Flüchtlingen helfen: „Gemeinsam schaffen wir das“

Infoabend gestern im Wasserburger Rathaus mit großem Interesse der Bürger

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1Wasserburg – Wie sehr das Thema die Menschen beschäftigt, wurde gestern im Wasserburger Rathaussaal deutlich: Voll besetzt war dieser, als der Infoabend zum Thema Asyl und minderjährige Flüchtlinge begann. In wenigen Wochen werden Container beim Krankenhaus für maximal 40 Kinder und Jugendliche bewohnt werden können. Vorne weg: Es ging gestern beim Infoabend um das Helfen, um das gemeinsame, bestmögliche Bewältigen des Flüchtlingsstroms. Es gab auch in der Fragezeit der Bürger keine einzige diskriminierende Äußerung! Vor allem Landrat Wolfgang Berthaler hatte sehr berührend geschildert …

Fotos: Renate Drax

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… wie sehr das Thema nun schon seit Monaten, aber ganz besonders in den vergangenen Wochen, so manches im Landratsamt auf den Kopf gestellt habe. Jetzt müsse zum Beispiel sofort ein Notfallplan her, der von der Regierung gefordert werde, wo spontan bei uns im Landkreis bis zu 300 Menschen untergebracht werden können.

Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl führte durch den Abend, an dem auch viele Bürgermeister der Gemeinden des Altlandkreises teilnahmen. Es gab sehr viele Informationen – es gab aber auch sehr viele Fragen der Bürger.

„Wir haben vielleicht schon vieles erreicht und ganz gut gemacht, aber wir möchten noch besser werden,“ sagte der Landrat.

Siehe auch unseren ausführlichen Bericht:

Vielleicht liegt vor diesen Kindern ein Glück

 

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Ein Gedanke zu „Flüchtlingen helfen: „Gemeinsam schaffen wir das“

  1. Wirklich ein sehr interessanter und informativer Abend. Ich freue mich über das Engagement der Verwaltung und auch der Ehrenamtlichen und über die Entscheidungen, die Flüchtlinge dezentral unterzubringen und ihnen Bargeld auszuzahlen, anstatt ihnen Lebensmittelpakete oder Gutscheine auszuzahlen.

    Bei der Rede von Landrat Berthaler musste ich jedoch hin und wieder schlucken. Zum einen sind die Flüchtlinge ja nicht plötzlich vom Himmel gefallen, sondern es war eine absehbare Entwicklung (mehr oder weniger auch durch die westliche Welt mit verschuldet – aber anderes Thema), auf die man sich nicht vorbereitet hat.

    Schade fand ich auch die Forderung nach unterschiedlichen Standards bei den Kindern und das, wahrscheinlich unbewusst, die Flüchtlinge dafür verantwortlich gemacht wurden, dass man weniger bezahlbaren Wohnraum findet. Kinder sind Kinder, ob ausländische oder deutsche und sie sollten auch den gleich Anspruch haben und es gibt insgesamt einfach zu wenig bezahlbaren Wohnraum, weil man das jahrelang vernachlässigt hat und weiter vernachlässigt – mit Flüchtlingen und auch ohne. Und ich finde es schade, dass sowas immer unter einem wirtschaftlichen Aspekt gesehen wird (die sind engagiert – das sind keine Schmarotzer, sondern wirtschaftlich eine große Chance usw.) Das erweckt den Eindruck, als müssten sie mehr leisten und besser sein, als andere, um akzeptiert zu werden.

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