In der Fuizn: Tränen statt Abschlussfeier

Organisator des Pfaffinger „Kannibalen"-Festivals zieht Bilanz - Polizeichef nimmt Stellung

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13735348_1274336859244230_1696166087_nDas zehnte und letzte Goa-Trance-Festival der „Kannibalen“ in der Pfaffinger Fuizn – es sollte ein schöner Abschluss für die Besucher und Festival-Fans werden. Doch dann kam alles anders. Tränen statt Abschlussfeier. Denn: Die Polizei rückte mit uniformierten und zivilen Kräften des sogenannten Operativen Einsatzdienstes Rosenheim, Traunstein und einer Einheit der Bereitschaftspolizei München an und kontrollierte die Besucher zwei Tage so massiv, „dass es für uns echt existenzbedrohend wurde“, sagt Organisator Marcus Müller aus Wasserburg (Foto).

„Nachdem die Sozialen Medien und die Presse über die Kontrollen berichtet hatten, blieben uns schlichtweg die Gäste weg. Ist doch klar, wenn zwei Tage lang rund um unser Areal und auf dem Festival-Gelände solch massive Polizeipräsenz herrscht.“ Und tatsächlich: Sowohl die Veranstalter, als auch Besucher berichten übereinstimmend, dass die Beamten Autos von Festival-Gästen komplett ausräumen ließen und Leibesvisitationen mitten in Pfaffing durchführten. „Ich musste mit einer Beamtin in ein Gebüsch und mich dort bis auf die Unterwäsche ausziehen“, so Aline Müller, Frau des Veranstalters.

Die Polizisten hätten sich zudem „martialisch“ und in voller Montur direkt vor der Tanzfläche aufgebaut. „Logisch, dass sich das alles in Windeseile herumsprach und keiner mehr Lust hatte, zu uns zu kommen.“  Marcus Müller, dem die Enttäuschung über den Verlauf des letzten Kannibalen-Festivals ins Gesicht geschrieben steht: „Ich verstehe das alles nicht. Wir hatten zehn Jahre praktisch keine Probleme mit Schlägereien oder anderer Gewalt. Wir setzen vom ersten Tag an die Jugendschutz-Auflagen hart um. Auch in Sachen Lärmschutz haben wir alles unternommen, um sämtliche Auflagen zu erfüllen. Alleine das Emissionsgutachten hat uns 4500 Euro, eine entsprechend regelbare Anlage weitere 3000 Euro gekostet. Wir haben immer eng mit unserer Security und der Polizei zusammengearbeitet – und dann das.“

Durch das Ausbleiben der Gäste sei seiner Veranstaltungs-GmbH ein massiver Schaden entstanden. „Das ist echt existenzbedrohend, zumindest existenzverändernd“, sagt Müller, der drei Monate rund um die Uhr seine Arbeitskraft und sein Privatvermögen in die Vorbereitung des Festivals gesteckt hat. Der gelernte Kirchenmaler: „Mich beschleicht das Gefühl, dass wir alleine wegen unseres Aussehens und wegen unseres Musikgeschmacks die Behörden provozieren. Verdammt nochmal, ich bin ein ganz normaler, bayerischer Steuerzahler. Wir sorgen mit dem Festival dafür, dass heimische Betriebe als Zulieferer Aufträge erhalten und sich letztlich das Finanzamt freuen darf.“

Zum Bericht der Polizei, man habe nach den Kontrollen 22 Ermittlungsverfahren gegen Festival-Besucher eingeleitet und Haschisch, Marihuana, LSD, Amphetamin und Ecstasy bei den Besuchern gefunden, sagt Müller: „Das waren Mengen im Gramm-Bereich. Für die Größe unseres Festivals absolut lächerlich. Wenn ich die gleiche Zahl an Menschen an einem Donnerstagnachmittag auf dem Marienplatz in München stelle, findet die Polizei vermutlich noch eine größere Menge. Und: Mich würde interessieren, was die Beamten finden würden, wenn sie mal auf dem Oktoberfest an einem Abend die Besucher in einem VIP-Zelt so in die Mangel nehmen würden, wie unsere Gäste.“ Das Auftreten der Polizei stünde in keinem Verhältnis zu den aufgefundenen Drogen-Mengen.

