„Haben über Jahre gut gewirtschaftet“

Rekordhaushalt der Stadt Wasserburg: Das sagt der Bürgermeister

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KoelblStein_kleinDreieinhalb Stunden, neun ausführliche Stellungnahmen – die gestrige Sitzung des Wasserburger Stadtrates zum Haushalt 2015 hatte es eben so in sich, wie der Rekordhaushalt selbst. 52 Millionen Euro umfassen Verwaltungs- (33,8 Millionen) und Vermögenshaushalt (18,1 Millionen) – Summen, wie noch nie! Trotz des relativ geringen Schuldenstandes (5,3 Millionen) und der hohen Rücklagen (7,9 Millionen) gibt es auch ein paar Wermutstropfen. Wegen der geringen Zuführung zum Vermögenshaushalt (1,7 Millionen in 2015, 2014 waren es immerhin noch 3,3 Millionen) und der hohen Investitionen (zum Beispiel Mittelschule), wird sich das komfortable Polster demnächst in Rauch auflösen. Das sagt der Bürgermeister …

„Wir haben über Jahre gut gewirtschaftet. Deshalb sind wir genau zum richtigen Zeitpunkt mit den nötigen Finanzmitteln ausgestattet“, so Kölbl, der wie immer die Haushaltsdebatte mit seinem Resümee und Ausblick eröffnete.

2015 sei ein Jahr, das von besonderen Ausgaben geprägt sei, nicht nur im Vermögenshaushalt, sondern auch im Verwaltungshaushalt, der mit zehn Millionen Euro einen außergewöhnlich hohen Sachaufwand verbuche. „Darunter fallen unter anderem die Sanierung des Kernhauses, Kanaluntersuchungen, Sanierungsmaßnahmen am Parkhaus Kellerstraße und die Zuschüsse für den Stadtbus.“ Gerade beim Sachaufwand sei es absolut nötig, die Ausgaben genau im Auge zu behalten, um Spielraum für die Zukunft zu haben.

Obwohl zwei Zahlen, nämlich die geplante Entnahme der Rücklagen und die Steigerung der Schulden zunächst schrecken würden, sei alles gut zu finanzieren, versicherte Kölbl.

Die Rücklagenentnahme sei für die Investitionsmaßnahmen an der Mittelschule und am Badria gut zu vertreten „und bei der geplanten Kreditaufnahme bin ich guter Dinge, dass sie nicht in voller Höhe zutreffen wird. 2015 mehr Rücklagen als Schulden zu haben, wäre natürlich wieder ein tolles Ziel.“ Immerhin schließe man auch die Baumaßnahmen an der Schule 2015 ab und habe somit ab 2016 wieder mehr Luft. „Wir haben praktisch eine Punktlandung geschafft: Die höchsten Investitionen sind dann nötig, wenn wir die höchsten Rücklagen haben.“

Natürlich sollen auch in Zukunft für ein attraktives Wasserburg weitere Investitionen folgen. Kölbl: „Heute die Mittelschule, morgen das Museums-Depot, der Reitmehringer Kanal, die Feuerwehrhäuser und das Sozialbürgerhaus. Das alles ist wichtig für ein Mittelzentrum.“

Mit Blick auf „übermorgen“ nannte der Bürgermeister den Umbau des Bahnüberganges in Reitmehring und die Sanierung der Grundschule am Gries als wichtigste Meilensteine. Diese Beispiel machten deutlich: „Wasserburg ist attraktiv und lebendig und wird es auch bleiben“, so Kölbl. Deshalb sei es wichtig, besonders beim Verwaltungshaushalt verantwortungsbewusst zu handeln. Alle Ausgaben im Bereich Personal, Sachaufwand und bei den Zuschüssen müssten stets auf den Prüfstand.

Nachhaltigkeit sei nach wie vor das Schlüsselwort, so der Bürgermeister. Das gelte auch für den Wirtschaftsplan der Stadtwerke, bei denen man trotz der hohen Investitionen und hohen Kosten die schwarze Null nicht aus den Augen verloren habe. Dem Chef der Stadtwerke, Gerhard Selig, dankte Kölbl besonders. Er und sein tolles Team hätten die so dringend notwendige Sanierung des Badrias in Rekordzeit bewerkstelligt.

Abschließend dankt der Bürgermeister den Bürgern für ihr überdurchschnittliches Engagement für ihre Stadt, den Steuerzahlern, dem Stadtrat und vor allem auch Kämmerer Konrad Doser, den Werk- und Geschäftsleitern, dem Stadtbauamt und der gesamten Verwaltung. „Alle zeigen das ganze Jahr über überdurchschnittlichen Einsatz, überzeugen durch ihre Kompetenz, Zuverlässigkeit und ihren Idealismus.“ HC

Warum die Grünen den Haushalt 2015 ablehnen, die CSU gegen den Haushaltsplan für die nächsten Jahre gestimmt hat und was die anderen Parteien bei der Haushaltsdebatte los werden wollten – Wasserburger Stimme am Wochenende lesen … 

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Ein Gedanke zu „„Haben über Jahre gut gewirtschaftet“

  1. Meindl Christa

    Die Parteien sind doch aus Prinzip immer dagegen, das ist in der Kleinstadt so wie in der großen Politik.
    Wer meckert, soll doch vernünftige Vorschläge machen, aber die bleiben aus .

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