Gymnasium als allerletzter Anker in der Not!

Landratsamt: „Retten der Menschen hat Vorrang vor allem, eben auch vor dem Sport"

image_pdfimage_print

Digital StillCameraWasserburg – „Wir werden alles Menschen-Mögliche tun, dass die Turnhalle des Gymnasiums in Wasserburg nicht eine Notunterkunft für Flüchtlinge werden muss. Ich kann nur immer wieder betonen, es ist unsere allerletzte Möglichkeit, die Menschen irgendwie unterzubringen, vor Obdachlosigkeit zu bewahren.“ Das sagt Oliver Winter, Leiter des Büros von Landrat Wolfgang Berthaler, heute gegenüber der Wasserburger Stimme. Der Fall Gymnasium Wasserburg trete ein, wenn nicht mehr ein einziger Platz im Landkreis zur Verfügung stehe. Nach derzeitigem Stand sei das Ende März, Anfang April frühestens der Fall. Allen müsse klar sein, dass …

… nach der kalten Jahreszeit in Deutschland wieder zusätzlich vermehrt die Mittelmeer-Route von den Flüchtlingen genutzt werde. Deshalb wisse zum jetzigen Zeitpunkt niemand, wie sich die Zahlen entwickeln werden ab dem kommenden Frühling.

Natürlich sei die Frage nach dem Sport für die Schüler, nach den Vereins-Aktivitäten der Sportler in Wasserburg permanent präsent, so Winter.

Aber das Retten der Menschen vor einer Obdachlosigkeit habe Vorrang vor allem, eben auch vor dem Sport. Hierfür Alternativen zu finden, wo trainiert werden könne, wo eventuell Liga-Spiele stattfinden können – das sei machbar. Aber wenn es keine einzige Unterkunft mehr gebe für Flüchtlinge im Landkreis und die Menschen einfach dastehen würden, dann müsse der Landkreis handeln. Man könne nur an das Verständnis der Menschen hier appellieren, darauf hoffen.

Die neuerliche, zusätzliche Belegung der Gymnasiums-Halle in Aibling (wir berichteten) verzögere sich zum Beispiel zur Zeit, warum – das wisse man im Landratsamt auch nicht, zuständig sei hier die Regierung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

14 Gedanken zu „Gymnasium als allerletzter Anker in der Not!

  1. Weiß die Regierung denn das auch, dass es nach der Turnhalle in Wasserburg keine weiteren Möglichkeiten im LKR Rosenheim gibt und die Leute dann auf der Straße stehen?

    Zudem stelle ich mir schon ersthaft die Frage, wie es all die anderen Landkreise (Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf, Altötting) schaffen, keine Turnhallen zu belegen, in den Landkreisen ist die Wohnungsnot auch nicht größer als im LKR Rosenheim????

    0

    0
    Antworten
    1. Der Landrat aus Ebersberg hat angekündigt, die Turnhallen wieder dem Sport zuzuführen und die Migranten in großen Tragluftzelten unterbringen. Außerdem hat er bei Seehofer um Verständnis gebeten, dass er in dieser Zeit keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen kann.

      0

      0
      Antworten
      1. Evtl. sollte sich der Landkreis Rosenheim mit Herrn Berthaler und Herrn Winter an der Spitze von solchen Beispielen mal eine Scheibe abschneiden, anstatt alles höflich abzunicken.

        Mit Verlaub, mir kommt da zu wenig Gegenwehr und da bin ich sicher nicht der Einzige, der dieses Gefühl hat.

        Zweifelsohne befinden wir uns in schwierigen Zeiten, da ist es um so wichtiger, dass sich auch die Komunalpolitiker für die jeweilgen LKR, Städte und Gemeinden einsetzen. Das sehe ich leider weder bei der Stadt Wasserburg, noch beim Landratsamt…..

        Anstatt sich lächelnd mit Frau Roth am Brucktor fotografieren zu lassen, sollte man evtl. auch versuchen, sich in aller Form für die Bürgerinnen und Bürger einzusetzen….

        0

        0
        Antworten
    2. Es ist wie bei der „Reise nach Jerusalem“. Nur dass da nicht einmal das dümmste Kind ersthaft glaubt, dass alle einen Platz finden, wenn die Musik aufhört.

      0

      0
      Antworten
    3. Ich denke schon, dass es weitere Turnhallen im Landkreis gibt, die noch nicht belegt sind, es sind die Turnhallen der Gemeinden.

      Und ich könnte mir vorstellen, dass es hier eine Art „Zugriffsrecht“ für den Landkreis/Regierung gibt auf diese Turnhallen. Auch wenn uns Bürgern das nicht unbedingt schmecken mag, weil es hier ebenfalls um Vereinssport und unser bisheriges Zusammenleben geht….

