Heute erstmals „Blitzer“ im Einsatz

Autofahrer waren „sehr brav" - Ab jetzt jede Woche Messung in Wasserburg

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DSC_0702Am Waaghäusl am Max-Emanuel-Platz hat’s heute geblitzt! Erstmals war der Zweckverband „Kommunale Verkehrssicherheit Oberland“ in Wasserburg im Einsatz. Im Auftrag der Stadt wird der Verband künftig mindestens 20 Stunden im Monat den fließenden Verkehr kontrollieren (wir berichteten). Michael Braun, Geschäftsführer des Zweckverbands (rechts), und Bürgermeister Michael Kölbl stellten heute das gemeinsame Projekt vor. Mit dabei: Georg Schmaderer vom Ordnungsamt der Stadt und Alexandra Aichner von der Wasserburger Polizei.

DSC_0698„Wir bekommen das ganze Jahr über Beschwerden von den Bürgern, dass im Stadtgebiet an den verschiedensten Stellen zu schnell gefahren wird“, sagte der Bürgermeister. Die Polizei habe zahlreiche andere Aufgaben und können deshalb die Geschwindigkeitskontrollen nicht leisten. Die Stadt selbst habe weder die technische Ausrüstung noch die Qualifikation für solche Kontrollen. Das führe dazu, dass die Disziplin der Autofahrer doch bisweilen zu wünschen übriglasse. „Wir haben uns deshalb einen kompetenten Partner gesucht, der dies Aufgaben für uns übernehmen kann“, so Kölbl.

Für die Stadt sei die Zusammenarbeit mit dem Zweckverband eine ideale Kombination, so der Bürgermeister weiter. „Wir haben quasi kein Kostenrisiko, weil wir nach Stunden abrechnen.“ Im Übrigen überlege man mittlerweile, ob man nicht auch bei der Kontrolle des ruhenden Verkehrs mit dem Zweckverband zusammenarbeiten könne.

Letzteren stellte heute bei der ersten Blitzer-Aktion in Wasserburg dessen Geschäftsführer Michael Braun vor. Man sei mittlerweile in insgesamt 103 Kommunen im Bereich zwischen Landsberg und Rosenheim im Einsatz. „Wir kontrollieren in sieben Landkreisen und in der kreisfreien Stadt Rosenheim“, so Braun. Und weil immer wieder die entsprechende Frage auftauche, wolle er gleich auch eines richtigstellen: „Wir sind keine Firma, die nach Gewinnmaximierung strebt, sondern eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ein Verbund aus Gemeinden.“ Weil sich jede einzelne die teure Technik (ein Messwagen kostet bis zu 180.000 Euro) sowie das ausgebildete und zertifizierte Personal nicht leisten wolle und könne, habe man den Zweckverband geründet.

Mittlerweile seien zwölf verschiedene Messwagen im Einsatzgebiet unterwegs. „Das ist auch wichtig, damit sich die Autofahrer nicht an ein Fahrzeug gewöhnen.“

Angesiedelt ist der Zweckverband „Kommunale Verkehrssicherheit Oberland“ in Bad Tölz. Nach Wasserburg werden die Messwagen mindestens einmal die Woche ausrücken. „An ganz verschiedenen Stellen. Wo wir halt Gefahrenpotenzial sehen. Das bestimmt die Stadt als Auftraggeber“, so Bürgermeister Michael Kölbl.

Heute stand der „Blitzer“ am Waaghäusl am Max-Emanuel-Platz. Erstes Ergebnis: Die Wasserburger Autofahrer waren „sehr brav“. Nach zwei Stunden Messung gab es gerade einmal drei Prozent Überschreitungen. In der Tempo-30-Zone war der Schnellste mit 47 unterwegs. Allerdings: Der Rummel rund um die erste Blitzer-Stelle war heute auch schwer zu übersehen. HC

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Georg Schmaderer vom Ordnungsamt der Stadt (Mitte), Alexandra Aichner von der Polizei sowie ein Mitarbeiter des Zweckverbandes.

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Im Messwagen …

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