Erinnerung an schreckliche Kriegszeiten

Gedenken an die Gefallenen der Kriege am Volkstrauertag in St. Leonhard

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Volkstrauertag St. Leonhard 005St. Leonhard – Bedrückende Zahlen nannte der Babenshamer Bürgermeister Josef Huber beim Gedenken an die Gefallenen der Kriege am Volkstrauertag in St. Leonhard. „Heuer jährt sich der Beginn des ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Er begann am 28. Juli 1914 und raubte in den vier Jahren Dauer 17 Millionen Menschen das Leben“, erinnerte Huber an diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Er gedachte auch besondern der 200 000 bayerischen Soldaten, die von der Front nicht mehr in ihre Heimat zurückkehrten. „Was bleibt sind Gräber und das Gedenken.“

Huber gab einen Überblick über die Gräuel jener grausamen vier Jahre. „Schützengräben zogen sich von der Küste durch Belgien und Frankreich bis in die Schweiz. Ganze Landstriche wurden vernichtet. Wurde damals in der Heimat von einem `heldenhaften Tod` oder vom `Tod auf dem Feld der Ehre“ gesprochen, wussten die Frontsoldaten schon, dass es aus diesem Krieg kein Entrinnen mehr gab. Nicht Mut und Tapferkeit waren entscheidend, sondern die Zuverlässigkeit der eingesetzten Waffen. Die Technik dominiert 1914 erstmals einen Krieg.“ 

Huber nannte in der Erinnerung an die beiden Weltkriege, in denen mit Gewalt ein Umbruch herbeigezwungen werden sollte, die friedliche Revolution 1989 in der DDR als ein Geschehen, das positiv ins Blickfeld rückte. „Wir müssen in Europa und in der Welt die Lehren aus diesen Geschehen ziehen. Die internationale Friedenspolitik muss im Vordergrund stehen. Die Millionen von Gräber der Kriegstoten sind die großen Prediger für den Frieden. Und Tage wie heute, an denen wir an die schrecklichen Zeiten erinnern verbunden mit dem festen Willen `Nie wieder Krieg“.

Pfarrer Georg Schinagl sprach am Denkmal die Gebete und KSK-Vorsitzender Willi Zenger legte einen Kranz für die Gefallenen Heimatsöhne nieder. Zum Lied vom „Guten Kameraden“ senkten sich die Fahnen der St. Leonharder Vereine zu Ehren der Toten. UK/JU

Foto oben: Bürgermeister Josef Huber (links), Gemeindereferentin Claudia Kast und Pfarrer Georg Schinagl gedachten der Toten der beiden Weltkriege.

 

 

Volkstrauertag St. Leonhard 007

 

 

Der Rauch der Kanonenböller vom Ehrensalut hing beim beim Lied vom „Guten Kameraden“ in der Luft. Die Vereinsfahnen senkten sich und die Kameraden gedachten der Heimatsöhne am Kriegerdenkmal mit dem Soldatengruß

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