Gefühltes Finale: „Ziemlich beste Gegner“

EM gestern: Wir waren live beim Public-Viewing am Sportplatz in Wasserburg

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Viele Fußball-Fans zog es gestern wieder zum Public-Viewing vom TSV auf den Wasserburger Sportplatz, wo ein großes Zelt mit Bierbänken und zwei Leinwänden beste Bedingungen waren – für das nächste nervenaufreibende Live-Erlebnis pur: Deutschland gegen Gastgeber Frankreich! Die Spannung stieg von Minute zu Minute…

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… und somit auch die Aufregung der Fans.

Alles besser durchstehen mit vollem Magen: Die Wasserburger ließen sich erst noch die Grill-Schmankerl schmecken und unterhielten sich angeregt – man war eher siegessicher, Tipps machten die Runden und man freute sich auf das kommende Spiel.

Das Catering, Grillen und die Getränkeversorgung für die aufgewühlte Fan-Meute übernahm in bewährter Manier das Team vom „El Paso“ aus Wasserburg.

DSC_0266Endlich Anpfiff! Und spätestens nach den ersten sieben Minuten stand fest: Die Franzosen machen es der National-Elf unter Trainer Jogi Löw nicht leicht, aber die verjüngte deutsche Elf kam in Fahrt. Erster Biernachschub wurde bestellt. Für den war übrigens Nico Troll aus Wasserburg zuständig (Foto unten), so wenig störend wie möglich trug er seine Kästen durch die Bänke und verteilte Spezi, Wasser und gut gekühltes Helles …

Das Halbfinalspiel blieb intensiv und eine Achterbahn der Gefühle begann auch in Wasserburg am Sportplatz: Es wurde abwechselnd anerkennend geklatscht, enttäuscht aufgestöhnt, auch mal vom Sitzplatz aufgesprungen. Viele verpasste Torchancen – was nur ist mit Müller los – und das ärgerliche Elfmetertor für Frankreich kurz vor Ende der ersten Halbzeit – entsetzte Blicke. Agrad da Schweini!

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Kurzes Aufatmen in der Halbzeitpause, die Anspannung ließ für wenige Minuten nach. Die Besucher des Public-Viewing bestellten Getränke und Brotzeit nach, um sich nach der schweißtreibenden ersten Hälfte des Spiels zu stärken. Ja, doch – trotz des dummen 0:1-Rückstands blieb man zuversichtlich.

em 4Mit dem Anstoß zur zweiten Halbzeit heizte sich die Stimmung mehr und mehr auf. Die deutsche Mannschaft kämpfte, vergab aber Chance um Chance und Frankreich kontzerte. Die Zuschauer im Zelt warfen wütend ihre Fäuste in die Luft – vor allem, als der italienische Schiedsrichter, Nicola Rizzoli, manches anders sah, als man selbst. „Da ist wohl jemand ungern nach Hause gefahren“, sprach ein Fan anderen aus dem Herzen und bezog sich damit auf die Niederlage der Italiener gegen Deutschland am vergangenen Samstag im Viertelfinale.

Doch gerechtfertigt oder nicht, letztendlich konnten auch Draxler’s Freistoß, die letzten Spielerwechsel und vier Minuten Nachspielzeit das Ruder nicht mehr herumreißen.

Das Public-Viewing-Zelt auf dem Sportplatz in Wasserburg war innerhalb von ein paar Minuten leer, die enttäuschten Fans gingen nach Hause. Einer meinte, jetzt soll dann aber auch Frankreich wenigstens daheim der Europameister werden … Guad Nacht!

HF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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