Müller abschließend: „Ich hab‘ einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Das war sicher nicht gerecht. Ich überlege mir zusammen mit meinem Anwalt ernsthaft, in dieser Sache vor Gericht zu gehen. Im Bereich Wasserburg geb‘ ich mir sicher als Veranstalter keine Mühe mehr.“

IMG_3949_kRückendeckung bekommt Müller unter anderem vom Schorsch Lettl aus Pfaffing. Der Veranstalter zahlreicher Feste und geschäftsführende Vorstand der Brauerei Forsting ist seit vielen Jahren Besucher bei dem Festival, das direkt in seiner Nachbarschaft über die Bühne geht. „Ich wurde auch kontrolliert. Ich kann diese massive Polizeipräsenz bei einem ansonsten so friedlichen Fest einfach nicht nachvollziehen. Das haben die Veranstalter, die sich große Mühe gegeben haben, alle Vorschriften einzuhalten, nicht verdient.“

RainerIn die gleiche Richtung zielt Rainer Gottwald. Der Betreiber des Wasserburger Kult-Kinos „Utopia“, er ist ebenfalls als Veranstalter tätig: „Ich bin seit Jahren immer wieder Gast beim Kannibalen-Massaker. Ganz anders, als der Name vielleicht vermuten lässt, ist das ein ausgesprochen friedliches Fest. Ich schätze die Atmosphäre dort sehr und weiß, wie sehr sich die Veranstalter Mühe geben. Es ist echt schade, dass die Politik mit der Polizei als ihren verlängerten Arm sowas einfach kaputt macht. Wenn das Schule macht, können wir uns irgendwann auf ein veranstaltungsfreies Wasserburger Land einstellen.“ Er, so Gottwald, habe das Festival in Pfaffing als echte kulturelle Bereicherung erlebt.

steinmassl_kWasserburgs Polizeichef Markus Steinmaßl sieht das anders: „Wir haben in den vergangenen Jahren bei Kontrollen immer wieder Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz registrieren müssen. Da können wir nicht wegsehen.“ Die Kontrollen seien nicht intensiver gewesen, als die Jahre davor. 

Auch zur Polizeipräsenz an sich versteht Steinmaßl die Kritik nicht: „Da wird herum erzählt, wir seien mit 60 Beamten unterwegs gewesen. Das wäre schön, wenn wir mal bei solchen Einsätzen solche Präsenz zeigen könnten.“ Die Polizeibeamten seien auch nicht ständig auf dem Festival-Gelände patrouilliert. „Wir haben aber Kontrollen rund um das Gelände durchgeführt. Das stimmt.“

Zum Vorwurf, die Polizei habe durch ihren Einsatz dafür gesorgt, dass keine Besucher mehr nach Pfaffing gekommen seien, sagt der Polizeichef: „Das kann meiner Meinung nach durchaus andere Gründe haben. Bei Augsburg war ebenfalls ein großes Goa-Festival. Mag sein, dass da viele Münchner Fans der Szene lieber dorthin, als nach Pfaffing gefahren sind. Und: Es war im Vorfeld klar, dass es das letzte Festival ist. Das sorgt vielleicht auch nicht für große Motivation, dort nochmals hinzugehen“, so Steinmaßl.

HC

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37 Gedanken zu „In der Fuizn: Tränen statt Abschlussfeier

  1. Sehr schade. Erst recht, weil es das letzte Fest in der Fuizn war, da wäre der Andrang viel größer gewesen. Jeder kennt es in der Gegend, zudem sind dort nicht nur Fans „aus der Szene“. Leute jeder Berufsgruppe und Alters sind vertreten.

    Mich würden die Polizei-Einsatzkosten interessieren, legitimiert das einige Gramm Drogen?

    In jedem Betrieb spielt der Kosten-Nutzen-Faktor eine große Rolle. Warum werden die Bierzelte in der Gegend, Starkbierfeste, Weinfeste, Burschenfeste …. nicht so streng Kontrolliert?
    Dort schlafen nicht die Besucher ums Eck im Zelt auf der Wiese ihren Rausch aus.
    Nur so meine Gedanken….

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    1. Bei jedem Fußball Bundesliga Spiel wird man mittlerweile kontrolliert und abgetastet. Es herrscht massive Polizei Präsenz. Keiner regt sich darüber auf und feiert mit seiner Mannschaft und ist froh über die Sicherheit im Stadion. Wenn da dann bei dieser Veranstaltung Leute wegbleiben auf Grund der Polizei, dann wird das mit Sicherheit keine legalen Gründe haben.

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      1. Michelangelo

        Kontrollieren bzw. abtasten ist ja auch OK. Das gehört zu einer normalen Kontrolle. Sich aber ausziehen müssen, das habe ich bis jetzt nur in Pfaffing erlebt. Und ich bin schon auf vielen Festivals gewesen. Hier kommt schon der Gedanke auf, dass man vorverurteilt wird. Keiner zieht sich gerne vor Fremden aus. Das schreckt schon ab.

