Erst heißer Auftritt, dann kaltes Erwachen

Laufener Grenzland-Perchten waren wieder Publikumsmagnet - Feuerwehreinsatz nach Auftritt

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Die Laufener Grenzland-Perchten waren auch heuer ein echter Publikumsmagnet auf dem Wasserburger Christkindlmarkt. Der Krampus- und Perchtenbrauch kann auf eine lange Tradition zurückblicken. In Salzburg lässt sie sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Perchten, die von Ort zu Ort und von Haus zu Haus ziehen, treiben die bösen Geister und Dämonen aus. Gestern musste nach dem gelungenen Auftritt allerdings die Feuerwehr ran. Eiskaltes Erwachen nach heißem Einsatz ….

Durchgeschwitzt, außer Atem – so standen die Grenzland-Perchten nach ihrem Einsatz in der Altstadt gestern gegen 18 Uhr vor der Grundschule am Gries. Dort deponieren sie während ihres Auftritts ihre Zivilkleidung und ihre warmen Wintersachen. Doch gestern standen sie vor verschlossener Türe. Die war ins Schloss gefallen – der Schlüssel lag im Vorraum der Schule. Nachdem man auch nach fast einer Stunde in der Kälte keine Lehrkraft telefonisch erreicht hatte, musste die Wasserburger Feuerwehr ran.

Die Floriansjünger kamen direkt von ihrer eigenen Weihnachtsfeier und versuchten mit „sanften Mitteln“ die Tür zu öffnen. Die teure Schließanlage durfte  nicht beschädigt werden. Doch alle Feuerwehr-Tricks halfen nichts. Die Tür blieb bombenfest verschlossen. Zum Glück erreichte Cili Hölzl-Teichmann vom Wirtschafts-Förderungs-Verband nach eineinhalb Stunden tatsächlich telefonisch eine Lehrerin der Wasserburger Grundschule – aus Amerang! Die kam dann angebraust und die durchgefrorenen Perchten konnten sich endlich trockene Kleider anziehen.

Fotos vom Auftritt: John Cater

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6 Gedanken zu „Erst heißer Auftritt, dann kaltes Erwachen

  1. Für mich sehen die nicht aus wie Perchten, sondern eher wie Zombies oder Aliens. Ob das noch viel mit dem alten Brauch zu tun hat…?

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  2. Ttaditioneller Christkindelmarkt Wasserburg 2016? AFD und Perchten haben gar nix mit weihnachtlicher Tradition zutun da kann dann nächstes Jahr auch der Coca Cola Truck kommen.

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    1. A Weißbier Karrussell aber sicher auch nicht.

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    2. Stiller Beobachter

      Weihnachtliche Tradition hin oder her… friedliches Zusammensein schätz ich mehr!
      Es ist schon fast traurig täglich in den Kommentaren zu lesen, was an dem doch eigentlich wirklich schönen Wasserburger Christkindlmarkt alles so entsetzlich ist. Dass meiner Meinung nach parteipolitische Infostände (ganz egal welcher Partei) dennoch besser an den restlichen 47 bzw. 48 verbleibenden Wochenenden aufgehoben sind, möchte ich dabei gerne kurz anmerken.
      Zu allen anderen kritischen Anmerkungen in den letzten Tagen kann ich persönlich nur sagen, traurig dass hier die gleichen Leute immer nur negatives berichten können (ihr könnt nun gerne auf Daumen nach unten drücken).
      Ich persönlich war dieses Jahr an fast allen Öffnungstagen am Markt unterwegs und habe mir tatsächlich relativ selten darüber Gedanken gemacht, was denn wirklich Tradition für einen Christkindlmarkt ist und was nicht.
      Vielmehr kann ich für mich feststellen, dass es alles in allem (Verbesserungen sind natürlich immer möglich) eine sehr schöne und harmonische Veranstaltung ist auf die ich gerne gehe. Die Stimmung friedlich, die Gesichter sind fröhlich, man trifft Bekannte die man das ganze Jahr über nicht, oder nur selten getroffen hat, man isst, man trinkt, man „ratscht“ und nimmt sich somit eine kleine Auszeit vom doch ansonsten recht hektischen Alltag.
      Dass nun nicht alles auf dem Wasserburger Christkindlmarkt mit der sogenannten definierten „Tradition“ im Einklang stehen wird, dem bin ich mir bewusst. Auch ein Kinderkarussell oder eine Bratwurstsemmel kommen meines Wissens nicht in der Weihnachtsgeschichte vor… dennoch möchte ich beides an einem Christkindlmarkt nicht vermissen. Auch heimisches Bier aus dem Altlandkreis Wasserburg (Schnaitsee und Haag) sehe ich bei einem regionalen Christkindlmarkt eher positiv als negativ. Das gleiche gilt für die verschiedensten Gerichte fernab vom Weißwurstäquator (ungarisch, asiatisch, mediterran…) oder handgemischte Cocktails aus Wasserburg die das Sortiment am Markt auf ihre Art und Weise abrunden.

      In diesem Sinne – positiv denken – ich wünsche allen eine friedliche und schöne Adventszeit in der wunderbar beleuchteten Altstadt und bitte nicht immer nur die Nadel im Heuhaufen suchen – auch das kann besinnlich wirken!

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      1. Ich habe auch nicht den Christkindlmarkt an sich in Frage gestellt. Ich gehe sehr gerne auf den Markt. Ich hatte mir nur unter Perchten was anderes vorgestellt als irgendwelche Gestalten aus schlechten Horrorfilmen…

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        1. Dann bitte eine Beschreibung wie ein Percht ihren Vorstellungen entsprechend auszuschauen hat !
          Ich gehe mal davon aus, dass Sie die ganze Gruppe nicht gesehen haben und Ihnen der Unterschied “ Percht“ & „Krampus“ nicht geläufig ist.
          Es waren bei dem Lauf beide vertreten!

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