Im Einsatz für den Nächsten (1)

Unsere neue Serie zu „150 Jahre Feuerwehr Wasserburg" - Heute: Erol Coskun

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erol coskun

Im Einsatz für den Nächsten – so heißt unsere neue Serie, die wir zum Jubiläumsjahr der Feuerwehr Wasserburg bringen. Unser Mitarbeiter Michi Schober hat sich mit den Frauen und Männern der Wasserburger Wehr getroffen und mit ihnen über ihren Einsatz und ihre Motivation gesprochen. Herausgekommen sind zehn Kurzporträts, die einen Einblick geben ins Ehrenamt der Floriansjünger. Im 1. Teil:  Jugendwart Erol Coskun (unser Foto) …

„Ich war schon als Kind von der Feuerwehr begeistert. Mit zwölf Jahren wollte ich unbedingt schon als Jungfeuerwehrler mitmachen. Aber das erlaubten meine Eltern leider nicht. Ich konnte sie aber dann überzeugen, zunächst zu den Johannitern zu gehen, um dort zu helfen. Für die Feuerwehr musste ich warten, bis ich 18 Jahre alt war und selbst entscheiden konnte“, sagt Erol Coskun.

Und diese Entscheidung habe er bis heute nicht bereut. „Im Gegenteil, ich war von Anfang an voll dabei.“ Er schätzt, wie jeder seiner Kameraden, die enge Freundschaft und ausgeprägte Hilfsbereitschaft untereinander. „Mich fasziniert aber ebenso die Entwicklung der Rettungstechnik und der Fahrzeuge. Und dazu hab ich noch das Glück, von meinem Arbeitgeber im Alarmfall freigestellt zu werden.“

Weil Erol Coskun selbst nicht als junger Bursche der Feuerwehr beitreten durfte, sah er sich bald der Jugend verpflichtet. So kümmert er sich seit 2012 um die jungen Feuerwehrler. Zuerst noch mit seiner Vorgängerin Michaela Huber, aber schon im zweiten Jahr war er alleine dafür verantwortlich, die Feuerwehranwärter auszubilden.

„Im Moment sind es zwölf Jugendliche und vier Interessenten. Wer Lust hat, kann jeden zweiten Samstag von 14 bis 16 Uhr zur Gruppenstunde kommen, oder sich über Facebook ein Bild machen.“ Die einzige Voraussetzung sei, dass man zwölf Jahre alt sein müsse. „Das ist auch ein echtes Problem für uns, weil uns da die Sport- oder Trachtenvereine die meisten jungen Leute schon weggeschnappt haben.“

Interview: Michi Schober

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