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        1. Will dich ja nicht verbessern, aber bei vielen Spielen wird z.B. an der Allianz Arena ein Zelt aufgebaut, wo du dich auch ausziehen musst und wo dir sogar bei Pyro-Verdacht in sämtliche Öffnungen geschaut wird. Also ist das von dir eher erträglich.

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          1. Du bist wohl ’n Bulle und hast ’n Scheiss-Job gemacht. Also schäm dich und fertig.

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          2. Dennoch ist es nicht rechtens, derartige Leibesvisitationen in aller Öffentlichkeit durchzuführen, nur weil die behaupten, jemand könnte ja Drogen dabei haben. wenn kein dringender Tatverdacht besteht, darf der dir nicht mal in die Taschen schauen – geschweige denn, dich ausziehen zu lassen.

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          3. Gut, dass der Schmarrn ein Ende hat, dann gibt´s im nächsten Jahr keine Aufreger mehr.

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      2. Bei Sportveranstaltungen stehen Waffen ne Rolle bei Kontrollen und keiner wird auf Drogen kontrolliert! (eigene Erfahrungen) und selbst bei hip hop echt wird wenn überhaupt nur auf kiff kontrolliert! Also komme mir bitte nicht mir Vorurteile…..

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      3. Echt, bei Fussballfans wird eine Rektalbeschau bei Kontrollen durchgeführt? Ernsthaft?

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  2. Es tut mir leid, wenn Herr Müller durch den geringen Besuch des Festivals in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Polizeieinsatz für das Ausbleiben der Besucher verantwortlich ist.
    Ich finde es aber abwegig und schlicht nicht fair, das Ausmaß des Einsatzes mit der Begründung „alles getan zu haben, um die Auflagen zu erfüllen“ zu kritisieren. Immer wieder gab es Konflikte in der Erfüllung der verschiedenen Auflagen. Um Probleme mit „Schlägereien oder anderer Gewalt“, die der Veranstalter augenscheinlich als Hauptursache der massiven Kontrollen sieht, geht es, wenn überhaupt, doch nur marginal. Das Hauptproblem liegt in den Drogenfunden und der Lärmbelästigung der Anwohner.
    Das Problem an der Drogensituation war meines Erachtens nicht die Menge des bei den Besuchern aufgefundenen Rauschgifts, sondern die Popularität des Festivals für dieses. In einem großen umliegenden Gebiet war über die Jahre publik geworden, dass das Festival eine gute Möglichkeit bot, sich mit Drogen zu versorgen. Eine Ausweitung des Polizeieinsatzes erachte ich deswegen als logisch und mehr als konsequent. Sich aber über einen Einsatz zu beschweren, der jedes Jahr Erfolge erzielte, ist für mich nicht nachvollziehbar. Dass sich durch das Aufgebot und den Erfolg der Polizei konsumierende Besucher abschrecken ließen, ist hingegen verständlich.

    Weiterhin zu erwähnen ist, dass sich beispielsweise die Maßnahmen zum Lärmschutz während der gesamten Zeit, in der das Festival in Pfaffing stattfand, nie als ausreichend erwiesen haben oder konsequent angewendet wurden. Selbst am südöstlichen Ortsrand war die Musik die ganze Nacht hindurch klar zu hören. Dies war insbesondere für die Schulkinder und alle, die früh aufstehen müssen, problematisch. Letztes Jahr war das Problem so gravierend, dass sich sogar Bürger aus Edling und Hart bei der Gemeinde Pfaffing beschwerten.
    Zitieren möchte ich an dieser Stelle auch unseren Bürgermeister Lorenz Ostermaier, der sich regelrecht „verarscht“ vorkam, weil die Lautstärke zu seinen Besuchen zwar reduziert, aber nach Verlassen des Geländes bald wieder erhöht wurde.
    Trotzdem möchte ich der Fairness halber anmerken, dass die Lärmintensität beim letzten Festival sehr abgenommen hat und daher kaum noch wahrnehmbar war.

