Gleich sieben auf einen Streich

Wasserburger Leichtathleten holen wieder Oberbayerische Meistertitel

image_pdfimage_print

IMG_6970Gleich sieben oberbayerische Meister stellt der TSV Wasserburg nach den Oberbayerischen Meisterschaften an diesem Wochenende in Erding. Während andere das schlechte Wetter zu einem Besuch in der Erdinger Therme nutzten, zog es die Leichtathleten, selbst bei widrigen Bedingungen, hinaus auf den Sportplatz. Dass sich diese Konsequenz lohnte, bewiesen die vielen Meister- und Vizemeistertitel, die sich die Sportler erkämpften.

Fast schon als Seriensieger kann Maximilian Kurzbuch bezeichnet werden. Aus den letzten drei Wettkämpfen ging er stets als Sieger in seiner Disziplin, dem Stabhochsprung in der Männerklasse, hervor. Einzig die Sieghöhe von 4,00m genügt den Ansprüchen des 17-jährigen nicht mehr. Hier hätte er sich gerne mit einer neuen Saisonbestleistung präsentiert. Jedoch: Bei den zurzeit herrschenden Temperaturen und Witterungsverhältnissen sind Höchstleistungen schwer zu erzielen. Trotzt der im Vorfuß befestigten Spikes ist der Anlauf auf der mitunter feuchten und rutschigen Tartanbahn äußerst anspruchsvoll und zuweilen gefährlich. Also, Resultat in Ordnung und das mit der Höhe kommt sicher bei sommerlichen und trockenen Verhältnissen.

Ebenfalls Oberbayerischer Meister 2015 darf sich Lukas Koller nennen. Der 19-jährige Modellathlet beeindruckte mit einer neuen persönlichen Bestleistung in seiner Lieblingsdisziplin, dem Diskuswurf. Hoffentlich hat die 54,05m auch der Bundestrainer registriert, da Lukas immer noch um die Nominierung für die im August stattfindenden Europameisterschaften  U20 in Schweden kämpft.

Dritter Starter bei den Männern war Robert Dippl im Kugelstoß. Seine 17,73m reichten nicht ganz für den Titelgewinn, aber für einen hervorragenden zweiten Rang und damit die Vizemeisterschaft 2015.

Bei den  MU18  Athleten setzte sich Nils Focke bei den Stabhochspringern mit dem Meistertitel an die Spitze des Feldes. Viele Wochen haderte Nils mit seinen Leistungen. Große Verunsicherung brachte der Wechsel auf einen härteren Stab, der zwar größere Höhen verspricht, aber auch schwieriger zu springen ist. Erst die Rückkehr zum alten, weicheren Stab verlieh Nils die nötige Sicherheit, mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann: 3,80m und Oberbayerischer Meister!

Erstmalig trat Christoph Ittlinger im 400m Hürdenlauf an. Der Ausdauersportler erreichte gleich in seinem ersten Wettkampf den dritten Platz in dieser Disziplin, die sehr Kräfte zerrend ist. Man muss nicht nur schnell sein, sondern auch im richtigen Rhythmus die 10 Hürden überlaufen, ohne entscheidend Geschwindigkeit zu verlieren.

Etwas Pech hatten Florian Federmann und Jonathan Neuhoff. Während Florian in seinem 100m Vorlauf in 11,58s persönliche Bestleistung lief, scheint ihn im Endlauf die Nervosität übermannt zu haben. Offensichtlich konnte er den Startschuss gar nicht erwarten, zuckte zu früh und wurde wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Jonathan musste nach der anstrengenden Stadionrunde über 400m gleich darauf die Halbe Distanz absolvieren und belegte in der Endabrechnung in beiden Disziplinen den undankbaren 4. Rang.

Beide Sportler nutzten aber gemeinsam mit Nils Focke und Max Huber die Chance, die sich ihnen im 4x 100m Staffellauf bot. Erst der letzte, zugegeben schlechte Wechsel, entschied über Silber oder Bronze, leider zu Ungunsten der Wasserburger. So dürfen sich die vier Gymnasiasten immerhin noch über die Bronzemedaille freuen.

Bei den Frauen setzte einmal mehr die frischgebackene Abiturientin Johanna Windmaier die Akzente. Mit ihren 12,66s im 100m Sprint hätte Johanna ebenso bei der Team EM in Tscheboxary/Russland antreten können. Natürlich bedeutete diese Spitzenleistung neben einer neuen persönlichen Bestleistung auch den Meistertitel. Auch über die doppelte Distanz konnte sie eine neue Bestmarke setzten, die aber „nur“ für den dritten Platz ausreichte.

Bereits in der letzten Woche hatte Daniela Weichselgartner angekündigt, dass mit ihr nach der langen Verletzung wieder dauerhaft zu rechnen ist. Bei den Frauen setzte sie sich mit 2,80m im Stabhochsprung durch und erkämpfte sich den Titel der Oberbayerischen Meisterin.

Bei den WU 18 war Alisa Böhm die erfolgreichste Athletin. Offensichtlich spornt die Trainingsarbeit mit Mannschaftskameradin Johanna beide Athletinnen zu Höchstleistungen an. Wie anders wären die 14,93s in ihrer Paradedisziplin Hürdenlauf zu erklären? Belohnt wurde Alisa für diese Leistung mit dem Titelgewinn. Wo die 17-jährige Bad Endorferin gerade so schön im „Lauffluss“ war, setzte sie im Weitsprung mit 5,30m auch gleich noch den Vizemeistertitel in dieser Disziplin oben auf.

Eine sichere Bank war an diesem Wochenende wieder einmal Laura Kurzbuch. Auch sie sicherte sich mit 2,80m die Meisterschaft im Stabhochsprung der MU18. Die Stabhochsprungtruppe um Trainer Michi Grabl etabliert sich langsam, aber allmählich innerhalb Südbayern zu einer der leistungsstärksten Mannschaften, was allein die Titelausbeute von vier Titeln zeigt.

Last but not least ist Isabel Röttger zu nennen. Die talentierte Mehrkämpferin konnte sowohl im Hochsprung als auch im Kugelstoß jeweils den dritten Platz erreichen. Rein optisch kann man sich die 1,55m im Hochsprung sofort vorstellen, die sie am Samstag gesprungen ist. Bei den 10,89m im Kugelstoß bedarf es schon einige Phantasie, der zierlichen Person eine solche Armkraft zuzutrauen. Wahrscheinlich haben Robert und Lukas die schlanke Brünette unter ihre Fittiche genommen und entscheidende technische Raffinessen verraten. Wie schön, wenn man/frau auf so viel Kompetenz zurückgreifen kann. CP

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.