Erster Sieg: Vier Torschützen aus vier Ländern

Viele Flüchtlinge im Team: Wasserburg kann A-Jugend für neue Saison melden

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Im Jugendfussball wird beim TSV Wasserburg schon lange ein großes Augenmerk auf die Integration junger Spieler mit Migrationshintergrund gelegt. Seit einem Jahr stellt diese Zielsetzung durch den großen Flüchtlingsstrom eine neue Herausforderung im städtischen Fußballsport dar, die speziell von den B-Junioren beim TSV aktiv aufgegriffen wurde. In die eh schon „bunte“ Mannschaft mit Spielern aus fünf Nationen wurden nun auch Spieler aus Ländern wie Syrien, Irak, Somalia und Afghanistan in den Trainings- und später auch Spielbetrieb aufgenommen …

Für diese Arbeit wurde der TSV Wasserburg vom Deutschen Fussballbund bereits mit dem Preis „1:0 für ein Willkommen“ ausgezeichnet!

Für die neue Saison 2016/2017 ermöglicht diese Arbeit nun auch eine Meldung von A-Junioren, in denen die jugendlichen Flüchtlinge einen erheblichen Anteil stellen. Der Verein ist sehr gespannt, wie sich diese bunt zusammengestellte Mannschaft in der Punkterunde schlagen wird. Die Mannschaft von Cheftrainer Johann „Brandy“ Brandtner absolvierte jetzt ihr erstes Vorbereitungsspiel beim SV Amerang und siegte dort verdient mit 4:2.

Die Torschützen kamen dabei kurioserweise aus vier verschiedenen Ländern, nämlich aus Albanien, Somalia, der Türkei und dem Irak.

Für die meist ohne Familie in Wohngruppen lebenden jugendlichen Flüchtlinge bedeutet die Integration in die Fussballmannschaft eine große Chance, mit in Wasserburg lebenden anderen Jugendlichen in Kontakt zu kommen und ein Teil des Stadtlebens zu werden.

Die bisherigen Trainer Robert Miller und Can Gülenay werden nach 16 und acht Jahren Trainerdasein nun den 1.Jugendleiter des TSV, Kevin Klammer, mit voller Kraft am weiteren Neuaufbau der Jugendabteilung unterstützen und hierbei ein besonderes Auge auch auf die Integrationsarbeit und weitere soziale Projekte werfen.

Alle hoffen, dass die Jugendarbeit wie bisher von örtlichen Firmen, Parteien und der Stadt Wasserburg unterstützt wird, um die großen sportlichen und sozialen Ziele des Jugendkonzeptes zu erfüllen.

RM

 

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