Funkmast: Kein neuer Standort!

Sprecher der Koblberger Bürger: „Man hat uns ausgetrickst"

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P1000386_KSchlechte Nachrichten für die Bürger in Koblberg: Für den geplanten Funkmast nahe des kleinen Ortes wird es keinen neuen Standort geben. Der Mast kommt in unmittelbare Nähe von Koblberg, dort, wo die Betreiberfirma mit einem gewaltigen Beton-Fundament bereits unverrückbare Tatsachen geschaffen hat. „Wir haben heute vor dem Petitionsausschuss des Landtags einen Pyrrhussieg errungen“, sagte Hubert Schex, ein Sprecher der Koblberger Bürger. „Der Ausschuss hat uns voll und ganz Recht gegeben. Der Mast darf trotzdem nahe unserem Ort gebaut werden.“

 

Der Petitionsausschuss, vor dem der Fall „Koblberg“ gelandet war (wir berichteten), stellte in seiner heutigen Tagung fest, dass die Vorgehensweise bei der Planung und dem Bau des Mastens für den Behördenfunk „absolut unbefriedigend“ gewesen sei. Vor allem die Betreiberfirma wurde gerügt. So etwas dürfe nicht mehr passieren, stellten die Ausschussmitglieder fest. Man müsse künftig dafür sorgen, dass sich ein Fall wie in Koblberg, wo die Bürger zwar eingebunden waren, letztlich aberb an ihnen vorbei entschieden worden sei, nicht mehr wiederhole.  Dennoch, so der Ausschuss, sei der Bau rechtlich in Ordnung, der Standort nicht anzufechten. Die Betreiberfirma darf also weiter bauen.

„Das war schön anzuhören, dass wir recht haben. Helfen tut uns das aber nicht“, zeigte sich Schex enttäuscht. „Wir bereuen es jetzt schwer, nicht früher an die Öffentlichkeit gegangen zu sein und nicht mehr Wirbel gemacht zu haben. Wir haben stillgehalten, weil wir glaubten, dass alle auf unserer Seite sind. Dem war offenbar nicht so. Man hat uns ausgetrickst.“

Die Diskussion um den Standort für den Funkmasten dauert bereits geraume Zeit. Lange sah es so aus, als würde die Betreiberfirma einen etwas weiter von Koblberg entfernten Bauplatz wählen, mit dem alle Beteiligten einverstanden gewesen wären.

Doch dann rückten die Bagger an, schufen vollendete Tatsachen – rechtlich einwandfrei, weil alle Genehmigungen bereits vorhanden waren, dennoch mitten in einem Diskussionsprozess, in den sich auch die Stadt Wasserburg und die Gemeinde Soyen als betroffene Kommunen eingeschaltet hatten.  HC

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