Flüchtlinge: Einblick in Wasserburgs Not-Unterkunft

Asylbewerber kommen jetzt doch erst am Mittwoch - Die letzten Fotos aus der Halle

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P1070159Man kennt es ja schon, terminlich ist nur sicher, dass nichts sicher ist! Ab Mittwoch nun geht nichts mehr: So bald die Asylbewerber die Turnhalle der Wasserburger Realschule belegt haben, kommt man nur mehr mit einem speziellen Ausweis raus und rein. „Das gilt auch für Medien-Vertreter“, sagte heute am Nachmittag der Pressesprecher des Landratsamtes, Michael Fischer, bei einem Ortstermin. Dabei stellte er auch richtig: „Wir erwarten nun doch nicht 240, wie zunächst gemeldet, sondern ’nur‘ 200 Personen! Anreisetag wird jetzt doch erst der Mittwoch sein. Ansonsten ist unsere einzige Konstante die, dass wir nichts wissen.“ So werden die Flüchtlinge in der Turnhalle wohnen …

Es wird eng für die Menschen …

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Fest steht, die Realschul-Sporthalle wird nicht im Rahmen des Asylnotfallplans belegt. Das heißt, die Asylbewerber werden aus einer oder mehreren Erstaufnahmeeinrichtungen nach Wasserburg gebracht. Die Registrierung, die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen und die Versorgung mit Bekleidung sind bereits erfolgt.

Um die Asylsozialberatung werden sich Mitarbeiterinnen der Caritas kümmern, für Verpflegung wird gesorgt und Security wird ständig mit sechs Personen vor Ort sein. 

Die Turnhalle der Wasserburger Realschule an der Landwehrstraße: Insgesamt 200 Menschen werden am Mittwoch dort einziehen. Flüchtlinge aus aller Herren Länder.  „Woher genau, das wissen wir nicht. Auch nicht, wie sie anreisen, mit dem Bus oder per Zug.“ Unklar sei auch, wie lange die Flüchtlinge in Wasserburg bleiben. Derzeit sind der Informationsfluss und die Nachrichtenlage einfach von zu vielen Faktoren abhängig.

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Die Flüchtlinge werden in solchen Stockbetten untergebracht. Die werden derzeit in der Justizvollzugsanstalt Bernau gefertigt – 50 Stück pro Woche. „Wasserburg ist die erste Unterkunft mit diesen Stockbetten. Wir wollen alle anderen damit nachrüsten.“

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Auch der ehemalige Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer (Zweiter von rechts) ist im Organisationsteam in Wasserburg.

So sieht’s in der Halle aus:

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Und vor der Halle …

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5 Gedanken zu „Flüchtlinge: Einblick in Wasserburgs Not-Unterkunft

  1. Ich hoffe, den Besuchern gefällt das! Man muss schauen, dass sie so schnell wie möglich in normale Wohnungen kommen!

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    1. Es ist naiv zu glauben, dass für 1.000.000 Menschen in kurzer Zeit Wohnung und Arbeit geschaffen werden können. In 10 Jahren werden in Deutschland die gleichen Zustände sein wie in den Pariser Vororten.

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      1. Es liegt an uns, wie wir mit den Menschen umgehen. Wenn wir sie wie Menschen zweiter Klasse behandeln, wenn also Integration nicht gelingt, kann es sein, dass es auch bei uns „Pariser Vororte“ gibt. Wenn wir das nicht wollen, sollten wir sie aufnehmen, wie Mitmenschen, wie Brüder und Schwestern. Und „schwarze Schafe“ gibt es wohl überall, zum Glück sind es aber nur sehr wenige.

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    2. Hallo pro Mensch, ob es den Flüchtlingen gefällt oder nicht, es geht doch erst mal darum, ein Dach über den Kopf zu haben, besonders nun in der kalten Jahreszeit.

      Ich hoffe, dass diese Menschen dafür auch ein Stück dankbar sind, gegenüber unserer Stadt.

      Woher sollten denn gleich die Wohnungen für jeden Flüchtling kommen, bei diesem Zustrom auf unser Land?

      Im übrigen gibt es auch noch unsere Obdachlosen unter den Brücken. Ob es denen immer gefällt?
      Wasserburgerin

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    3. Sie mahnen an, dass sich manche „Besucher“ an diesen Bildern/Tatsachen/Wohnbegebenheiten ergötzen?

      Und fordern, dass „man schaut, dass die Bewohner schnellstmöglich in normale Wohnungen kommen“.

      Haben Sie auch eine Idee, wie und wo??? Und selbst wenn jemand eine solch geforderte Patentlösung für diese, neu ankommenden, 200 Menschen in Wasserburg hätte, glauben Sie nicht auch, dass angesichts des ungeminderten Zustroms die Turnhalle gleich wieder ähnlich belegt würde??

      Die Menschen, die hier unterkommen, sind vorerst in Sicherheit und werden versorgt, für alles andere gibt es leider keine schnellen Wunder und es wird auch noch einige Zeit brauchen, bis sich alles zum Besseren regelt …
      Für das, was die Stadt und die Gemeinden hier rundherum auf die Schnelle auf die Beine stellen, kann und sollte „man“ eigentlich nur mal Respekt und Hochachtung ausdrücken!

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