Gespenstische Ruhe im Badria

Kurzzeitige Schließung wegen Reinigungsarbeiten - So hat man das Bad noch nie gesehen

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dsc_1693Ein bisserl gespenstisch schaut’s momentan aus, das Badria: Die Becken zum Teil leer, Baustellen rundherum und bis auf wenige Reparatur- und Putzkräfte weit und breit kein Mensch zu sehen. Der Grund: Die einwöchige Schließung des Erlebnisbades, um die jährliche Komplett-Säuberung und einige Instandhaltungs-Maßnahmen durchzuführen. Unser Blick hinter die Kulissen.

Die alljährliche Grundreinigung erfordert neben dem Ablassen und Säubern der Schwimmbecken die Reinigung der Filteranlagen und kleinere Reparaturmaßnahmen.

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Hinzu kommt in diesem Jahr, dass sich der große Saunapark im Wandel befindet: Momentan wird ein Saunabecken mit eingebauten Massage-Liegen installiert (siehe Foto oben), die Eröffnung des vier mal sechs Meter großen Beckens ist für spätestens Anfang November diesen Jahres geplant. Im nächsten Jahr soll dann die gesamte bisherige Sauna-Anlage im Innenbereich neu gestaltet werden: Um- und Neubauten der Sauna-Räume, barrierefreie Zugänge und Ruheflächen mit Wasserbetten sind unter anderem in Planung.

Die jährliche Reinigung der Becken, Barfuß-Flächen und Filteranlagen ist sehr zeit- und arbeitsaufwendig: „Wir haben sämtliche sogenannte ,lose‘ Teile abmontiert, beispielsweise die kompletten Bauteile der Saunen, um sie zu reinigen und gegebenenfalls nachzubessern oder zu ersetzen“, erklärt Gerhard Selig, Werkleiter der Stadtwerke Wasserburg.

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Das große Schwimmbecken im Innenbereich läuft nun, nachdem es abgelassen, grundgereinigt und kleinere Schäden ausgebessert wurden, wieder voll. Dafür braucht es fast zwei Tage. „Es werden jetzt auch immer drei Bahnen für die Schwimmer abgeteilt, da wir durch die Vergrößerung des Gaudi-Beckens viel Aktivität aus dem großen Becken umlagern können. Das wird auch von den Besuchern sehr gut angenommen“, so Selig.

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Für die Wintersaison wurden nun auch die neun Lüftungsanlagen der Becken gewartet. Darüber hinaus wurden die Wasserfilter, die mithilfe von Sand und Aktivkohle das Badewasser aufbereiten, gereinigt. Das Wasser wird mithilfe von klassischen Diesel-Heizungen aufgewärmt. „Durch neue Pumpen und Zähler wird der Kostenfaktor Energie in der gesamten Anlage nun so gering wie möglich gehalten“, so der Werkleiter zu den neuen Maßnahmen.

Und so sieht das große Schwimmbecken von der anderen Seite aus: 

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Auch der Außenbereich wurde komplett gereinigt. Das Wasser im Freibad bleibt über den Winter in den Becken, da sonst die Fliesen darin springen würden. Auch hier steht laut Selig auf längere Sicht ein Umbau an: „Der Außenbereich ist natürlich aufgrund seiner Größe optimal. Doch die Becken sind schon lange nicht mehr zeitgemäß – die richtigen Fliesen zur Reparatur kleinerer Schäden sind schon gar nicht mehr erhältlich und die Dehnungsfugen werden langsam undicht. Aber eine Neugestaltung für den Außenbereich ist momentan noch nicht spruchreif.“

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Bereits ab kommenden Montag wird das Erlebnisbad wieder geöffnet – nach nur einer Woche Reinigungsarbeiten. „Die kurze Zeitspanne erfordert natürlich ein termingerechtes Zusammenarbeiten aller beteiligten Firmen. Das funktioniert auch reibungslos. Wir achten außerdem darauf, fast ausschließlich Wasserburger Firmen anzuheuern. Der lokale Bezug ist uns hierbei sehr wichtig“, erklärt Selig.

Pumpensysteme, Rohre, Filteranlagen: Das Badria von der anderen Seite

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Aufgrund der Nachfrage ist eine zusätzliche Familien-Umkleide in Planung. Des weiteren wird es neue Beschilderungen im gesamten Gelände sowie einen kostenloser Orientierungs-Plan für die Besucher geben. Damit steht dem Bade- und Saunavergnügen im kommenden Winter nichts mehr im Wege – und das momentan so leere Badria füllt sich wieder … HF

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3 Gedanken zu „Gespenstische Ruhe im Badria

  1. Dieselheizungen. Das ist ja nun nicht gerade sehr ökologisch.
    Geothermie ist das Stichwort. Ob es im Raum Wasserburg heiße Quellen in tieferen Lagen gibt sollte doch geprüft werden.
    Traunreut hat heiße Quellen gefunden und besitzt damit eine schier unerschöpfliche Quelle an Energie. Die Bohrungen teuer, aber danach gibt es eine endlose saubere Heißwasserquelle .

    Nicht nur fürs Badria, nein auch zur Fernheizung von Krankehäusern, Wohnungen etc.

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    1. Soweit ich weiß wird das Wassers zum Teil auch per Wärmepumpe erwärmt und die Solaranlage auf dem Dach läuft auch nicht mit Diesel…

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  2. Eltern mit Kleinkinder

    Das BADRIA hat wirklich die letzten Jahre an Attraktivität aufgeholt.
    Was uns aber immer noch stört ist das angepriesene Kindererlebnisbecken. Das was man hier erlebt, sind die Eltern, die mit Ihren Kindern kommen, kurz ins Wasser gehen und dann den Bereich wieder fluchtartig verlassen. Das Wasser ist einfach viel zu kalt. Im letzten Winter/Frühjahr waren wir 8x im BADRIA und davon konnten wir kein einziges mal auch nur annähernd die angepriesenen 33°C feststellen. Der Gaudibrunnen ist mit seinen 30°C ein Heißwasserbecken dagegen.
    Dazu kommt, daß die Lufttemperatur im Kleinkinderbereich bei kalter Witterung und Wind durch die offene Konstruktion, der großen Fensterfassade und der Lüftung um einige Grad kälter ist als im vorderen Bereich.
    Bei Beschwerden wird man wahrgenommen, daß war es aber. Entweder man bekommt Ausreden wie „die Wasserqualität ist uns wichtiger, wir spülen gerade“ oder um 10 Uhr vormittag „wir haben gerade erst aufgemacht und heizen hoch“.

    Bitte liebes BADRIA-Team, seid nicht so dumm und verkrault eure Gäste von morgen. Macht den Kleinkinderbereich auch so warm wie angepriesen und lasst euch mit der Lüftung was einfallen. Dann machts den Teenies auch im Gaudibrunnen wieder Spaß, wenn hier weniger genervte Mamas mit Ihren Babys sind.

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