Gotik aus Attel und Barock der Zisterzienser

Heimatverein Wasserburg auf Exkursion in Burghausen

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P1030355Es sind sechs gotische Altarblätter aus der Vorgängerin der barocken Klosterkirche Attel, die Mitglieder des Heimatvereins dieser Tage auf der Burghausener Burg in der dortigen Filiale der bayerischen Staatsgemäldesammlung bewundern konnten. Drei davon künden vom Wirken und Sterben Johannes des Täufers, die anderen schildern die Legende von Standhaftigkeit und Sterben der heiligen Katharina, die zusammen mit Barbara und Margarethe als eine der „heiligen drei Madln“ auf vielen Hochaltären unserer Kirchen zu finden ist.

 

P1030341Erläutert wurden sie den Teilnehmern des Heimatvereins Wasserburg vom dortigen Kastellan Armin Bathen, der sich wortgewandt mit der Ikonografie der Bilder auseinandersetzte. Leider konnte bis heute die Urheberschaft der Kunstwerke nicht geklärt werden, so dass man lediglich vom „Meister des Attler Altars“ sprechen kann.

Nicht weniger aufschlussreich waren die Ausführungen des Raitenhaslacher Heimatpflegers Wolfgang Hopfgartner zur Klosterkirche der Zisterzienser und zur nicht weit entfernten Wallfahrtskirche Marienberg, beide „Perlen des Barock an der Salzach“. Marienberg sollte im Zuge der Säkularisation abgerissen werden und wurde bekanntlich durch den späteren König Ludwig I. vor der Zerstörung bewahrt. In Raitenhaslach fand der Prälatenstock besondere Aufmerksamkeit, der seit seiner Erbauung 1764 unverändert blieb und nun, im Besitz der Stadt Burghausen, behutsam konserviert und damit für eine schonende Nutzung durch die Technische Universität vorbereitet wird.

 

Auf der Heimfahrt durch das südostbayerische Chemiedreieck wurden den Teilnehmern von Vorstandsmitglied Reinhold Schuhbeck noch einige Einblicke in die Industriegeschichte der letzten 100 Jahre in dieser Gegend gewährt. RS

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