Für vier Tage echte Ballerinas

Tanzstudio Belaqua mit „Kinderballett" in den Ferien - Wir waren dabei

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ziegler1Im rosaroten Kostüm tanzen die Mini-Ballerinas als Gummibärchen, Löwenzahn, Zauberpuppen oder Katz und Maus durch den Tanzsaal. Wunderschöne, sanfte Ballettmusik und spielerische Lehrmethoden machen den Einstieg in die Tanzart zu einem Riesenspaß für die Vier- bis Siebenjährigen, die begeistert an den Lippen der Kursleiterin hängen und sich bemühen, jede Bewegung exakt auszuführen – es ist Ferienprogramm. Ferienprogramm im Tanzstudio Belacqua. Sechs kleine Mädchen nehmen am Vier-Tage-Kurs „Kinderballett“ teil. Unser Portrait …

Was gleich ins Auge fällt: Im Tanzsaal mit den Ballettstangen und Spiegelwänden sind nur Mädchen. Alle in rosa, manche gleich schon im Tanzröckchen. Ganz in der Ecke, hinter einer Matte versteckt, sitzt ein kleiner Bub, der aber lieber mit der Mama wieder nach Hause geht. Nachdem die letzte Ballerina etwas verspätet auch angekommen ist, fängt die Stunde mit einigen bereits bekannten Abläufen an. Zuerst stellen sich alle als „Gummibärchen“ in einen Kreis, hüpfen zur Musik mit gestreckten Beinen auf und ab und gehen die grundlegenden Ballettpositionen durch.

Alle sechs Kinder wollen hier unbedingt zeigen, was sie sich vom Vortag gemerkt haben, so dass die Finger sofort in die Höhe schnellen, wenn eine Frage gestellt wird. Fast wie in der Schule. Aber nur fast, denn schüchtern oder zurückhaltend sind die Mädchen nicht. „Beine zusammen“, korrigiert beispielsweise Annika, eine der jungen Teilnehmerinnen, die anderen, wenn diese es nicht ganz so genau mit den Sprüngen nehmen.

Tanzlehrerin Franziska Rimsl beschreibt die Bewegungen kindgerecht und baut die Unterrichteinheiten in spielerische Geschichten ein. „Zeige-und Mittelfinger küssen sich“, so beschreibt sie beispielsweise, wie die Hände gehalten werden sollten.

Im Anschluss werden die Fußpostitionen „Flex“ (Füße gerade) und „Point“ (Zehenstrecken) als „Clown-“ und „Ballerinafüße“ geübt. Hinterher spielen mehrere Musikstücke hintereinander und Franziska Rimsl baut zu jedem davon einen kleinen Tanz in eine Geschichte ein, beispielsweise wird eine „Hexensuppe“ gekocht oder es wächst eine kleine Blume aus einem Samen.

Bei der „Schatzkiste“ darf sich jedes Kind etwas wünschen, was ihm die anderen Kinder „aus der Truhe holen“, natürlich nur symbolisch. Die Mädchen lieben dieses Spiel ganz offensichtlich und wünschen sich Glitzerkleider, Katzenohrringe oder Kronen. Als sich die Stunde schon langsam ihrem Ende nähert, zeigen die Kinder noch keinerlei Erschöpfung und wollen unbedingt zwei statt nur eines Abschlussspiels spielen.

Auch der kleine Bub vom Anfang der Stunde, ist wieder gekommen, um seine Schwester abzuholen. Auch er bekommt zum Abschluss wie alle anderen einen Sticker – allerdings keine Pferdchenkutsche wie die Mädchen, sondern ein cooles Motorboot. Das sorgte für leuchtende Augen. 

Hauptberuflich arbeitet Tanzlehrerin Franziska Rimsl als Erzieherin, hat außerdem am Ballettförderzentrum in Nürnberg gelernt und später ihre Ausbildung bei Eva Steinbrecher in Stuttgart fortgesetzt. Nun bietet sie ab September im Tanzstudio Belaqua auch Kurse außerhalb der Schulferien an. Einmal pro Woche unterrichtet sie nachmittags Jazzdance für Kinder ab neun und Kinderballett/Klassischen Kindertanz für die Vier- bis Siebenjährigen.   JD

 

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