    Komplementär möchte ich noch bemerken, dass Herr Lettl nicht nur Besucher des Festivals war. Im Artikel sollte vermerkt werden, dass „seine“ Brauerei dieses auch beliefert hat, was seine Haltung zum Fest natürlich beeinflusst und weshalb dessen Kontinuität daher verständlicherweise in seinem Interesse liegt.
    Wie gesagt – es tut mir leid für die Veranstalter, deren gute Absichten ich auf keinen Fall in Zweifel ziehen möchte. Die überhöhte Lautstärke sowie die Durchsuchungsergebnisse der Polizei über Jahre hinweg rechtfertigen die Einsätze meines Erachtens aber.
    Ich wünsche dem Veranstalter alles Gute und dass er dieses oder andere Festivals mit mehr Erfahrung und einer modifizierten bzw. verbesserten Vorgehensweise erneut ausrichten kann, gerne auch wieder in Pfaffing.

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    1. @Pfaffinger Sie regen sich über ein bischen Lärm auf der nach absehbarer Zeit vorbei ist.
      Was sollen dann alle die Sagen die es tagtäglich ertragen müssen, Motoradfahrer und Autofahrer meinen sie müssten zwiegen das sie da sind und zwischen zwei Kreisverkehren gasgeben mit drohnenden Motorgen und quietschenden Reifen und das im Sommer teilweise 24 Stunden. Wenn Sie im Bett liegen stehen Sie senkrecht, das intressiert kein Schwein.
      Das ist wieder mal so typisch Deutsch ja nicht vor meiner Haustür, wo anders ist mir doch egal da mache ich mit und was intressieren mich die Menschen die dort leben hauptsache ICH habe meinen Spaß.

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      1. @Roland, hat doch niemand gesagt, daß Lärm anderswo egal ist. Ich kann mir gut vorstellen, daß auch laut/rücksichtslose Autofahrer sehr belastend sein können. Aber um die ging’s halt grad nicht.

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      2. Lieber Herr Roland,
        ich kann Ihren Einwand durchaus verstehen. Natürlich steht dieses kurze Festival in keinem Maßstab zu einer dauerhaften Lärmbelästigung, die ich niemanden wünsche. Ich denke aber, dass ein Unterschied zwischen der von Ihnen geschilderten Situation und dem Festival besteht.
        Auto- oder Motorradfahrer, die absichtlich „lärmintensiv“ fahren, sind ärgerlich, aber kaum zu bekämpfen, da es sich um Privatpersonen handelt. Diese kann man nur um mehr Empathie für betroffene Anwohner bitten und hoffen, dass sie sich einmal in die Situation der Betroffenen hineinversetzen.
        Beim Kannibalenfest hingegen handelt es sich um eine genehmigungspflichtige und gewinnorientierte, professionelle Veranstaltung, die zum beiderseitigen Vorteil (in der Gemeinde profitiert u.a. der Einzelhandel und der Veranstalter erwirtschaftet (im Idealfall) Gewinn) von den Veranstaltern organisiert wurde. Ich halte es also nur für fair und anständig, wenn die Gemeinde für „ihren Teil der Abmachung“ (die Genehmigung) die Einhaltung der gestellten Auflagen erwarten kann und der Veranstalter diese letztendlich auch gewissenhaft umsetzt.
        Als positives Beispiel möchte ich hier das „Bavarian Battle Open Air“-Festival, das seit einiger Zeit in Pfaffing veranstaltet wird, anführen. Mit den Veranstaltern dieses Festes bestanden noch nie nennenswerte Differenzen, da sie sich gewissenhaft an Auflagen halten (z.B. im Lärmschutz). So haben alle etwas davon – die Anwohner und auch die Festivalbesucher.

        Von Ihrer Aussage im letzten Absatz „… ja nicht vor meiner Haustür, wo anders ist mir doch egal …“ möchte ich mich klar distanzieren. Ich habe nichts gegen das Festival oder dessen Veranstalter und ich habe auch nichts dagegen, dass es in Pfaffing stattfindet. Mit meinem Kommentar möchte ich nicht kränken, provozieren oder in irgendeiner Weise gegen die Veranstalter agitieren.
        Ziel meines Kommentars ist der Versuch, den Veranstaltern Gründe für die Konflikte und das letztendliche Scheitern des Festivals aufzuzeigen und Denkanstöße zu geben, wie man das Festival (wie beschrieben gerne auch wieder in Pfaffing) zur Zufriedenheit beider Seiten erneut durchführen könnte.
        Ich hoffe (und denke), dass ich im Namen der meisten Pfaffinger spreche, wenn ich sage, dass wir überhaupt nichts gegen die Festivals bei uns im Dorf haben und uns freuen, dass uns viele unterschiedliche (und durchgehend freundliche) Menschen besuchen. Wichtig dabei ist aber, dass Vereinbarungen für ein friedliches Miteinander von beiden Seiten eingehalten werden, nicht nur von der Gemeinde.

