Grippeschutz: Haager Apothekerin gibt Tipps

Aktuelles Interview mit Christina Mayerhofer

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1235004_870976132936434_8561863315265659279_nHaag – Rote Nasen, Husten, Kratzen im Hals und lästiges Fieber – jeder kennt sie, keiner will sie. Die Rede ist von der Grippe, oder ist es doch „nur“ eine Erkältung? Auch wenn die Grippe- und Erkältungswelle langsam wieder am abklingen ist, hin und wieder „dawischts“ einen doch noch.  Wir haben bei Christina Mayerhofer (Foto), Grafschaft-Apotheke in Haag, nachgefragt, wie man sich am besten schützt und was denn eigentlich der Unterschied zwischen einer Grippe und einer Erkältung ist.

Oft reicht es, aus dem selben Glas zu trinken, ein kleines Busserl oder ein Händedruck mit jemandem, der schon erkrankt ist. So schnell geht’s und schon liegt man selber flach. „Grundsätzlich steckt man sich immer dann an, wenn ein schwaches oder unreifes Immunsystem vorliegt, wie etwa bei Älteren oder Kleinkindern“, sagt Christina Mayerhofer (Foto).

Eigentlich lässt sich aber eine Grippe einfacher verhindern als gedacht. Christina Mayerhofer: „Die effektivste Präventionsmaßnahme stellt die Schutzimpfung dar. Diese sollte optimalerweise jährlich in den Monaten Oktober bis November erfolgen.“ Außerdem sei es wichtig, streng darauf zu achten, sich mehrmals täglich die Hände zu waschen und am besten zu desinfizieren. Tägliches Lüften hilft auch, den Viren und Bazillen zu entkommen.

Doch was tun, wenn’s einen dann doch erwischt hat? Erste Anzeichen sind leicht zu erkennen: ob Fieber, Husten oder Gliederschmerzen – es sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. „Dieser wird bei einem Verdacht auf einen schweren Verlauf eine antivirale Therapie verordnen oder ansonsten symptomatisch behandeln, also Mittel gegen die Grippeanzeichen verordnen.“  Sollte es zu einer gleichzeitigen bakteriellen Infektion, z.B. einer Lungenentzündung, kommen, dann kann es auch sein, dass schnell mal ein Antibiotikum eingenommen werden muss.

Es ist jedoch ein gravierender Unterschied, ob man sich vergleichsweise „nur“ erkältet oder sich einen Grippevirus einfängt. Die Erreger sind grundverschieden. Während die Grippe durch eine bestimmte Art von Viren ausgelöst wird, den sogenannten Influenza-Viren, können hinter einer Erkältung eine Vielzahl verschiedener Erreger stecken. Mayerhofer: „Dass die beiden Krankheitsbilder oft verwechselt werden, ist wenig verwunderlich, denn die Symptome sind sehr ähnlich.“ Eine „echte Grippe“ beginnt meist plötzlich. Eben noch fühlt sich der Erkrankte gesund – auf einmal verspürt er zum Beispiel deutliche Kopf- und Gliederschmerzen, bekommt Fieber und wünscht sich nur noch ins Bett. Bei der Erkältung dagegen ist der Beginn – wie viele aus Erfahrung wissen – meist eher schleichend und sieht zum Beispiel so aus: Man fühlt sich irgendwie nicht wohl, der Hals beginnt zu kratzen, am nächsten Tag ist man leicht heiser, die Nase läuft und im Laufe der Nacht kommt Husten dazu. Während eine Grippe meist Fieber über 38,5 Grad Celsius mit sich bringt, ist das bei Erkältungen eher selten.

Es muss allerdings beachtet werden, dass jeder Mensch individuell auf Erreger reagiert. Die Krankheit kann also vergleichsweise milder und ohne die üblichen Anzeichen ausfallen. Wer sich aber eine Grippe eingefangen hat, dem bleibt nur eins: Ab ins Bett und am besten so lange erholen, bis sich die hartnäckige Krankheit ganz aus dem Staub gemacht hat. Da ist’s mit der Erkältung schon leichter, die klingt meistens innerhalb weniger Tage wieder ab.

Auch die Haager blieben in diesem Jahr davon nicht verschont. Vor allem in den letzten Wintermonaten hatte Christina Mayerhofer in ihrer Apotheke einiges zu tun: „Die Grippewelle ist in Haag und Umgebung angekommen, die Anzahl der Krankheitsfälle hat sich im Vergleich zu den Vorjahren moderat erhöht.“ Wer also verdächtige Symptome bei sich verspürt, sollte nicht zögern, zum Arzt oder zur Apotheke zu gehen. Dort haben Fachleute wie Christina Mayerhofer und ihre Mitarbeiter das nötige Wissen, damit ihre Kunden schnell wieder gesund und fit werden! ISA

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