Gespinstmotte sorgt für Gruselbäume

Auch bei Bachmehring: Gefräßige Raupe macht die Bäume kahl

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In einigen Gärten, aber auch an Bäumen in freier Natur sind derzeit im Altlandkreis Wasserburg ungewöhnliche Gespinste zu sehen. Der Betrachter könnte auf die Idee kommen, viele Spinnen hätten außergewöhnlich engmaschige Netze gesponnen. Wie die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Rosenheim mitteilt, handelt es sich aber um die gefräßige Raupe der Gespinstmotte. Betroffen sind davon auch sieben Bäume bei Bachmehring, die völlig kahlgefressen sind.

Auch wenn Bäume und Büsche wie abgestorben aussehen, gibt Gartenfachberater Harald Lorenz Entwarnung: „Nach drei Wochen ist der Spuk wieder vorbei und die Bäume treiben wieder aus.“ Laut Lorenz geht die Gespinstmotte auf Traubenkirsche, Pfaffenhütchen und vereinzelt an Apfel- und Birnbäume. Bei den beiden letztgenannten gibt es aber nie Kahlfraß.

Harald Lorenz rät davon ab, chemische Mittel einzusetzen. Die Gespinste sind so fein, dass sie kaum zu durchdringen sind. Kein Problem damit haben dagegen die Vögel im Garten. Die einfachste Möglichkeit, die Raupen im kommenden Jahr zu bekämpfen ist daher Nisthilfen anzubieten. Ein Meisenpärchen beispielsweise verfüttert mehrere Tausend Raupen an seinen Nachwuchs.

Oben: Einer der Bäume bei Bachmehring.

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Ein Gedanke zu „Gespinstmotte sorgt für Gruselbäume

  1. Wilhelm Höchstetter

    Danke für die Information über die Gespinstraupe.

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