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        1. @Elena, das ist mir klar das es darum nicht geht, ich wollte damit zeigen das es wo anders permanent Lärm gibt für den sich niemand intressiert und mit der wenigen und einfachen mitteln zu beheben ist.
          @Pfaffinger, ich habe das schon auch so verstanden, ich sehe aber auch immer wieder in Wasserburg das Leute sich vor Ihrer Haustür über alles aufregen und wenn Sie dann ein Dorf weiter sind machen Sie genauso wie sich darüber aufregen. Gilt nicht für alle. Auch kann ich es nicht verstehen, das die Gemeinde immer wieder die Veranstaltung zulässt wenn der Veranstalter sich in den 10 Jahren scheinbar nicht an die Abmachungen hält? Bei solchen Veranstaltung lässt es sich nicht vermeiden, dass Lärm (für die die es mögen auch Musik genannt 🙂 ) und auch Dreck entsteht.

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    2. Ich sag nur, Volksfeste, Burschenfeste, Dorffeste, Sportvereinsveranstaltungen, Nationenfeste, Weinfeste, Nachtflohmärkte, etc, etc……
      Eigentlich komisch, dass das dann alles gaaanz normal ist.

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  3. Die Polizei sollte mal schauen dass sie die Vandalen in der Stadt zu fassen bekommen. Und nicht die friedlichen Festivalbesucher schikanieren. Aber das letztere ist halt einfacher!

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  4. goa hin oder her … Drogen Konsum herrscht überall!!!! Meine erste Erfahrungen dürfte ich in der hip hop Szene und ich rede hier nicht von kiffen! Traurig das es so ne Oberflächlichkeit seitens der Behörde gibt…

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  5. H.W.J.J.SCHUMACHER

    F R E I H E I T
    IST FÜR MICH ZU TUN UND LASSEN WAS ICH WILL
    (solange ich keinen anderen schädige oder gefährde)
    DIE EXIKUTIVE (IN DEUTSCHLAND POLIZEI)(BÜRGERWEHR WASSERBURG): IST DAZU DA DIESE FREIHEIT ZU SCHÜTZEN UND ZU GEWÄRLEISTEN
    AUCH IN BAYERN
    WIR LEBEN DOCH ALLE UNSER LEBEN IN DER TRADITION DES „ROCKEN ROLL“ : WOODSTOCK:ROCKPALAST: MOTORRADTREFFEN:ROCK AM RING:TOLLWOOD:WAAAACKEN:KANIBALEN MASSAKAAA:WASSERBURGER NÄCHTE:u.s.w.u.s.w.: WIR TUN DOCH KEINEM WAS:
    DA WILL MAN DOCH MAL HINGEHEN KÖNNEN UND ABSCHILLLLEN OHNE IN EINER KARTEI AUFZUTAUCHEN UND EINEN PROZESS AM ARSCH ZU HABEN::

    L A S S T U N S D O C H I N R U H E !!!! !

    WIR GEHN DEN GANZEN TAG BUCKELN ZAHLEN HIER
    UNSERE STEUERN
    FÜR GENAU DIESE F R E I H E I T DIE IHR UNS ALLEN ANDAUERN SO VERMIEST. DA MACHT DAS LEBEN IN WASSERBURG BALD KEINEN S P A S S MEHR
    ICH BIN COSMOPOLIT(WELTBÜRGER): ICH HABE DIE WELT GESEHEN ICH BIN ÜBERALL WILLKOMMEN :
    ICH BIN FREI UND KANN AUCH WEGGEHEN UND VIELE
    GLEICHGESINNTE FREIGEISTER MIT MIR
    WOLLT IHR DAS ? ? ?
    MEINE FRESSE : KLEINGEISTER HOCH DRE I :WISST IHR DENN ÜBERHAPT N I C H T WIE VIELE WIR SIND:
    DIE SO DENKEN : NEU DENKEN : ANDERS DENKEN ;UMDENKEN

