Großartige Stimmen, pfiffige Lieder, viel Charme

Basta verzauberte gestern „A cappella" die Badria-Halle mit Benefizkonzert

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0Wasserburg – Die fünf Kölner kamen direkt von Köln, traten gestern am Abend in der Wasserburger Badria-Halle auf und stehen heute in Wien auf der Bühne! Ein musikalisches Highlight der Extraklasse wurde den Besuchern beim großen Benefizkonzert mit Basta geboten. Ihre WM-Hymne „Gimme Hope, Joachim“ war der Überraschungshit zur WM vor vier Jahren – es war der erfolgreichste A-cappella-Song in Deutschland seit 1988, als Bobby McFerrin mit „Don’t worry, be happy“ die Hitparaden stürmte. Gestern stellten sie – zugunsten des Vereins Silberstreifen um Barbara Pömsl (wir berichteten) – unter tosendem Applaus ihre neue CD vor …

Fotos: Renate Drax

1Fünf großartige Stimmen, pfiffige Lieder und sehr viel Charme – bei Basta ergibt diese Kombination ein einmaliges A-cappella-Konzerterlebnis. Gestern präsentierten die fünf Kölner im Badria ihr brandneues Album „Domino“.

Nach drei Jahren ist es endlich soweit: Basta sind wieder auf großer Tournee. René Overmann, Werner Adelmann, William Wahl, Thomas Aydintan und neu Arndt Schmöle haben ein neues Programm im Gepäck. Ihre Stimmen – die einzigen Instrumente, die sie für ihre Konzerte brauchen – beherrschen sie perfekt. Je nach Lied verbinden sie sich zu groovigen Popnummern, verschmelzen in sanften Balladen oder schlendern elegant tanzend durch Swing-Stücke.

3Töne, Rhythmus, Harmonien und Takt – musikalisch sitzt einfach alles. Aber darüber hinaus besitzen die Burschen von Basta auch die wunderbare Gabe, das Publikum wirklich zu unterhalten: mit entspannter Bühnenpräsenz, mit frechem, manchmal bissigem Humor und mit großartigen Moderationen, in denen sich die fünf Kölner mit Vorliebe gegenseitig durch den Kakao ziehen.

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Barbara Pömsl, Organisatorin vom Verein Silberstreifen, begrüßte das Publikum.

Ob sie als ihre eigene Vorband auftreten, im Lied „Der Mann, der keine Beatbox konnte“ das weltschlechteste Mundschlagzeugsolo aufführen oder in „Domino“ einen misslungenen Spieleabend mit 90er-Jahre-Mönchs-Pop kombinieren – nichts und niemand ist vor Bastas Humor sicher.

Aber bei aller Komik sind es gerade die Zwischentöne, die die Lieder von basta auszeichnen. Auch das lieben die zahlreichen Fans so an ihnen: Wie sie die Poesie in den Widrigkeiten des Lebens finden, in den kleinen Momenten, die so leicht übersehen werden. Es sind Liebeserklärungen an das Leben, die Basta macht.

Sie hatten schon ihre eigene WDR-Fernsehshow „… und basta!“ sowie weit über hundert TV-Auftritte bei Jörg Pilawa, Barbara Schöneberger, Ina Müller, Kai Pflaume und Co. Wasserburg war einmal mehr begeistert. Viele Zugaben und ein schöner Erlös für den engagiert-arbeitenden Verein Silberstreifen!

Kurz-Portraits der Künstler:

Werner Adelmann, Tenor

8Ein Mann der Bühne war Werner immer schon: Als Jugendlicher leckte er Blut bei diversen Schauspielprojekten. Aber das Schicksal hatte einen etwas anderen Plan: Mit 14 gründete Werner seine erste Band. Zuerst “nur” an den Keyboards, fand er sich schnell auch in der Position des Leadsängers ganz vorne auf der Bühne wieder, wo er sich seine ersten Sporen als Frontmann verdiente. Werner blieb bei der Musik: Nach einer Ausbildung zum Medienassistenten arbeitete er vor allem als Sounddesigner und Komponist für PC-Spiele. Dann lernte er René beim gemeinsamen Skiurlaub kennen und kam so als dritter zu Basta. Dort treibt er, mit seinem uneinholbaren Vorsprung an Tanzkünsten, den Bandkollegen immer noch den Schweiß auf die Stirn.