      0

      0
      Antworten
    4. Servus Torsten,
      Ihre Sorge ehrt Sie, aber ich kann Sie beruhigen. Die Regierung und jeder Bürger, der nachdenkt, wissen, dass es auch nach der Turnhalle in Wasserburg weitere Möglichkeiten im LKR Rosenheim gibt und die Leute nach Wochen der Flucht nicht auf der Straße stehen werden.

      0

      0
      Antworten
      1. Ach so, na wenn wir noch so viel Platz haben, warum werden dann zwei Turnhallen in Wasserburg belegt, während andere Gemeinden und Städte so gut wie keine Migranten aufnehmen?

        Zum Thema nachdenken stimme ich voll zu! Wenn man allerdings ernsthaft nachdenkt, wird man zu der Erkenntnis kommen, dass dieser Irrsinn irgendwo Grenzen hat und Deutschland nicht die ganze Welt aufnehmen kann.

        Aber von dieser Einsicht sind Sie, so denke ich zumindest, noch relativ weit entfernt …

        1

        3
        Antworten
        1. Niemand Vernünftiger hat je behauptet, dass Deutschland die ganze Welt aufnehmen kann.

          Die häufige Trotzaussage „Deutschland kann nicht die ganze Welt aufnehmen” ist daher völlig deplatziert und zeigt nur das Fehlen von guten Argumenten.

          Der Irrsinn der Kriege an vielen Orten kennt kaum Grenzen, zumal er durch Waffenlieferungen ständig angeheizt wird.

          3

          1
          Antworten
          1. Naja, ob nun die Trotzaussage nicht doch ein Argument ist, oder Ihre alte Leier mit den Waffenlieferungen, das lassen wir besser mal dahingestellt. In jedem Fall ist es schonmal der erste Weg zur Besserung, wenn endlich eingesehen wird, dass der Zustrom von Migraten (ich sage bewusst nicht Flüchtlinge) seine Grenzen hat, und wenn Sie mich fragen, dann haben wir die Grenze bereits überschritten.

            Das liegt aber sicher auch an Leuten wie Ihnen, die durch Aussagen wie „dass es auch nach der Turnhalle in Wasserburg weitere Möglichkeiten im LKR Rosenheim gibt“ ähnlich wie mit Frau Merkels „Wir schaffen das!“ in die Herkunftsländer nicht gerade das Signal gesendet wird, sich nicht in Bewegung zu setzen. Und wenn es dieses Signal nicht bald gibt, werden dieses Jahr sobald sich das Wetter verbessert nicht 1 Mio. kommen sondern über 3. Mio! Und dann wird es richtige Probleme geben die alle in diesem Land betreffen und das will ich mir erst gar nicht vorstellen.

            In Schweden ist dieser Prozess bereits im Gange das Land galt über Jahrzehnte als Musterbeispiel für Migration, dieses Zeiten sind Geschichte…….

            1

            3
          2. Servus Torsten,
            die Trotzaussage ist selbstverständlich ein Argument (das habe ich nicht bestritten), aber eben kein gutes, denn es richtet sich nur dagegen, dass wir in Deutschland nicht die ganze Welt – derzeit ca. 7.390 Millionen – aufnehmen können.

            Eine Obergrenze von 7.000 Millionen wäre also nach diesem Argument akzeptabel. Wollen Sie das wirklich diskutieren? Es widerspricht Ihrem Argument von 14:02: Wir haben die Grenze bereits überschritten.
            Also nochmals nachdenken und dann ohne sich selbst zu widersprechen posten.

            3

            1
          3. Absolut typische Reaktion, wenn man sich in der eigenen Ideologie verstrickt hat, anderen die Worte im Mund umdrehen zu wollen.

            Mir vollkommen schleierhaft wie Sie in einem Akt geistiger Verwirrung auf eine Obergrenze von 7 Mrd. kommen. Aber behalten wir Schweden im Hinterkopf und lassen es gut sein. Denn nein ich will das mit Ihnen nicht ausdiskutieren, da ist mir meine Zeit zu schade, zumal wir total vom Thema abgekommen sind…..

            1

            3
        2. Gerne lüfte ich Ihren Schleier. Ein gewisser Torsten postete am 4.Februar 2016 um 08:52: „wird man zu der Erkenntnis kommen, dass […] Deutschland nicht die ganze Welt aufnehmen kann”. Die ganze Welt sind ca. 7.390 Millionen.

          3

          1
          Antworten
          1. Halt, vielleicht ist es nicht klar: 7.390 Millionen sind 7,390 Milliarden. Um die nicht aufzunehmen reicht eine Obergrenze von 7 Milliarden.

            2

            1
  2. Bin mal gespannt, wer uns hilft, wenn in Deutschland nicht mehr der Honig von den Bäumen fließt!

    Aber dann müssen halt die Steuerzahler herhalten und da triffts sowieso nur die Personen aus der Mittel- und Unterschicht!

    2

    3
    Antworten