Europameister leider eine Nummer zu groß

Basketball-Nationalmannschaft der Damen mit starker „Wasserburger Besetzung"

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nationen teamDie deutsche Damen-Nationalmannschaft ist gestern mit einer herben Niederlage in die EM-Qualifikation gestartet. Gegen den amtierenden Europameister Serbien verlor die Mannschaft von Bundestrainer Bastian Wernthaler, Wasserburgs Ex-Coach, in Belgrad deutlich mit 57:100 (17:23, 12:25, 18:28, 10:24). Mit dabei neben Wasserburgs Spielerinnen Svenja Brunckhorst und Steffi Wagner im Nationaldress auch Hans Friedl vom gleichnamigen Therapiezentrum in Edling und Wasserburg als Physio-Betreuer (unser Foto). Am Mittwoch schon um 19 Uhr steht in Marburg mit der Partie gegen die Ukraine das zweite Spiel der Qualifikationsgruppe D auf dem Programm. Unser Spielbericht …

Bundestrainer Bastian Wernthaler begann das Spiel mit Wasserburgs Svenja Brunckhorst (Foto unten) sowie mit  Lea Mersch, Katharina Fikiel, Greinacher und Romy Bär.

Der Gegner aus Serbien erwischte den deutlich besseren Start und erzielte die ersten sieben Punkte des Spiels (2. Min.). Nach gut zwei gespielten Minuten erlöste Greinacher das DBB-Team mit den ersten deutschen Zählern. Deutschland war nun besser im Spiel und kämpfte sich durch vier erfolgreiche Freiwürfe von Brunckhorst und einen verwandelten Sprungwurf auf 8:9 heran (4. Min.).  Durch einen zwischenzeitlichen 5:0-Run setzte sich Serbien wieder auf 16:10 ab (7. Min.). Zwar konnte Elisabeth Dzirma mit einem Dreier zwischenzeitlich auf 15:18 verkürzen, dennoch fanden die Serbinnen v.a. offensiv immer besser ihren Rhythmus. Punkte von Brunckhorst setzten den Schlusspunkt des ersten Viertels (17:23).

Wie schon in Abschnitt Nummer eins startete Serbien auch in das zweite Viertel stärker. Nach zwölf Minuten war der Rückstand des DBB-Teams erstmals zweistellig (19:30). Vor allem im Angriff tat sich das DBB-Team nun sehr schwer. Am auffälligsten zeigte sich hier in der ersten Halbzeit noch Greinacher. Vier Dreier der Serbinnen in den letzten zwei Minuten vor der Pause schraubten das Ergebnis auf 48:29. Schon 19 Ballverluste hatten sich die ING-DiBa-Korbjägerinnen geleistet (Serbien fünf). Dafür lag man bei den Rebounds vorne (21:14).

BrunckhorstSvenja2015vsSRB-250Für Deutschland musste es nun darum gehen, den Abstand so gering wie möglich zu halten. Denn bei dem Modus, dass sich die sechs besten Gruppenzweiten der neun Gruppen für die EM 2017 qualifizieren, kann in der Endabrechnung jeder einzelne Punkt zählen. Doch Serbien um die bis dahin überragende Ana Dabovic (EM-MVP) machte weiter Ernst (31:55, 22. Min.). Deutschland bekam keinerlei Zugriff auf das Spiel und musste die Gastgeberinnen weiter ziehen lassen (34:62, 24. Min.). Wernthaler versuchte sein Team mit einer Auszeit wieder auf Kurs zu bringen.

Doch die zahllosen Ballverluste gegen die unvermindert aggressive Defense des Europameisters ließen in dieser Phase keine Resultatsverbesserung zu (40:69, 28. Min.). Die letzten fünf Punkte des Viertels erzielte zwar Fikiel durch Freiwürfe und Dreier, aber die Partie war längst entschieden (47:76).

Die Geschichte des Schlussabschnitts ist schnell erzählt: Deutschland kämpft weiter unverdrossen um ein besseres Ergebnis, aber der Europameister hatte auf alle Bemühungen des Gegners umgehend eine Antwort und war an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß. Ein Dreier nach dem anderen rauschte durch den deutschen Korb (49:82, 32. Min., 53:90, 37. Min.). In der Schlussminute musste man dann auch noch den hundertsten Gegenpunkt schlucken.

“Leider waren wir heute nicht mutig genug. Besonders offensiv hätten wir mehr machen können, wir haben teilweise Würfe verweigert. Ds ist schade, denn wir hätten uns besser präsentieren können. Serbien hat allerdings auch voller Emotionen mit den 7.000 Zuschauern den EM-Titel gefeiert und besonders von der Dreierlinie hervorragend getroffen. Wenn sie so spielen, können wir gegen sie nicht gewinnen. Trotzdem wird die Partie in dieser unglaublichen Atmosphäre unsere Spielerinnen weiterbringen”, sagte der Bundestrainer Wernthaler nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Romy Bär (Cavigal Nice Basket 06/ FRA, 4), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 6), Elisabeth Dzirma (Eisvögel USC Freiburg, 3), Katharina Fikiel (Artego Bydgoszcz/POL, 12), Julia Gaudermann (BC pharmaserv Marburg), Sonja Greinacher (Herner TC, 16), Svenja Greunke (BC Pharmaserv Marburg), Lisa Koop (ChemCats Chemnitz), Lea Mersch (Herner TC, 8), Margret Skuballa (BG 89 Avides Hurricanes, 2), Birte Thimm (BC pharmaserv Marburg, 2), Stephanie Wagner (TSV Wasserburg, 4).

Weitere deutsche Spiele der EM-Qualifikation:
25.11.2015: Deutschland – Ukraine (19.00 Uhr in Marburg)
20.02.2016: Deutschland – Luxemburg
24.02.2016: Deutschland – Serbien
19.11.2016: Ukraine – Deutschland
23.11.2016: Luxemburg – Deutschland

Quelle dbb

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