Flüchtlinge: So plant der Landkreis

JU-Vorsitzender Gerthner verbreitet Liste auf Facebook und nimmt Stellung

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11407035_10152991024753990_1597476492054071632_K5000 Flüchtlinge: Das ist die Zahl, die der Landkreis Rosenheim (250.000 Einwohner) voraussichtlich bis Ende 2017 aufnehmen muss. Kreisrat und JU-Vorsitzender Florian Gerthner verbreitete heute die Liste mit dem aktuellen Unterbringungsstand auf Facebook. Demnach müssen sich die Kommunen im Altlandkreis Wasserburg bis 2017 auf die Unterbringung von rund 700 Flüchtlingen einstellen, die Stadt Wasserburg auf 246. Wie das Oberbayerische Volksblatt heute berichtet, hat der Kreisausschuss bei seiner jüngsten Sitzung den einstimmigen Beschluss gefasst, an die Gemeinden im Landkreis zu appellieren, Solidarität bei der Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen zu zeigen. Die komplette Liste und was Florian Gerthner dazu sagt …

Gertner zur heute publizierten Liste: „Zum einen ist die Zahl der Asylbewerber und damit auch der Anteil, den der Landkreis Rosenheim aufnehmen muss, nur sehr schwer abzuschätzen. Eine Hochrechung über zwei Jahre, wie sie hier gemacht wurde, ergibt somit nur begrenzt Sinn und muss stetig angepasst werden. Die Liste, die in der Kreistagssitzung ausgegeben wurde, ist somit nur bedingt belastbar.“

Der JU-Kreisvorsitzende weiter: „Zum anderen wurde in der Kreistagssitzung ein Antrag beschlossen, der eine gerechte Aufteilung der Asylbewerber auf die Gemeinden des Landkreises als Ziel ausgibt. Explizit wurde in der Diskussion von allen Fraktionen jedoch angemerkt, dass eine sture Verteilung nur nach Einwohnerzahl nicht zielführend ist. So muss zum Beispiel auch der Wohnungsmarkt vor Ort, die Erschließungsmöglichkeit von Grundstücken usw. berücksichtigt werden. Auch gibt es die Förderung von Personal durch den Bezirk Obb. erst ab einer gewissen Größe von Unterkünften. Diese kritische Größe kann nicht in jeder Gemeinde erreicht werden. Auch aus diesem Grund ist die Liste nur ein Anhaltspunkt und kein Muss.“

Und Gerthner weiter: „Wie in meinem Redebeitrag erwähnt, halte ich für die Akzeptanz der Flüchtlinge in der Bevölkerung eine gerechte Aufteilung und eine hohe Transparenz für sehr wichtig. Deswegen habe ich auch die Liste und die eingefärbte Karte auf Facebook gepostet. Aus meiner Sicht muss der Landkreis nun schauen, dass er ein Gesamtkonzept für die Thematik Asyl und Flüchtlinge erarbeitet, damit der rote Faden für die Bevölkerung erkennbar bleibt. So kann ein Kippen der bisher sehr freundlichen Stimmung der Bürger im Landkreis gegenüber den Asylbewerbern verhindert werden. Hierzu habe ich eine Klausurtagung des Kreistags nur zu diesem Thema vorgeschlagen.“

 

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Ein Gedanke zu „Flüchtlinge: So plant der Landkreis

  1. genau drübergeschaut

    In der Liste hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen. Bei allen steigt anhand der Einwohnerzahl die Sollzahlen von 1% über 1,5% auf 2 %. Nur bei Vogtareuth fällt die Zahl von 2016 auf 2017 wieder von 1,5% auf 1%. Evtl Tippfehler da es 62 meiner Ansicht nach heissen sollte. Aber wer so eine Liste ohne Formeln pflegt, sollte wohl nicht mit Excel arbeiten.

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