Worüber Eltern mit Kindern reden sollten

„Sicherheitstraining": Am Abend geht's um Handy & Co am Gymnasium in Wasserburg

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Was bedeutet Medienkompetenz? Das Wissen, wie ein Smartphone oder das Internet funktionieren? Das Jonglieren mit Whatsapp, Facebook und Open Office? Der Respekt vor der eigenen und fremden Privatsphäre? Diesen Fragen und noch viel mehr geht in der kommenden Woche das Gymnasium in Wasserburg nach. Auf Einladung des Elternbeirates sind die Medien-Sicherheitstrainer von ‚klicksalat.de‘ für alle Schüler von der 5. bis zur 10 Jahrgangsstufe zu Gast. Auch die Lehrer und Eltern werden eingebunden – heute am Donnerstag, 29. September, um 19.30 Uhr findet dazu eine öffentliche Abendveranstaltung in der Aula der Schule statt.

Die Höhe des Eintritts darf jeder Besucher über eine Spendenbox selbst bestimmen.

Zusätzlich hat der Wasserburger Elternbeirat mit Klicksalat einen kleinen Eltern-Leitfaden herausgegeben, der am Abend verteilt wird. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, mit Referenten und Elternbeiräten zu sprechen. Für Getränke wird gesorgt.

Eines steht fest: Jugendliche nutzen die Bildschirme intuitiv und selbstverständlich. Klicksalat hilft Eltern, Lehrern und Jugendlichen, die richtigen Fragen zu stellen und die nötigen Grenzen zu ziehen. ‚Wir alle sind gefordert, für unsere Kinder das nötige Know-How aufzubauen. Unbedingt und unverzüglich.‘ Das sagen die Trainer von Klicksalat.

gymDie mittlere Elterngeneration befindet sich im digitalen Umbruch. Ohne Smartphone und Web 2.0 aufgewachsen, beobachtet sie mit einer Mischung aus Faszination, Unsicherheit und Resignation das Medienverhalten ihrer Kinder.

Klicksalat hilft den Eltern bei der Einbettung von Medienerziehung in die Gesamterziehung. Grundlegende technische Themen wie die Nutzung von Smartphones und Applikationen werden mit erzieherischen Aspekten wie Bildschirmzeiten, Cybermobbing, rechtlichen Grundlagen und Verbraucherschutz verflochten. Der Klicksalat-Elternvortrag fragt nicht: „An wen kann ich meine elterliche Erziehungsarbeit abgeben?“, sondern ermutigt: „Wie kann ich zeitnah Medienkompetenz aufbauen, um mit meinen Kindern die nötigen Absprachen treffen zu können …“

Praxiswissen und Werteerziehung bedingen einander, denn alles technisch Machbare ist noch längst nicht erlaubt. Die Vorträge und Workshops zeigen den Schülern, warum positives Online-Image wichtig ist und welche Buttons bei Smartphones, Apps und Web 2.0 für größtmögliche Privatsphäre und Rechtssicherheit sorgen. Bildschirmzeiten und E-Etikette sind zentrale Themen. Kurzum: Der faire Umgang mit sich selbst ist die Basis für guten Umgang mit anderen im Web 2.0 – darum geht’s.

Wer ist Klicksalat? 

Ähnlich vielen anderen „Erfindungen“ entstand auch Klicksalat im Jahr 2004 eher zufällig. Als ehrenamtlicher Kinderschutztrainer hielt man bei Viertklässlern einen Kurs zur Selbstbehauptung und Gefahrenprävention ab.

Die Themen waren: Wie verhalte ich mich gegenüber Fremden, wie erkenne ich Gefahren und wo hole ich im Ernstfall Hilfe. Die Schüler waren aufmerksam und auf den Ernstfall vorbereitet. Beim Thema Telefonnotruf wurde spontan nach deren E-Mail und Interneterfahrungen gefragt. Sofort erzählten die Schüler über diverse „Abenteuer“ an PC, Internet, Chat und Handy. Schlagartig wurde klar: Schüler müssen nicht nur in der realen, sondern auch in der virtuellen Welt gefördert werden.

Das ist zwölf Jahre her!

Das war die Geburt von Klicksalat, dem umfassenden Medien-Trainingskonzept für Schüler, Eltern und Lehrer. Klicksalat will Schüler vor möglichen Gefahren der virtuellen Welten schützen und auf positive Aspekte Lernapps hinweisen. Und Eltern und Lehrer zeigen, wie sie Schülern dabei helfen können. Das Motto zur Medienerziehung lautet: „Vormachen mit Herz und Verstand“, denn nichts wirkt in der Erziehung so stark wie das Vorbild der Eltern.

http://www.klicksalat.net

Vor zwei Jahren war Klicksalat bereits einmal für die 5. und 6. Jahrgangstufen am Wasserburger Gymnasium eingeladen.

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