Im Einsatz für den Nächsten (6)

Unsere Serie zu „150 Jahre Feuerwehr Wasserburg" - Heute: Timo Paul

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photoIm Einsatz für den Nächsten – so heißt unsere Serie, die wir zum Jubiläumsjahr der Feuerwehr Wasserburg bringen. Michi Schober von der Wasserburger Stimme hat sich mit den Frauen und Männern der Wehr getroffen und mit ihnen über ihren Einsatz und ihre Motivation gesprochen. Herausgekommen sind zehn Kurzporträts, die einen Einblick geben ins Ehrenamt der Floriansjünger. Im 6. Teil: Timo Paul, mit 16 Jahren einer der jüngeren Vertreter der Wehr.

Der Absolvent der Wasserburger Realschule besucht seit diesem Schuljahr die Fachoberschule, will aber weiterhin aktiv bei der Feuerwehr bleiben. Denn dort hat er inzwischen viele Freunde gefunden. „Ich bin mit elf Jahren von Obing nach Wasserburg umgezogen. Meine Mutter meinte damals, ob ich nicht zur Feuerwehr gehen wolle. Und weil ich noch neu war in Wasserburg, ging ich da hin, um neue Kumpel zu finden.“

Und so war es dann auch. Anfangs noch sehr schüchtern, als Elfjähriger unter zumeist erwachsenen Floriansjüngern, wurde er gleich herzlich aufgenommen. „Alle waren sehr nett und engagiert. Ich durfte mit meinen elf Jahren schon einiges sehen. Mit zwölf hab ich dann sofort meine Bewerbung abgegeben. Als Jungfeuerwehrler macht man bei den Jugendübungen mit und kann bei Tests und Wettbewerben Abzeichen für die Uniform erringen. Außerdem wird man mit der Zeit auch immer mehr bei den erwachsenen Feuerwehrübungen eingebunden.“

Als Timo 16 wurde, konnte er bei richtigen echte Einsätze mitfahren, „das war dann schon etwas Anderes. Aber mit den Kameraden und deren außergewöhnlichen Hilfsbereitschaft fand ich auch da ganz schnell rein. Und es gibt nicht gerade wenige Einsätze für uns. Kein Wunder bei diesem riesigen Einzugsgebiet.“

Zum Glück gab ihm die Realschule die Möglichkeit, auch an Übungen teilzunehmen, die tagsüber stattfanden. Zwar nur in der letzten Schulstunde, nach den Prüfungen aber auch schon mal ab 11 Uhr. „Bei meiner jetzigen Schule muss ich erst noch fragen.“

Timo mag bei den Einsätzen natürlich weniger, wenn Bekannte verwickelt oder Angehörige der Betroffenen anwesend sind. Aber sonst genießt er die Verbundenheit und Hilfsbereitschaft der Feuerwehrkameraden untereinander. „Wenn man jemanden braucht, sind sofort alle da. Viele sind zu engen Freunden geworden und man trifft sich auch in der Freizeit. Alle Feuerwehrler halten zusammen. In ganz Deutschland. So kann ich mir ohne Probleme jede Feuerwache in Deutschland anschauen. Das ist echt interessant.“

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Ein Gedanke zu „Im Einsatz für den Nächsten (6)

  1. Die Freistellung der Realschule war für die Einsätze, nachdem Timo mit 16 Jahren aktiv dabei sein durfte nicht zu Übungen. Diese finden hauptsächlich am Abend und an Wochenenden statt. Auch daran sieht man wieviel Zeit und Engagement von den Mitgliedern und Ausbilder investiert wird.

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