Grüne „entsetzt über Baustelle“ Sudelfeld

Speicherteich für 250 Beschneiungsanlagen auf rund 71 Hektar Piste

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Sudelfeld1Landkreis – Groß war das Entsetzen beim Aufstieg zur Speckalm – so heißt es heute in einer Presseerklärung des Grünen-Kreisverbands. Zwei Tage nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts gegen einen vorläufigen Baustopp auf dem Sudelfeld machte sich die grüne Landtagsfraktion vor Ort ein Bild „von der fortschreitenden Zerstörung des Areals“, so der Wortlaut. Auch Vertreter des Kreisverbandes sowie des BN und des DAVs schlossen sich der Ortsbegehung an. 

Obwohl das endgültige Urteil noch aussteht, hätten die Bagger auf dem Sudelfeld längst irreversible Fakten geschaffen. Entstehen soll hier ein etwa 1,5 ha großer Speicherteich zur Wasserversorgung von 250 Beschneiungsanlagen für rund 71 Hektar Piste …

Der Vorsitzende des Umweltausschusses, Dr. Christian Magerl, übte Fundamentalkritik: „Es geht um den Schutz der Lebensräume. Der Eingriff hätte vom LRA nie genehmigt werden dürfen und schon gar nicht vom Gericht. Ich war schockiert, als ich diese Erdbewegungen gesehen habe.“ Und auch die für die Region zuständige Abgeordnete und haushaltspolitische Sprecherin, Claudia Stamm, kritisierte die Richter „für ein politisches Urteil.“ Stamm weiter: „Hier steht nicht das Gemeinwohl im Vordergrund, sondern wirtschaftliche Interesse Einzelner. Hier werden Tatsachen geschaffen, die einen Schritt zurück nicht möglich machen. Keinesfalls sollten hier Fördermittel, also Steuergelder, in eine Maßnahme fließen, die nicht nachhaltig ist und obendrein noch das Klima schädigt.“

Auch Monika Thurner, Beisitzerin im Kreisvorstand der Rosenheimer Grünen, zeigte sich erschüttert über das Ausmaß der Baumaßnahmen. „Die Schönheit unserer Alpenlandschaft geht unwiderbringlich verloren, geschützter Almenbewuchs muss den Baggern weichen. Diesen sinnlosen Eingriff in die Natur kann man einfach nicht nachvollziehen.“

So war man sich am Ende des Ortstermins einig, dass weiterhin alles versucht werden muss, um einen Baustopp zu erwirken. Bund Naturschutz, grüne Landtagsfraktion und die angrenzenden Kreisverbände wollen hier eng zusammen arbeiten. Vorerst heiße es aber vor allem darauf zu hoffen, dass der Widerspruch gegen den Entscheid des Gerichts erfolgreich sein werde.

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