Erst die Stiftung Attl – dann Berlin

Rumänische Delegation informierte sich über Inklusions-Projekt

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Foto: Michael Wagner

Wasserburg/Attel – Wie kann man Menschen, die aufgrund einer Behinderung oder auch aufgrund ihrer Herkunft sozial benachteiligt sind, in die Arbeitswelt inkludieren? Dieser Aufgabe stellt man sich seit der UN-Behindertenrechtskonvention für die gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft von 2006 europaweit. Mit großem Nachdruck auch im Kreis Alba (Region Siebenbürgen) in Rumänien. Bereits vor Wochen fand dort die Nationale Konferenz für die soziale Inklusion und Wirtschaftlichkeit statt. Als Folge besuchte nun eine Delegation unter der Leitung von Projekt-Managerin Magdalena Bene die Inntal-Werkstätten der Stiftung Attl. Das Ziel des Besuchs war es, neue Ideen und Anregungen für eigene Projekte und Vorhaben zu sammeln.

Besonderes Interesse hatten die Gäste vor allem an der Gärtnerei der Stiftung Attl sowie den Montagebetrieben und der Metall-Abteilung in den Attler Werkstätten. Wie funktionieren Produktions-Ketten, welche Tätigkeiten werden von den dort beschäftigten Menschen mit Behinderungen ausgeführt und welche Form der Unterstützung brauchen sie? Diese und ähnliche Fragen standen im Zentrum des dreistündigen Besuchs. Den Kontakt zwischen den Vertretern der Region Alba hatte der Österreicher Tom Zuljevic-Salamon mit seiner Agentur „Die Querdenker“ hergestellt.

Der freiberufliche Supervisor und Coach gilt als Experte für die Vermittlung von sozialem Know-how. Mit seiner Agentur für Soziale Entwicklung und Innovation und seinem rumänischen Mitarbeiter Petru Vasile Gafiuc hatte er schon wiederholt Besuche nach Attel organisiert. Für die Besuchergruppe war die Stiftung Attl nur eine von vielen Stationen ihrer Exkursion, die mit Geldern der Europäischen Union gefördert wird. Im Anschluss ging es für die acht Frauen und Männer weiter in die Bundeshauptstadt Berlin, wo weitere Einrichtungen besucht wurden. mw

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