    ANONYMOUS LÄSST GRÜSSEN

    NUR TOTE FISCHE SCHWIMMMEN MIT DEM STROM

    WER SEINEN KOPF RAUUSSTRECKT BEKOMMT GEGENWIND IS DOCH KLAR
    MEIN GOTT DAS MUSS AN ABKÖNNEN IST DOCH KEIN PROBLEM ODER ?
    FUCK THE LIMIT AND GO FURTHER
    (MY ENGLISH IS NOT THE BEST)
    BUT YOU KNWO WHAT I MEAN
    MARCUS MÜLLER
    STAY FOR IT : FIGHT THE LIMIT :
    MACH WEITER
    GIVE OUER DREAMS A CHANCHE
    GO FOR IT
    YOU MUST FIGHT FIGHT FOR YOUR (OUR) RIGHT
    WIR STEHEN HINTER D I R
    SO BLÖD KANN DOCH KEINE KOMMUNALPOLITIK SEIN
    STEUERZAHLER ZU VERGRAULEN (ECHT JETZT ODER WO SIND WIR DENN HIER IM KINDERGARTEN ODER WAS)
    UND AUSSERDEM „WANN SIND WIEDER DIE W A H L E N“?
    N A A L S O G E H T DOCH ODER ?
    HOCHACHTUNGSVOLL
    H.W.J.J.SCHUMACHER

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    1. Besonders „friedlich“ klingt Ihr Kommentar nicht. Zu tun und lassen, was man will? Okay. Abchillen? Okay. Aber das, was Sie fordern („Lasst uns in Ruhe“), das möchten andere (die ebenfalls arbeiten und viell. kleine Kinder haben) auch. Bei uns, obwohl kilometerweit weg wohnend, klirrten in den Vorjahren die Fenster, das ganze Haus dröhnte Tag und Nacht vom Lärm. An Schlaf war nächtelang kaum zu denken. Und wer denkt eigentlich an die Tiere des umgrenzenden Waldes?
      „Fuck the Limit“?? „You Must fight fight for your right“?? Genau diese Einstellung (incl. Wortwahl) lässt Rücksichtslosigkeit erkennen.
      Nicht über den eigenen Tellerrand schauen zu können, trifft also auch auf Sie zu. DAS ist übrigens „kleingeistig“!
      Wenn es um „Freiheit“ und „Abchillen“ geht, geht das denn nur unter unsäglichem Lärm und für manche nur mit Drogen, Waffen und zuviel Alkohol? Wenn nicht so maßlos übertrieben worden wäre, hätte vermutlich niemand was gegen weitere Festivals gehabt.

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      1. H.W.J.J.Schumacher

        LIEBE ELENA
        Natürlich kann ich mich auch sehr gewählt ausdrücken. Schliesslich will ich ja polarisieren und da muss man verbal schon mal zu einer moderneren härteren Wortwahl greifen. Und wenn ich von der Spätschicht ausschlafen will dann stört mich auch der Lärm derer die den Markt aufbauen. Wenn mein Haus von guter Musik wackelt würde ich mich freuen so wie die Tiere im Wald die mal was anderes geboten bekommen .
        Der Eine will feiern,der Andere will schlafen und DU und Ich schreiben hier Komentare. So ist das Leben eben .
        ABER WENNS UM DIE „FREIHEIT „GEHT HALLÖCHEN DA BIN ICH GANZ VORNE MIT DABEI
        Habe die Ehre
        H.W.J.J.SCHUMACHER

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        1. Bin ich froh! Bin in der Lage, zu polarisieren und mich trotzdem gewählt auszudrücken.

          Noch eine Bemerkung zum Thema: Ein bisschen Rücksicht und Verständnis auf beiden Seiten, dann klappt es auch, wenn man gegensätzliche Interessen hat. Ich bin so frei ……..

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    2. @Schumacher: Was haben Sie denn genommen? Geil, ich will das auch…

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      1. @Checker: rate dringend von ab, scheint arg schädlich zu sein und am Ende steht die Polizei noch bei Íhnen im Haus und bringt Sie nach Gabersee brrrrrr

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  6. @Hr. Müller Marcus:

    Es war doch schon immer so, dass wenn ein paar „Paradiesvögel“ eine Party veranstaltet haben, dass der typische „CSU Bulle“ Angst um seine Macht bekommen hat und die Party auflösen wollte.
    Und was kommt dabei heraus: International gesehen haben wir jetzt die TERROR Scheisse am Hals, weil jahrzehntelange Unterdrückung und Ausbeutung ganz einfach eben genau so etwas auslöst. Warum wundern wir uns, wie krank die Attentäter sind? Wir haben sie jahrzehntelang gequält und wir stumpfen ab und schauen Geissens oder Superbowl und müllen die Welt zu.
    Eigentlich sind wir die Armen….

    Marcus: Ich hoffe Du resignierst nicht um machst so weiter, wie gehabt. Du warst und bist schon immer DEINEN IDEALEN treu geblieben. Nur weiter!
    Lasst uns die Macht- und Geldsüchtigen weiter sticheln. um hoffentlich irgendwann auch anderen die Augen zu öffnen.
    Die Kannibalen sind tot – es leben die Kannibalen!

