Georg Rakowsky: Wasserburg im Wandel der Zeit

Außergewöhnlicher Abend bei der katholischen Pfarrgemeinde

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IMG_2238Das Sebastiani-Verlöbnisamt mit anschließendem Umtrunk im Pfarrzentrum in der Färbergasse stand am Wochenende bei der katholischen Pfarrgemeinde auf dem Programm. Im vergangenen Jahr hatte die Pfarrgemeinde von Georg „Schorsch“ Rakowsky das Angebot erhalten, jeweils einen kleinen Teil seiner Dias als kurzen Vortrag beim Umtrunk für dieses Gelöbnis zu zeigen. Dieses Angebot nahm man gerne an. 

Pfarrer Dr. Paul Schinagl ging in seiner Ansprache gleich zu Beginn des besonderen Vorabendgottesdienstes auf die Legende des Heiligen Sebastian ein. Die Überlieferung datiert den Heiligen in die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts. Er würde bis heute als Helfer für viele Krankheiten und als Patron verehrt, so der Geistliche. Das Gelübde der Wasserburger aus dem Jahr 1634 verlas er in der Predigt in moderner Form.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Isolde Brandl begrüßte beim anschließenden Umtrunk im Pfarrzentrum Georg Rakowsky, der aus seinem reichhaltigen Archiv unter dem Motto „Wasserburg im Wandel der Zeit“ eine halbstündige Diashow vorbereitet hatte.

Zu sehen war ein wahrer Schatz an Dias. Sie wurden mit frei vorgetragenen Erlebnissen kommentiert. Georg Rakowsky gelang es, die Bilder gekonnt mit der Kamera einzufangen: Oft aus luftiger Höhe und mit Lichtverhältnissen, die Wasserburg und den Inn in den schönsten Farben erstrahlen lassen. Viele Einblicke wären den vorbei gehenden Passanten nie zugänglich gewesen, so berichtete Rakowsky von seinen Fotoarbeiten. Nur seinem beharrliche Bitten um Zutritt ermöglichte auch ungewöhnliche Perspektiven der Innstadt.

Für diese Veranstaltung wählte Rakowsky Bilder zur Entkernung des Unterauerhauses, die Bebauung der Tegernau, die Neuerrichtung des Gebäudes der ehemaligen Freibank und sogar die ehemaligen Baracken sind festgehalten worden. „Am Ziegler“ konnte man vorher ohne Bebauung, dann die fortschreitenden Bautätigkeiten mit verfolgen.

Bildern rund um das Gelände um das Krankenhaus, der Nördlichen Burgau, folgte das alte Häuschen in Reitmehring an der Kreuzung zum Meggle-Areal. Eine Faschingshochzeit in Wasserburg wurde ebenso fotografiert wie die Bebauung am Burgfrieden und die Neugestaltung des Bahnhofareals. Voll Begeisterung berichtete Rakowsky über die technischen Herausforderungen, die er beim Einbau der neuen Turbine an den Stauwerken beobachten konnte.

Die etwas nachdenklich und traurig stimmenden Bildern zum Hochwasser 1981 und 2005 ergänzte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Isolde Brandl mit eigenen Ausführungen als Betroffene des letzten Hochwassers. In ihrem Dank sprach sie aus, was viele Anwesenden empfanden – „dass vieles ohne das „Klick“ von „Schorsch“ für immer verloren wäre“. Die Anwesenden bedankten sich mit großem Applaus für den kurzweiligen Vortrag.

Andrea Däullary

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