René Overmann, Tenor

5René gehört mit William zu den Gründungsmitgliedern von Basta. Die beiden lernten sich in der Schule kennen und besserten sich von da an ihr Taschengeld mit gemeinsamem Musizieren aus. Zwar bekam René von Kindesbeinen an Klavier- und Klarinettenunterricht, er verlegte sich aber bald aufs Singen. Eine folgenschwere Entscheidung… Das Klavierspielen blieb aber eine große Liebe, und zusammen mit seiner Leidenschaft für Frank Sinatra brachte ihm das eine legendäre Stunde mit Liza Minelli ein, die in ihrem Kölner Hotel auf der Suche nach einem Pianisten für ein kleines mitternächtliche Privatkonzert in René fündig wurde. Davon spricht die Stadt noch immer…Sein Faible für die Altmeister des Swings prädestiniert ihn für eine seiner Glanzrollen in der Show: Die unvergessliche Wiederauferstehung von Dean Martin.

Thomas Aydintan, Tenor

7Aufgrund zweier Musikprofessoren als Eltern, wuchs Thomas unter intensiver musikalischer Beschallung auf und begann selbst bereits im zarten Alter von 4 Jahren Geige zu spielen. Etwas später folgten dann das Klavierspielen und Singen im Knabenchor. Erste Bühnenerfahrung sammelte er als einer der “3 Knaben” in Mozarts Zauberflöte. Während des ausgefüllten Studien-Lebens in Hannover, bei gleichzeitiger Betätigung als Taxifahrer und Klavierlehrer, gründete er 1993 das a-cappella-Ensemble “Modell Andante”, welchem er 10 Jahre angehören sollte. Nach dem Diplom Abschluss wechselt er 1997 an die Kölner Musikhochschule, studiert Liedgestaltung und wurde dort im gleichen Fach Dozent. Seit Sommer 2004 ist Thomas Mitglied bei Basta und hat dort nicht zuletzt in seiner Rolle als “Bratislava Lover” seine Berufung gefunden.

William Wahl, Tenor

6Zwar ist William der jüngste der Gruppe, er gehört trotzdem bei Basta zu den alten Hasen, gründete er doch mit René noch in der Schulzeit die erste A-Cappella-Gruppe, die sich dann zu Basta entwickeln sollte. Nach dem Abitur machte er Erfahrungen als musikalischer Leiter diverser Musicals, studierte in Köln und Berlin Musik, bevor er sich dann komplett Basta zuwandte und infolgedessen trotz deutlich überschrittener Regelstudienzeit sein Studium unvollendet abbrach. Bei Basta schreibt William die meisten der Songs und Texte.

9Arndt Schmöle ist Bastas neuestes Mitglied: Seit Herbst 2013 singt er in der Band und ist dort zuständig für die tiefen Töne. Er ist ein alter Bekannter, zumindest Thomas‘ alter Bekannter: mit dem sang er nämlich im Knabenchor Hannover und schuf mit ihm vor vielen, vielen Jahren die A-cappella-Gruppe ,,Modell Andante“.Zwischen dessen Auflösung und seinem Einstieg bei Basta gründete und sang er im A-cappella-Ensemble ,,Vocaldente“ und machte sich vor allem einen Namen als Moderator, Hörspiel- und Synchronsprecher.

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Ein Gedanke zu „Großartige Stimmen, pfiffige Lieder, viel Charme

  1. Klasse Konzert, super Stimmung, tolles Publikum!

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