Grüne: Inn-Renaturierung unter der Lupe

Landesvorsitzende Sigi Hagl zu Gast in Wasserburg

image_pdfimage_print

SigiHagl+LoySeit November erst ist Sigi Hagl aus Landshut die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Nun war sie erstmals in dieser Funktion in Wasserburg zu Gast. Mit Vertretern des Wasserburger Ortsverbandes, darunter Ortsvorsitzende Steffi König und Stadtrat sowie Bürgermeisterkandidat Christian Stadler, und Mitgliedern des Kreisfischereivereins Wasserburg sowie der Ortsgruppe des Bund Naturschutz traf sie sich zum Ortstermin …

… um die Gelegenheit zu nutzen, sich von der Verbund AG den derzeitigen Stand der Renaturierungsmaßnahmen im Bereich der Innstaustufe zeigen zu lassen.

Grundlage für diese Maßnahmen ist eine Vereinbarung zwischen der Verbund Innkraftwerke GmbH mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Die vorgesehenen Maßnahmen umfassen unter anderem Entlandungen und Anbindungen von Altwässern, die Schaffung von Brutinseln für seltene Vögel und von Laichplätzen für Fische und Amphibien.
Bevor es mit dem Boot aufs Wasser ging und die Maßnahmen vor Ort besichtigt wurden, stellte Georg Loy als zuständiger Projektleiter der Verbund Innkraftwerke die Vorgeschichten und die durchgeführten Maßnahmen in einem Impulsvortrag mittels einer Präsentation vor.

Lobend erwähnt wurde sowohl von den Vertretern des Verbund als auch des Kreisfischereivereins und des Bund Naturschutz die enge Abstimmung und Zusammenarbeit aller Beteiligten an dem umfangreichen Projekt. So haben die Fischer aus Rosenheim und Wasserburg vor Beginn der erforderlichen Baggerarbeiten mehr als 4.000 Muscheln mit der Hand geborgen und später wieder eingesetzt.
Seit der Stauhaltung besitzt der Inn einen relativ konstanten Wasserpegel. Überschwemmungen, in deren Verlauf sich neue Arme bilden, bleiben aus, und Altgewässer verlanden zunehmend. Aus einer dynamischen Gewässerlandschaft mit Flutmulden, Zuläufen und Gräben war in weiten Teilen ein steriles Gebiet geworden. Verlandungen sorgen dafür, dass Altarme und Tümpel im Winter nicht tief genug sind und durchfrieren.

Vielen Fischen kommt dadurch die „Kinderstube“ abhanden. Mit dem Rückgang der Fischpopulation hatten sich auch die Vögel zurückgezogen.
Bereits jetzt, relativ kurze Zeit nach Beginn der Maßnahmen, sind die positiven Effekte deutlich festzustellen Künstlich angelegte Altwasserarme sind bereits nach etwa einem Jahr nicht mehr als vom Menschen gemacht zu erkennen und die Artenvielfalt bei Fauna und Flora hat erkennbar zugenommen.
Die Bemühungen der Verbund AG wurden bereits 2013 von der Vereinigung der Jäger und Fischer im Raum Rosenheim mit einem Umweltpreis honoriert. Auch die Grüne Landesvorsitzende Sigi Hagl zeigte sich vom Engagement und der engen Zusammenarbeit von Stromunternehmen, Fischern und Naturschützern begeistert. Auf die ausgesprochene Einladung, diesen Ortstermin im Frühjahr bei lebhafterer Vegetation, zum Beispiel. zur Orchideenblüte, zu wiederholen, komme sie sehr gerne zurück. Karlheinz Rieger

Gruppenbild_SigiHagl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.