Erster großer Sanitätsdienst in Rumänien

Johanniter aus Mittelfranken und Wasserburg helfen beim Ultramarathon Via Maria Theresia

image_pdfimage_print

JohanniterAm vergangenen Mittwoch ging es für 21 Helfer in Nürnberg und acht Helfer der Johanniter in Wasserburg los. Mit zehn Fahrzeugen fuhren sie in Richtung Rumänien, um am morgigen Samstag, den 2. Marathon Via Maria Theresia sanitätsdienstlich zu unterstützen. Veranstaltet wird der Marathonlauf, inklusive Ultra- und Halbmarathon sowie einer Mountainbike-Strecke vom Verein Tasuleasa Sozial.

Tasuleasa Sozial wurde vor 15 Jahren in Rumänien mit Hilfe der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Mittelfranken von Alin Uhlmann-Useriu gegründet. Uhlmann-Useriu arbeitete viele Jahre mit Lorand Szüszner in der Auslandshilfe Lauf zusammen, bis er wieder in sein Heimatland Rumänien zog. Tasuleasa Sozial hat sich zur Aufgabe gemacht, den Kindern und Jugendlichen des Landes die Wichtigkeit des Umweltschutzes näher zu bringen. Auf dem Gelände bauten die ehrenamtlichen Helfer von Tasuleasa Sozial mittlerweile zwei Übernachtungshäuser, einen Teich mit natürlicher Kläranlage sowie einem großen Sozialraum mit Küche, für die Verpflegung der eigenen Helfer und der Jugendgruppen, die Tasuleasa Sozial besuchen.

Vor fünf Jahren errichteten sie zusätzlich auf ihrem Gelände einen Baumlehrpfad –  immer in enger Zusammenarbeit und Unterstützung der Johanniter. Über 5.000 Jugendliche besuchten bisher den Verein und lernten dabei viel über den Umweltschutz. Vor allem die illegale Abholzung großer Waldflächen machen dem Land immer wieder zu schaffen. Durch Rodung entstehen mittlerweile häufiger Überschwemmungen und damit soziale Probleme. Um dem entgegenzuwirken unterrichtet Tasuleasa Sozial die Kinder und Jugendlichen und veranstaltet regelmäßig Baumpflanzaktionen. So konnten in den letzten sieben Jahren über 500.000 Bäume gesetzt werden.

Mit dem Marathon verbindet Tasuleasa Sozial das Bewusstsein für den Umweltschutz mit einem historischen Ereignis. Der Weg wurde zur Zeit des östereichisch-ungarischen Königreiches erbaut, als Transilvanien und Bukowina noch Teile davon waren. Er diente dazu, die Grenzsoldaten mit Proviant und Munition zu versorgen. Durch das Projekt von Tasulaesa Sozial wurde ein Großteil des Weges (42 km) neu gestaltet.

Im Jahr 2014 fand der erste Marathon mit 200 Teilnehmern statt. Heuer sind über 600 Läufer, Wanderer und Mountainbiker auf der Strecke unterwegs. Eine besondere Herausforderung stellt der Ultramarathon. Die Läufer müssen über 5.000 Höhenmeter bewältigen.

Die einzelnen Stationen des Laufes werden von den ehrenamtlichen Helfern des Vereins Tasuleasa Sozial besetzt. Hier bekomme die Sportler Getränke und Obst. Die Johanniter sind an verschiedenen Stellen entlang der Strecke und an den Start- und Zielbereichen vertreten. Dafür fuhren sie mit vielen Fahrzeugen und allerlei Equipment nach Rumänien. So können sie Unfallhilfsstellen mit intensivmedizinischer Versorgung errichten und unterstützen den örtlichen Rettungsdienst bei der Versorgung der Läufer und Radfahrer. Mit im Einsatz sind zwei Fahrräder, ein Quad und zwei Reitpferde, um den Sportlern auf der schwierigen Strecke helfen zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.