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    1. Max Mustermann

      @elena wenn du auf einem goa festival waffen findest sag mir bitte bescheid ich glaube an keinem goa festival auf dieser welt wirst du eine waffe finden oder gewalt villeicht beschäftigt und informiert ich euch mal über diese musik und den ursprung bevor ihr irgendwelche hirnrissigen urteile fällt… bin mir ziemlich sicher dass ein polizist mehr waffen daheim hat als ALLE goaner auf der welt peace and love and a lot of happiness

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    2. Andrea Dolinsek

      Pfaffinger, 16.07.2016
      Mir stellen sich die Haare auf, wenn ich höre, dass im Nachbarort noch die Fenster und der Dachstuhl gewackelt haben.
      Da solltet ihr euch bei dem beschweren der euch das Haus gebaut hat.Bei uns haben noch bei keinem Kannibalen Massaker die Fenster oder der Dachstuhl gewackelt. Natürlich kann man nicht schlafen, wenn man sich über etwas aufregen muss, da stört auch Vogel gezwitscher,legt man sich ganz entspannt ins Bett, schläft man einfach. Der Polizeiaufmarsch war total übertrieben, die sollten mal an unsern Schulen kontrollieren da finden Sie sicher mehr.Ich wäre echt traurig, wenn das Festival nicht mehr statt finden würde. Die Atmosphäre ist super, die Besucher sind alle freundlich und nett. Nur weil sie nicht aussehen wie jeder, müssen Sie weg. SCHEISS VORURTEIL !!!

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      1. Sorry, das ist Unsinn, es geht an dem Geschriebenen völlig vorbei. Zum Einen ist zwischen Vogelgezwitscher und kilometerweit dröhnenden Bässen ein Unterschied, zum Anderen wurde hier nicht gesagt „die müssen weg“. Ich habe nichts gegen das Festival, sofern ein bisschen Rücksicht genommen würde.
        Sie lesen in Ihrem Zorn aus Kommentaren Beliebiges heraus. Bitte genauer lesen, überdenken und dann schreiben..
        Klinke mich aus der Diskussion aus, weil in dieser Form sinnfrei.

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        1. Andrea Dolinsek

          Sorry Elena,war nicht auf dich bezogen.

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      2. Liebe Frau Dolinsek,
        im ersten Punkt möchte ich mich Elena anschließen. Es besteht doch ein signifikanter Unterschied zwischen Naturgeräuschen und dem dumpfen, die ganze Nacht hindurch dröhnenden, Bass. Von Ihrer Hyperbel „….Fenster und der Dachstuhl gewackelt“ nehme ich Abstand, da die Situation so nicht von mir beschrieben wurde. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass dies bei den näheren Anwohnern tatsächlich so eingetreten ist.
        Des Weiteren möchte ich Sie darauf hinweisen, dass Ihre Unterstellung, die Besucher müssen „weg“, nur „weil sie nicht aussehen wie jeder“, für mich und für viele andere Pfaffinger kränkend ist und nicht im Geringsten der Realität entspricht. Bereits in meiner Antwort an Herrn Roland habe ich geschrieben, dass wir nichts gegen die Festivalbesucher haben, im Gegenteil. Diese sind stets freundlich; es gab (meines Wissens nach) noch nie Konflikte mit Festivalteilnehmern. Außerdem stellt Diversität doch eine Bereicherung für unsere Gesellschaft dar. Laut der Gemeinde Pfaffing handelt sich das Gelände um ein Biotop, weswegen keine Veranstaltungen dort mehr genehmigt werden.
        Meine Kritik richtet sich speziell an die Festivalorganisatoren und deren Umgang mit den mit der Gemeinde vereinbarten Auflagen (die leider auch dieses Jahr wieder nicht eingehalten wurden).

        Noch einmal, bevor es erneut unterstellt wird: Die meisten Pfaffinger haben weder etwas gegen das Festival noch gegen dessen Besucher, egal wie diese aussehen. Es geht lediglich um die Einhaltung der Auflagen, die die Gemeinde nach Genehmigung der Veranstaltung auch erwarten können sollte.

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        1. Andrea Dolinsek

          Lieber Herr Pfaffinger,
          da ich ein näherer Anwohner des Festivals bin, kann ich nur sagen, dass mich die dröhnenden Bässe noch keinen Schlaf gekostet haben.

          Wegen der Naturgeräusche, damit wollte ich lediglich darauf hingewiesen haben, egal wie still es ist, wenn man sich über etwas ärgern muss, kann man nicht schlafen.

