Gegen Deponie: 1000 Unterschriften das Ziel

Bürgerinitiative informierte über Planungsstand zu Odelsham - „Protest stärker als 2012"

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BI_PlanungsstandIm Rahmen der Neuauslegung der Planungsunterlagen zur beantragten DK 1-Deponie in Odelsham (wir berichteten) haben Mitglieder der Bürgerinitiative zur Erhaltung von Umwelt und Lebensqualität im Wasserburger Land bei der Regierung von Oberbayern die Akten eingesehen. Über die Ergebnisse der Akteneinsicht informierte die Bürgerinitiative rund 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger in den Paulanerstuben in Wasserburg.

In seinem Vortrag stellte Hans Brunnlechner, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative und Gemeinderat in Babensham, die Faktenlage zur geplanten Deponie dar. Für diese bestehe nach Ansicht der bayerischen Fachbehörden und der Bürgerinitiative auch weiterhin keinerlei Bedarf.

Der geplante Standort sei wegen der Nähe zur Wasserburger Altstadt mit Kindergärten und Schulen sowie zum Krankenhaus und den Wohngebieten in der Burgau denkbar ungeeignet. In einem Gutachten zur Asbestbelastung werde nun erstmals die Befürchtung der Bürgerinitiative bestätigt, dass Asbestfasern nicht nur bei Betriebsstörungen, sondern bereits bei regulärem Betrieb der Deponie freigesetzt werden. Brunnlechner: „Dadurch steigen die Risiken für asbestbedingte Erkrankungen für die Anwohner und insbesondere für Kinder und Jugendliche, die in der Umgebung der geplanten Deponie Kindertagesstätten und Schulen besuchen.“

Sehr überraschend sei, dass in die aktuelle Deponieplanung erneut ein Grundstück der Gemeinde Babensham mit einbezogen wurde. Die Gemeinde Babensham hatte sich 2012 jedoch unmissverständlich gegen die geplante Deponie positioniert. „Sie wird also keine gemeindeeigenen Grundstücke für die geplante Deponie zur Verfügung stellen.“

„Der Protest der Bevölkerung gegen dieses völlig überflüssige Projekt ist 2016 noch deutlich stärker als bei der Erstauslegung im Jahr 2012“, erklärt Roger Diller, Vorsitzender der Bürgerinitiative. „Uns liegen bisher schon 850 Einwendungen vor. Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger auf, weiterhin Einwendungen zu sammeln, 1000 Unterschriften bis zum Ende der Einwendungsfrist sind unser erklärtes Ziel“, so Diller weiter. Die Einwendungsfrist gegen die Deponie endet am 4.Mai.

 

Der Vordruck für die Sammeleinwendungen, ein Muster für eine Einzeleinwendung und weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Bürgerinitiative.

http://buergerinitiative-wasserburger-land.de/

Die Einwendungen können entweder direkt bei der Stadt Wasserburg oder der Gemeinde Babensham abgegeben werden oder per Post an die Regierung von Oberbayern geschickt werden.

 

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5 Gedanken zu „Gegen Deponie: 1000 Unterschriften das Ziel

  1. Dankeschön für diese informative Veranstaltung!

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    1. Thomas Alfred

      Es wäre ja schön, wenn sich der Stadtrat bzw. allen voran der Bürgermeister auch mal öffentlich äußern würde. Man hört hier nur von anderen Seiten bzw. wird nur davon berichtet

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      1. Nur so am Rande:
        Gestern ist eine schöne Gemeinderatssitzung in Babensham abgehalten worden, bei der Bgm. Huber erklärte beim Zosseder „im Wort zu stehen“ (sagte er ungefähr 5 Mal). Würde mich wundern, wenn er der einzige wäre.

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        1. Unfassbar! Der Bürgermeister „steht also im Wort“. Wie soll ich mir das vorstellen? Was ist da „ausgekartet“ worden? Das „im Wort stehen“ ist ihm somit wichtiger als „seine“ Bürgerinnen und Bürger?!?!? Es bestätigt sich mir mal wieder: wir haben keine Politik-Verdrossenheit, sondern eine Politiker-Verdrossenheit. Und das nicht nur bezogen auf Brüssel oder Berlin, sondern das fängt im „kleinen“ an. In Babensham.

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        2. Hauptsache, die Kasse stimmt.

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