Im Einsatz für den Nächsten (9)

Unsere Serie zu „150 Jahren Feuerwehr Wasserburg” – Heute: Thomas Rothmaier

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rothmaier_kIm Einsatz für den Nächsten – so heißt unsere Serie, die wir zum Jubiläumsjahr der Feuerwehr Wasserburg bringen. Michi Schober von der Wasserburger Stimme hat sich mit den Frauen und Männern der Wehr getroffen und mit ihnen über ihren Einsatz und ihre Motivation gesprochen. Herausgekommen sind zehn Kurzporträts, die einen Einblick geben ins Ehrenamt der Floriansjünger. Im 9. Teil: Thomas Rothmaier. Er ist …

… seit 31 Jahren Mitglied und – wie viele seiner Kameraden – auch schon mit der Feuerwehr aufgewachsen: Sein Vater war 50 Jahre lang Floriansjünger. So lernte er natürlich auch viele seiner Freunde bei Vereinstreffen kennen. „Mit der Zeit entwickelt sich automatisch das Interesse, selbst ein Teil der Wehr zu werden“, sagt Rothmaier.

Inzwischen ist er Zugführer, Brandmeister und auch immer wieder Einsatzleiter, wenn die Feuerwehr ausrücken muss.

Da der Floriansjünger mit langjähriger Erfahrung geschäftsführender Beamter der Stadt Wasserburg ist und als Chef der Verwaltung wichtige Aufgaben zu erfüllen hat, kann er nicht an jeder Rettungsaktion teilnehmen: „Da hab‘ ich dann manchmal ein richtig schlechtes Gewissen. Ich habe mich verpflichtet zu helfen, wenn jemand in Not gerät und will auch meine Kameraden nicht im Stich lassen. Aber manchmal kann ich aus dem Rathaus einfach nicht raus.“

Die Verpflichtung gegenüber der Wehr würden alle Feuerwehrler sehr ernst nehmen „und so feilt man an seinen Fähigkeiten. Das Profil wird geschärft. Es gibt so viele verschiedene Varianten von Unfällen, Lösungen am Einsatzort und vor allem, wie Opfer und Beteiligte reagieren können. Da lernt man mit der Zeit einfach, mit Personen und Notsituationen umzugehen.“

Bei der Feuerwehr könne man viel über Menschen in Stress-Situationen lernen. Das Wichtigste sei, in jedem Moment einen klaren Kopf zu bewahren und gemeinsam mit seinen Mitstreitern eine Lösung zu finden, meint Rothmaier. „Beim Dienst am Nächsten spielt aber auf jeden Fall Herzblut eine ganz große Rolle. Es gibt so viel an Lebensfreude zurück, wenn man sieht, dass man helfen konnte. Das bedeutet für mich eine enorme Genugtuung und verbessert das Selbstwertgefühl. Man bekommt sowas normal nirgends mit.“ Die Gemeinschaft der Wehr ist für Rothmaier unersetzlich: „Es herrscht eine unbeschreibliche Kameradschaft und ein unheimliches Gemeinschaftsgefühl bei uns. Deswegen mach ich das weiter, so lang es geht.“ MS

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