bei der zum ersten Mal die 100 Liegestühle des Kulturkreises Wasserburg am Innufer zum Einsatz hätten kommen sollen, was durch das nicht ganz so gemütliche Wetter leider fürs erste Mal ins Wasser fiel. Beinand blieben Künstler und einige Besucher trotzdem noch bis tief in die Nacht …

Für das leibliche Wohl hatte übrigens in bewährt charmanter Art auch gestern das Team der „Schranne” um Jürgen Häuslmann, selbst 2. Vorsitzender des Kulturkreises, gesorgt.      – rd –

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Ein vielseitiges Kultur-Programm wartet am Inn in den nächsten Wasserburger Nächten auf Groß und Klein. Karten gibt’s unter www.sparkasse-wasserburg.de.

Mehr Infos unter www.wasserburger-nächte.de.

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