„Ich wünsche Ihnen eine geschickte Hand“

Wasserburg: Bürgermeister und Stadtrat begrüßen den neuen Chef der Polizei

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5Der Wasserburger Stadtrat hat gestern am Abend offiziell den neuen Leiter der Polizei willkommen geheißen: Der zweifache Familienvater Markus Steinmaßl leitet seit Januar die Polizeiinspektion Wasserburg (wir berichteten). In der vergangenen Stadtratssitzung stellte sich der einsatzerfahrene Polizeibeamte vor und stand den Stadträten Rede und Antwort. Bürgermeister Kölbl begrüßte den neuen Leiter herzlich: „Ich wünsche Ihnen eine geschickte Hand sowie das nötige Glück und hoffe, dass Sie uns lange erhalten bleiben.“

Der Polizeihauptkommissar gab in der gestrigen Stadtratssitzung einen kurzen Einblick in seinen Werdegang. In 23 Jahre Polizeidienst, angefangen mit dem Hochschul-Studium in Fürstenfeldbruck, durchlief Steinmaßl zahlreiche Stationen und Fachbereiche. Zuletzt hatte der einsatzerfahrene und fachkompetente Polizeibeamte die stellvertretende Leitung der Polizeiinspektion Waldkraiburg: „Aus dieser Position konnte ich einige hilfreiche Dinge nach Wasserburg mitnehmen.“

Besonders betonte Markus Steinmaßl, die Kooperation mit den ansässigen Institutionen: „Hier ist die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Einrichtungen, wie der Feuerwehr, wirklich sehr gut.“

Trotz anfänglicher Bedenken aufgrund der Faschingszeit, im Zusammenhang mit den Asylbewerbern, konnte Steinmaßl eine positive Bilanz ziehen: Ihm seien keine Faschingsvorfälle bekannt.

Vor allem dem Arbeitskreis Asyl sprach der Polizeibeamte große Anerkennung aus: „Dank der intensiven Zusammenarbeit mit dem Asylkreis, ist der Fasching sehr gut gelaufen.“ Man habe an der Wasserburger Realschule ein Projekt durchgeführt, in dem den Asylbewerbern erklärt wurde, „was Fasching bei uns bedeutet.“

Dennoch betonte er: „Die Wasserburger Polizei wird alle Straftaten verfolgen.“ Es werde kein Unterschied gemacht, „aus welchen Ländern und Staaten die straffälligen Personen kommen.“

In der anschließenden Fragerunde bedauerte Josef Baumann (Freie Wähler Reitmehring) : „Es ist schade, dass sich die Polizei aus der Altstadt verabschieden will.“ Steinmaßl erklärte jedoch, dass in der Stadt kein geeignetes Grundstück für den geplanten Neubau der Inspektion vorhanden sei. „Ich hätte sonst natürlich nichts dagegen, in der Altstadt zu bleiben.“

Des Weiteren kam die Frage auf, im Zuge des Neubaus, eine Personalverstärkung durchzuführen. Momentan habe die Wasserburger Polizei eine sogenannte Soll-Stärke von 39 Personen. Es werde zwar im nächsten Jahr Abgänge geben, diese werden jedoch durch junge Kollegen relativiert. „Quasi ein Nullsummenspiel auf Zeit“, sagte der Polizeibeamte. Er könne keine Auskunft über mögliche Personalaufstockungen geben: „Zu dieser Thematik werden leider keine Versprechungen gemacht.“

Dennoch gäbe es Bereiche, in denen sich der Dienststellenleiter „mehr Nachwuchs“ wünsche. Eine der angesprochenen Abteilungen sei die Dienstgruppe, unter anderem die Streife: „Vor allem Freitag und Samstag nachts gilt als Brennpunkt.“ Außerdem würden durch die Inn-Salzach-Klinikum Betreuung einige Beamte, die in mehreren Sachbereichen tätig sind, teilweise ganztägig „ausfallen“.

id

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