Gleich fünf Mal die Besten in Oberbayern

Wasserburgs Leichtathleten räumen ab: Top-Leistungen, neun Stockerl-Plätze

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Johanna Windmaier„Fünf Oberbayerische Meister, zwei Vizemeister und zwei dritte Plätze –  das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann“, freute sich am Wochenende Wasserburgs Leichtathletik-Cheftrainer Walter Kurzbuch, bevor er die Kapuze seiner Regenjacke wieder fest ins Gesicht zog. Gleich zwei Titel davon holte einmal mehr Johanna Windmaier (unser Foto) und guten Teamgeist zeigten die Wasserburger Leichtathleten in der Staffel über 100 Meter …

In der Besetzung Manuel Riemer, Maximilian Huber, Max Kurzbuch und Jonathan Neuhoff sprinteten die vier Youngsters in 45,81s der Konkurrenz davon und sicherten sich die Oberbayerische Meisterschaft 2016! Die lange herbeigesehnte, neue Bestleistung war Ergebnis der gelungenen Wechseln, die den anderen Mannschaften nicht überzeugend gelangen und sogar zu Disqualifikationen führten.

Nicht minder erfolgreich zeigten sich die Damen in der gleichen Disziplin …

Isabel Röttger, Johanna Windmaier, Alisa Böhm und Andrea Gablik konnten in 50,34s die Vizemeisterschaft erlaufen.
Dieser zweite Rang brachte Johanna offensichtlich auf Betriebstemperatur für den Hürdensprint, ihrer Spezialdisziplin. Trotz widriger äußerer Bedingungen lief sie sicher und technisch sauber über die Hürden. Nach 14,68s (mehr  bzw. weniger war bei regennasser Tartanbahn nicht zu schaffen) durfte sich Johanna Oberbayerische Meisterin nennen.
Fast ebenso gut kam Vereinskameradin Alisa mit dem feuchten Untergrund zurecht. Sie konnte dicht hinter Johanna ihren Oberkörper ins Ziel werfen und so den Bronzerang für die Wasserburger Athleten gewinnen (15,58s). Einen Wimpernschlag dahinter kämpfte Isabel Röttger gegen die Trainingspartnerinnen an. Zwar mit neuer persönlicher Bestzeit von 15,60s, landete Isabel im direkten Vergleich „nur“ auf dem undankbaren vierten Rang.

Einen weiteren Titel in ihrer Sammlung konnte Johanna durch ihren Sieg im Weitsprung sammeln. Hier schlug sie die Konkurrenz mit 5,59m. Alle Disziplinen zeigen Johannas national hohes Niveau, dass sie sich in diesem Jahr erarbeitet hat. Hoffentlich kann sie es bis zu den Deutschen Meisterschaften konservieren, wo sie sich für den Hürdenlauf bereits in der letzten Woche qualifiziert hat.
Ein Erlebnis der besonderen Art durfte Dani Weichselgartner erleben. Als trockene Meisterschaftanwärterin gestartet und als klatschnasse Meisterin gelandet. So etwa muss Danielas Gefühl beim Stabhochsprung gewesen sein. Die wegen des Regens durchgeweichte Hochsprungmatte sorgte für eine ungewollte Erfrischung bei der Landung, was Dani aber bei ihrem Siegessprung von 3,20m offensichtlich nicht sonderlich irritiert hat.
Ähnliche Erfahrungen hat wohl Laura Kurzbuch machen müssen, die nicht bei den Frauen , sondern in der Altersklasse U18 startberechtigt war. Groß war die Freude als bei ihrer Lattenüberquerung die Latte bei 2,80m ohne Berührung liegen blieb und ihr so den Meistertitel bescherte.
Das Küken der Mannschaft, die erst 13-jährige Ramona Forstner, konnte im gleichen Wettbewerb mit ihrer neuen persönlichen Bestleistung von 2,50m die Bronzemedaille erspringen.

Eine famose Ausdauerleistung zeigte Andrea Gablik bei ihrem Start über 400m Hürden. Nicht nur, dass die Athleten grundsätzlich schnell sein müssen, um die Stadionrunde zu bewältigen. Nein, im Weg stehen auch noch zehn Hürden, die es zu überqueren gilt, ohne den Laufrhythmus zu unterbrechen. Andrea schaffte diese Doppelaufgabe mühelos und konnte sich zu Recht in 71,95s über den zweiten Platz freuen.

cp

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