          Mit meinem Text wollte ich nur mal sagen, dass es in Pfaffing auch jede Menge Bürger gibt, die das Festival gut finden, die wahrscheinlich NICHT bei der Gemeinde anrufen. Wir können die Unterhaltung gerne bei der nächsten Begegnung fortsetzen.

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  7. Manuel Michaelis

    Eine liberale Gesellschaft muss wissen, dass es abweichende Lebensformen gibt und diese auch akzeptieren.
    Klaus von Dohnanyi 1987, nachdem er entschieden hatte den Dialog mit den Hausbesetzern zu suchen, statt räumen zu lassen.

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    1. Dann gilt aber diese Akzeptanz für beide Seiten. Und das geht hier in den, zum Teil doch sehr hitzigen, Diskussionen so gar nicht hervor. Kein Mensch kann mich ich übrigen dazu zwingen,eine andere Meinung zu akzeptieren. Ich habe andere Ansichten oder „Lebensformen“ zu respektieren, aber das ist dann schon alles. Desweiteren möchte ich dann doch einmal anmerken, dass gerade die Pro-Festival Herrschaften in einer Ausdrucksweise kommunizieren, wo es einem die Haare aufstellt. Das sagt ja auch schon eine Menge über den jeweiligen Typus aus und diese Aussage hat in keinster Weise etwas mit einem Vorteil zu tun, sondern hier fehlt bei vielen Respekt und Anstand…..

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  8. Interessante und kontroverse Kommentare, dazu fällt mir ein Spruch ein:
    „Es ist mit unseren Urteilen, wie mit unseren Uhren. Keine geht mit der anderen vollkommen gleich und jeder glaubt doch der seinigen.“ ( Christ. Fürchtegott Gellert)

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  9. Es gibt viele Diskussionen in diesen Forum (respektvoll und anständig) und nichts und niemand wird alle unter einen Hut bringen.

    Das ist ganz normal …… aber so oder so: Das Festival ist auch für mich (Normalo) eine Super-Sache. Es ist nur schade, dass es in Pfaffing so viele Gegner gibt.

    BIOTOP??????? Wo is dohint in der Kiesgruam a Wossa????? De Drecklocka neba da Stross??????

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  10. Soo viele neue Herausforderungen und Probleme auf der Welt…

    schaut nach Istanbul, Nizza, Paris und ja: auch nach Köln an Silvester und die Freibäder (Duisburg.z.Bsp.) welche Auflagen werden da missachtet??!

    Man sollte meinen, wir haben ganz andere Hotspots, derer sich die Polizei annehmen müsste, als ein paar Kiffer, die friedlich feiern und danach ins Zelt kriechen.

    Macht die Augen auf; die Welt verändert sich gerade – aber sicher nicht wegen ein paar Bassbeats-Nächten in der Fuizn!

    Wir wissen alle noch gar nicht, wie wir irgendwann vielleicht henau dieses – von allen Religionen unbelastete – menschliche Zusammensein vermissen werden … macht uns nicht eine der letzten Bastionen der Unbeschwertheit kaputt!

    Der Polizeieinsatz: Eine Machtdemonstration der Ohnmächtigen. Dreht euch um: Der Feind ist immer eher im Rücken!

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    1. Wo sind eigentlich echte Fakten ? Wie viel von Was genau wurde Gefunden ….. Was hat der Einsatz der P. (Stunden ,Fahrzeuge) gekostet… Wie viel Db wurden in der Umgebung gemessen ? Warum wird das verheimlicht ? vielleicht weil es in keinem Verhältnis steht ? (…) …. Kultur und Kunst…. scheinbar in Pfaffing ein unbekanntes Fremdwort (…)
      Das war reine Schikane wie beim Söllner…….. da hilft auch kein Klugsch. vom anonymen Pfaffinger… schammer muas ma se…. für sei Hoamatl… de immer mehr braun wird….

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  11. Das erinnert mich sehr stark, die älteren können sich noch erinnern, an die Passauer Open-Airs auf dem Thingplatz. Man kam von seiner verrichteten Notdurft zurück zum Zeltplatz, die Zelte offen, Lagerfeuer brannte noch, seine Wertgegenstände lagen noch herum. Nur die Freunde und Bekannten waren weg? Alienentführung? Nein, hatte wohl einer der Bekannten was dabei, reichte um alle mitzunehmen. Von Brandschutz usw. keine Spur. Bin jetzt 46, damals 18, was hat sich geändert, nix!!!

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